Combimouse:
Tastatur und Maus in einem

Wer sich daran stört, zur Bedienung der Maus die Hand von der Tastatur wegbewegen zu müssen, gehört zur Zielgruppe der Combimouse. Sie ist ein zweiteilige Tastatur-Maus-Kombination, die auf der Plattform Indiegogo nach Unterstützern sucht. 15 Jahre Entwicklungsarbeit sind in das Gadget geflossen.

Ein früherer Prototyp der Combimouse.

Ein früherer Prototyp der Combimouse.

Auch wenn wir hier auf neuerdings.com gern über neuartige Methoden zur Steuerung von Computern schreiben (Kinect, Leap Motion…), steht eines doch fest: Die Computermaus ist noch nicht tot. Der Designer Ari Zagnoev meint, sie sogar teilweise neu erfinden zu können – in dem er sie mit der Tastatur kombiniert. Seit 15 Jahren sei er von dieser Idee “besessen” schreibt er auf der Indiegogo-Projektseite zur “Combimouse” genannten Erfindung. Er teilt die Tastatur dazu in zwei Hälften und die rechte fungiert zugleich als Maus.

Combimouse
Ein früherer Prototyp der Combimouse.KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAKONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAcombimouse-04
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1999 hatte Ari Zagnoev die grundlegende Idee patentiert. Warum es bis 2014 dauern wird, dass die Maus auf den Markt kommt? Zum einen stünden erst jetzt einige notwendige Materialien zur Verfügung, heißt es auf Indiegogo. Und zum anderen mussten wesentliche Detailprobleme gelöst werden. So neigte der rechte Teil der Combimouse zum Verrutschen, wenn man auf ihm schrieb. Logisch, denn sobald er als Maus genutzt wird, soll er ja schließlich leicht über den Tisch gleiten. Dieses Problem soll nun gelöst sein. Wie genau, verrät Ari Zagnoev nicht, denn dieses Detail soll ebenfalls patentiert werden und bis dahin geheim bleiben. Verraten wird aber, dass ein Sensor am rechten Teil der Combimouse erkennen soll, sobald man vom Tastatur- in den Maus-Modus wechseln will. Einige Tasten werden dann entsprechend zu Maustasten.

Im folgenden Video wird das Projekt vorgestellt und man sieht auch einen früheren Prototypen in Aktion:

Wer das Projekt jetzt via Indiegogo unterstützt, schießt dabei zunächst Geld vor, dass die Macher um Ari Zagnoev für eine Phase vor der eigentlichen Massenproduktion brauchen. So soll die Curtin University im australischen Perth die Combimouse nach wissenschaftlichen Maßstäben testen und dabei herausfinden, wie das neue Gadget im Vergleich zur klassischen Kombination aus getrennter Maus und Tastatur dasteht. Dazu möchten sie der Universität zwei Prototypen zur Verfügung stellen, die schon auf den geplanten Komponenten beruhen. Zudem soll vom Indiegogo-Geld ein Patentanwalt bezahlt werden.

Sollte das Ziel von mindestens 20.000 US-Dollar nicht erreicht werden, dampfen sie diese Pläne entsprechend ein. Da es sich um eine Kampagne mit “flexibler Finanzierung” handelt, bekommt das Combimouse-Team so oder so das bis dahin vorgeschossene Geld.

Läuft alles glatt, soll es eine weitere Indiegogo-Kampagne geben, wo es dann um die eigentliche Produktion der Combimouse geht. Alles, was man als Interessent zu den Kampagne beiträgt, soll beim Kauf angerechnet werden.

Die Combimouse soll letztlich im März 2014 auf den Markt kommen. Der Verkaufspreis wird auf 150 bis 200 US-Dollar geschätzt.

Weitere Informationen auf der Indiegogo-Projektseite zur Combimouse. Außerdem gibt es im Combimouse-Blog auch Posts über die Entwicklung des Designs und über mögliche Lösungen für das Thema Scrollwheel.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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