Kickstarter-Hit Udoo:
Mini-PC ist Raspberry Pi und Arduino zugleich

Über ihr Kickstarter-Ziel von 27.000 US-Dollar müssen sich die Macher des Udoo Mini-PC keine Gedanken mehr machen – es ist längst überschritten. Kein Wunder, versprechen sie doch einen Traum für Elektronikbastler, der einen Minimalcomputer à la Raspberry Pi mit Arduino kombiniert und sowohl mit Linux als auch Android funktioniert.

Der Udoo ist ein Mini-PC, der zugleich kompatibel zum Arduino Due ist.

Der Udoo ist ein Mini-PC, der zugleich kompatibel zum Arduino Due ist.

Aktuell haben die Udoo-Macher bereits fast 200.000 US-Dollar via Kickstarter eingesammelt und dabei bleiben noch 50 Tage Zeit. Wer die DIY-Szene verfolgt, wird sich darüber nicht lange wundern: Sowohl der Mini-PC Raspberry Pi als auch der Mikrocontroller Arduino sind hier große Hits. Schließlich ermöglichen sie Experimente und Prototypen für kleines Geld.

Udoo Mini-PC
Der Udoo ist ein Mini-PC, der zugleich kompatibel zum Arduino Due ist.udoo-02udoo-03udoo-04
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Konkret hat der Udoo zwei Prozessoren auf einem Board: Einen ARM i.MXG Freescale für Android oder Linux. Ihn gibt es sowohl als Dual-Core- als auch als Quad-Core-Version zur Auswahl. Außerdem den ARM SAM3X, den man vom Arduino Due kennt. Der Udoo misst 11 x 8,5 cm. Seine Rechenkraft soll die des Raspberry Pi um ein Vierfaches übertreffen und dabei trotzdem sparsam im Stromverbrauch sein.

Einige weitere technische Daten:

  • 1 GB DDR3 RAM
  • 54 Digital I/O und Analog Input (Arduino-kompatibel R3 1.0 pinout)
  • Ethernet RJ45 (10/100/1000 MBit)
  • Wi-Fi
  • Mini USB und Mini USB OTG
  • 2x USB Typ A
  • Audio: Analog-Ausgang und Mikrofon-Eingang
  • SATA (nur Quad-Core-Version)
  • Micro SD für das Betriebssystem
  • Netzteil (5-12V) und Anschluss für externen Akku

Udoo ist bei alldem ein Open-Hardware-Projekt: Alle Baupläne werden auf der Website unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht, so dass Interessierte darauf aufbauen können.

Im folgenden Video stellen sich einige der Macher des Projekts vor und es werden zahlreiche Anwendungsbeispiele für den Udoo gezeigt:

Das Team hinter dem Udoo sitzt in Siena, Pittsburgh, Toronto und Aarhus. Seit einem Jahr arbeiten sie daran und sind nach eigenen Worten nun zu etwa 80 Prozent fertig. Die Boards im Video sind nach ihren Worten funktionierende Prototypen.

Um auf die 100 Prozent zu kommen, sind noch einige Probleme zu beheben, wofür die Macher auf finanzielle Unterstützung via Kickstarter gesetzt haben – und das zweifellos mit Erfolg. Die noch zu überwindenden Hürden sowie der Zeitplan finden sich auf der Projektseite. Demnach sollen die Udoos im September 2013 an die Unterstützer ausgeliefert werden.

Aktuell bekommt man einen Udoo mit Dual-Core-Prozessor noch für umgerechnet etwa 88 Euro inklusive Versand. Von diesem Early-Bird-Special sind allerdings nur noch wenige Exemplare vorhanden. Danach steigt der Preis auf 95 Euro. Für rund 111 Euro gibt es die Quad-Core-Variante. Darüber hinaus gibt es noch “Starter Kits”, die beispielsweise ein passendes Netzteil enthalten.

Alle Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite zum Udoo.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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4 Kommentare

  1. Ich habe ja schon länger mit einen Raspberry geliebäugelt aber nach den Artikel werde ich mich wohl doch noch ein wenig gedulden. Danke für den Block.

  2. Rasberry gibts für 30€. Udoo für 111€? Das ist schon ein gewaltiger Unterschied.

  3. Verrückt! So ein kleiner Computer lol. Finde es an sich eigentlich eine sehr interessante Geschichte. Guter Blog!

  4. Wir reden bei dem 30€ Model des RaspPi vom A-Model (das viel schlechter als der Udoo ist und schlechter als das B Model vom Pi für 40€)
    Und bei dem Udoo für 111€ reden wir von einem Quad Core CPU
    Dazwischen liegen Welten

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