Detroit Electric SP-01:
Dieser Elektro-Roadster beschleunigt schneller als ein Porsche 911

Er ist das schnellste Serien-Elektroauto der Welt: der Roadster SP-01 von Detroit Electric. Auf einer Mobilmesse in Shanghai wurde er jetzt erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Detroit Electric SP-01

Detroit Electric SP-01

In der Anfangszeit des Automobils waren Elektrowagen den Konkurrenten mit Verbrennungsmotor noch überlegen. Ein erfolgreicher Hersteller war die Anderson Carriage Company mit ihrem Bestseller-Modell “Detroit Electric”. Bald benannte sich das Unternehmen nach seinem erfolgreichsten Fahrzeug um. Thomas Edison hatte damals einen Elektrowagen dieser Marke, ebenso die Ehefrau von Autopionier Henry Ford. Die Rezessionsjahre und der Siegeszug des Verbrennungsmotors machten alldem aber 1939 ein Ende.

Nun ist Detroit Electric wieder da. Vor fünf Jahren hatte der ehemalige Lotus-Ingenieur Albert Lam die Marke gekauft. Mit dem Roadster SP-01 zeigt das Unternehmen sein erstes Produkt.

Detroit Electric SP-01 (32 Bilder)
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Ein Stück Lotus steckt in ihm

Kennern wird der Roadster dabei vertraut vorkommen: Er basiert auf dem Lotus Elise/Exige und ist dem auch äußerlich sehr ähnlich. Der inzwischen nicht mehr hergestellte Tesla Roadster hatte ebenfalls in Teilen auf den Lotus Elise gesetzt – aber nur rund 7 Prozent seien bei beiden Fahrzeugen gleich gewesen, wie das Unternehmen betont hatte.

Dass der Tesla Roadster nicht mehr hergestellt wird, hilft dem Detroit Electric SP-01 sehr bei der Fahrt ins Rampenlicht. Seine Leistungsdaten sind mit dem ehemaligen Konkurrenten vergleichbar. Interessant ist zudem das Duell im Auto-Quartett-Stil zwischen SP-01 und einem Porsche 911. So benötigt der SP-01 lediglich 3,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Porsche 911 ist mit Sonderausstattung in 4,4 Sekunden dabei. Bei der Endgeschwindigkeit hat dann der Porsche wieder die Nase vorn: bis zu 289 km/h im Vergleich zu den 249 km/h des Detroit Electric SP-01. Beim Preis ist wiederum der Elektro-Roadster vorn – oder hinten, je nach Sichtweise: Umgerechnet rund 104.000 Euro soll er kosten, wenn er Ende des Jahres auf den Markt bekommt. Den Porsche 911 gibt es dagegen “schon” ab exakt 90.417 Euro.

Interessanterweise ist der SP-01 zudem aktuell das schnellste Serienfahrzeug, das in der “Motorcity” Detroit hergestellt wird. Er übertrifft dabei auch die Corvette Stingray.

Nur 999 Stück werden gebaut

Wobei “Serie” in diesem Fall relativ ist oder genauer: begrenzt. 999 Stück sollen vom SP-01 letztlich nur hergestellt werden. Ähnlich wie beim Vorbild Tesla sind das Ziel alltagstaugliche Fahrzeuge. Tesla hatte nach dem Roadster mit dem “Model S” eine Limousine vorgestellt und bringt mit dem “Model X” im nächsten Jahr einen kompakten SUV auf den Markt.

Um die Datenliste fürs Auto-Quartett abzuschließen: Rund 1.090 kg bringt der SP-01 auf die Waage. Sein Motor leistet 150 kW (204 PS). Für die Stromversorgung sind zwei Lithium-Polymer-Akkus zuständig, die eine Reichweite von 288 km bringen sollen.

Wer sich einen dieser Elektro-Renner sichern will, findet weitere Informationen auf der offiziellen Website.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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9 Kommentare

  1. Die Beschleunigungswerte sind auch bei Elektrofahrrädern und E-Rollis nicht schlecht :-)

    Das liegt in der Natur der Sache.
    Das Gefühl muss genial sein !
    Ohne Gänge, wie ein Gummiband :-)

    LG
    Flo

    • Ich habe mal einen Tesla Roadster an der Ampel losstarten gesehen – verblüffend ;) Das Ding geht ab wie ein Gokart mit Düsenantrieb ;)

  2. Wie geil :-).
    288 km fahren ist eine Strecke, aber auch mit 250 Km/h? :-)

  3. Ich habe mir den Tesla auch mal angesehen. Er ist zwar ein wenig langsamer, aber egal. Dieses Gefühl ist einfach nur der Hammer. Und wo man lautes Motorenbrummen erwartet, hört man nur ein leises Rollen der Räder. Unglaublich :)

    Leider sind die guten Stücke viel zu teuer, zumindest für meinen Geldbeutel ;-)

  4. Nun, wenn das Teil dann nach 100KM für 5h an die Dose muss, kaufe ich mir lieber einen Hybriden. Aber jedem seinen Spleen.

    • Ach, Spleen. Natürlich kaufts sich das Teil keiner. Und mit Keiner meine ich 0,000001% :-)

      Ich fuhr mal mit einem (voll) Hybrid mit. In meinem Fall einen Touareg. Und man muss schon seeehr vorsichtig anfahren um auch wirklich in den Genuss des reinen elektrischem Fahrens zu kommen. Natürlich hinterlässt, gerade bei den Großschiffen, dies immer einen Hauch von “Greenwashing”. Aber! Es macht höllisch Spaß zu ,,segeln”. Soll heissen auf der Autobahn entspannt auf 150km/h zu beschleunigen um dann per DSG und E-Motor über viele Kilometer wieder auf 120 zu reduzieren. Während der Reduktion hört man lediglich die Reifen da der Motor in den Autostopp-Modus fällt. Und durch das Luftfahrwerk (Comfort) tut sein Restliches um das Gefühl des segeln entstehen zu lassen. Untermalt von Bildschirmen welche jede Bewegung grafisch darstellen Wer nun viel, viel Geld und ein Hauch von Nerd in sich trägt, dass perfekte Auto.

      LG
      Flo

  5. Aus der Abteilung “Nutzloses Wissen”:

    Oma Duck fährt in den Donald Duck-Heften auch ein Auto von Detroit Electric, wahrscheinlich das Modell “Brougham”

    http://duckipedia.de/inde…a_Ducks_Elektromobil

    • Wieso ,,nutzlos” ist doch absolut genial !!!!!!

      Lieben Dank für die Info ;-))

      LG
      Flo

  6. Ich hatte tatsächlich mal das Vergnügen mit eine Probefahrt mit einem Tesla Roadstar zu machen, -es wirklich ein phänomenales Gefühl und die Luatlosigkeit beeindrukct sehr…

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