E-Bike Zeit Eco:
Rasender Schuhkarton

Elektro-Scooter gibt es schon seit einiger Zeit, aber selten sah ein Vertreter dieser Gattung so schräg aus wie der Zeit Eco, der derzeit bei Kickstarter auf die Unterstützung der Community hofft.

Elektroroller Zeit Eco

Elektroroller Zeit Eco

Elektrische Mobilität mit Einspurfahrzeugen ist in aller Munde und die Nutzung von stromgetriebenen Zweirädern kann durchaus als Trend dieser Zeit bezeichnet werden. Neue Scooter und Bikes mit Elektro-Unterstützung erscheinen fast täglich und auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter stellt sich nun ein weiteres Exemplar aus der Gattung E-Scooter vor: Der Zeit Eco fällt vor allem durch sein kantiges Äußeres auf und zeigt einige interessante Details. Aber kann er die Kickstarter-Nutzer damit überzeugen?

E-Bike Zeit Eco (19 Bilder)
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Technische Daten

Der Zeit Eco ist recht übersichtlich: Nur 115 x 85 x 15 cm (ohne Lenker), wobei sich das Vorderrad recht einfach ausbauen lassen soll. Der Formfaktor wird dadurch noch einmal übersichtlicher und der Transport im Kofferraum eines durchschnittlichen aber zeitgemäßen SUVs sollte auf diese Weise einfach möglich sein. Auch das Leergewicht ist mit rund 20 kg (Batterie eingeschlossen) gerade noch im Rahmen, um das Gefährt auf Kofferraumniveau zu hieven.

Angetrieben wird der Zeit Eco von einem bürstenlosen Elektromotor mit eine Leistung von 250 bis 350 Watt. Der verwendete Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator mit einer Nennleistung von 350 Wh soll einem je nach Fahrweise bis zu 40 km Reichweite bieten.

Die Batterie, welche mit einer garantierten Lebensdauer von einem Jahr ausgeliefert wird, gibt es aber auch in einer größeren Variante: Hiermit sollen dann Reichweiten von bis zu 120 km möglich sein. Diese Akkus dürften das Leergewicht des Zeit Eco aber annähernd verdoppeln und die Ladekante des Kofferraums wird schnell zum unüberwindbaren Hindernis.

Gut ausgestattet

Der Zeit Eco ist gut ausgestattet: Integrierte Lautsprecher sorgen vielleicht für genervte Mitmenschen, aber so lässt sich ein flüsterleiser Elektro-Scooter nicht so leicht überhören. Und auch wenn die integrierte Ladebuchse und Lenkerhalterung für Smartphones nicht soweit geht, dass sich damit die Elektronik des Scooters überwachen oder gar steuern lässt, kann man damit immerhin das Soundsystem befeuern und gleichzeitig das Smartphone laden. Und im Staufach innerhalb des Rahmens lässt sich sogar noch ein Tablet-PC oder ein Messenger-Bag gediegen verstauen.

Das im folgenden Video vorgestellte Exemplar des Zeit Eco erscheint leider noch etwas unausgegoren. Die Bedienelemente sehen ein wenig gebastelt aus und die Karosserie hat den Charme eines Schuhkartons. Aber seht selbst:

Im Video entsteht der Eindruck, dass das Fahrverhalten des Zeit Eco ein wenig unruhig ist: Der kurze Radstand und der recht steile Lenkkopfwinkel scheinen hieran sicher nicht ganz unschuldig zu sein. Aber für die Fahrt vom Pendlerparkplatz zum Bahnhof, oder vom Bahnhof zum Büro, in der für Autos ungeeigneten Innenstand, dürfte das vielleicht noch zu verschmerzen sein.

Preis und Verfügbarkeit

Wie bei allen Kickstarter-Projekten ist der Preis variabel und die billigste Variante ist derzeit für umgerechnet rund 1.300 Euro zu bekommen. Dafür soll dieser elektrische Scooter dann im November 2013 den Weg zu seinen Unterstützern finden. Auch die Lieferung außerhalb der USA ist möglich, dann werden aber zusätzliche Versandkosten anfallen: auf Kickstarter geht man von umgerechnet 76 Euro aus.

Noch ist das Interesse bescheiden: Kein einziger Interessent hat sich bislang für eines der Modelle entschieden. Den Machern bleiben gut drei Wochen Zeit, daran etwas zu ändern.

Mehr Informationen auf der Kickstarter-Projektseite des Zeit Eco.

 

Frank Busch

Frank Busch ist einer der Autoren von neuerdings.com. Er ist Internetintensivnutzer, technikaffin und arbeitet hauptberuflich für ein amerikanisches Software-Unternehmen.

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3 Kommentare

  1. Das hier gezeigte Fahrzeug ist in meinen Augen denkbar unpraktisch, zum einen zu groß und zu schwer, zum anderen taugt es bei leeren Akku nur noch zum Schieben.
    Sinnvoller finde ich hier ein Faltrad, welches zum E-Bike aufgerüstet wurde, da sich dieses kleiner zusammenfalten läßt, leichter ist und sich bei leerem Akku auch noch als “normales” Fahrrad nutzen läßt.

    • natürlich wäre das möglich, aber es wäre auch teurer.
      mein kritikpunkt ist vorallem dass es kein auto ist, weil autos haben ein dach und so….
      und dass es nicht aus gold ist.
      bei 1300 euro kann ich das wohl erwarten.

    • Da wäre wohl ein Velomobil mit elektrischer Unterstützung die bessere Wahl, allerdings muss man dann Abstand von der Faltbarkeit und vom Preis, die “günstigste” Variante wäre ab ca. 6000 EUR zu haben, nehmen. ;-)

      Mal im Ernst, günstige faltbare Pedelecs sind ab ca. 600 EUR zu haben.

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