Low Fi High Tech Headphones:
Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

Kann man einen Kopfhörer komplett selbst bauen, ohne auf vorproduzierte Spezialkomponenten zurückzugreifen? Die “Low Fi High Tech Headphones” des Designers J. C. Karich sollen genau das sein. Wer sie nachbauen will, braucht einen 3D-Drucker und einige Basismaterialien.

Die Kopfhörer von J. C. Karich kommen ohne vorproduzierte Spezialkomponenten aus.

Die Kopfhörer von J. C. Karich kommen ohne vorproduzierte Spezialkomponenten aus.

Der in Chile geborene und in Frankreich lebende Industriedesigner J. C. Karich ist im Bereich 3D-Druck schon einigen bekannt. 2011 hatte er seinen “Ear Adapter” vorgestellt. In ihn steckt man Apples Standardkopfhörer ein und macht sie so zum Over-Ear-Kopfhörer. Hergestellt wurde der Adapter per 3D-Drucker. 2012 hatte er den verbesserten “Ear Adapter v2″ gezeigt. Und nun meldet er sich mit den “Low Fi High Tech Headphones” zurück, die noch viel weiter gehen. Diesmal wollte er den Kopfhörer von Grund auf selbst bauen.

Low Fi High Tech Headphones (7 Fotos)
low-fi-high-tech-headphones-01Die Kopfhörer von J. C. Karich kommen ohne vorproduzierte Spezialkomponenten aus.low-fi-high-tech-headphones-03low-fi-high-tech-headphones-04
low-fi-high-tech-headphones-05low-fi-high-tech-headphones-06low-fi-high-tech-headphones-07

Das folgende Video zeigt euch den Kopfhörer. Wie man sieht, hat sich J. C. Karich zusätzlich Gedanken über eine ansehnliche Präsentation der einzelnen Komponenten gemacht. Danach sieht man im Video auszugsweise, wie der Kopfhörer entstanden ist:

J. C. Karich bezeichnet die Low Fi High Tech Headphones als Forschungsprojekt. Entsprechend haben sie nicht den Anspruch, in dieser Form den Markt für Kopfhörer zu revolutionieren. Vielmehr geht es darum, die Grenzen des Machbaren auszuloten. Sogar der Stecker für den Kopfhöreranschluss sollte deshalb nicht einfach im Laden gekauft, sondern selbst hergestellt werden. Und auch wenn der vielleicht nicht vertrauenerweckend aussehe, funktioniere er doch ganz hervorragend, schreibt der Designer.

Der 3D-Druck-Kopfhörer ist an Quellen wie MP3-Playern oder Smartphones allerdings zu leise und benötigt eine zusätzliche Verstärkung. Über den Sound kann man trotz der Hörprobe im Video nur spekulieren – über den Tragekomfort sowieso. Zudem ist im aktuellen Design offenbar nur eine der beiden Hörmuscheln wirklich angeschlossen. Da die Dateien auf Thingiverse zum Download zur Verfügung stehen, kann sich jeder selbst einen Eindruck verschaffen, der Zugriff auf einen 3D-Drucker hat und sich die Bastelarbeit zutraut.

Und wer weiß, wie die nächste Version dieser Kopfhörer ausfallen wird.

Gefunden bei Yanko Design.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

Mehr lesen

Amsterdam: Komplettes Kanalhaus entsteht per 3D-Druck

16.3.2014, 1 KommentareAmsterdam:
Komplettes Kanalhaus entsteht per 3D-Druck

In Amsterdam entsteht derzeit ein Kanalhaus, dessen Bauteile alle aus einem 3D-Drucker namens "Kamer Maker" kommen. Dieses Gerät ist mit 3,5 m Höhe allerdings etwas größer als das, was der eine oder andere von uns auf dem Schreibtisch stehen hat...

KeyMe: Der Zweitschlüssel aus dem 3D-Drucker

28.12.2013, 5 KommentareKeyMe:
Der Zweitschlüssel aus dem 3D-Drucker

In den USA ist ein Dienst an den Start gegangen, der Zweitschlüssel einfach ausdruckt. KeyMe will überteuerten Schlüsseldiensten damit das Ende bereiten, doch es bleiben Sicherheitsbedenken.

Projekt der ETH Zürich: Das Smartphone als 3D-Scanner

13.12.2013, 1 KommentareProjekt der ETH Zürich:
Das Smartphone als 3D-Scanner

Forscher der ETH Zürich haben eine App vorgestellt, mit der das Smartphone zum 3D-Scanner wird. Damit wären die Schweizer nicht die ersten auf dem Weltmarkt, die Lösung wirkt im Vergleich zu Konkurrenzprojekten aber recht fortschrittlich.

Kabellose Sportkopfhörer The Dash: Da ist sie, die eierlegende Wollmilchsau

18.2.2014, 9 KommentareKabellose Sportkopfhörer The Dash:
Da ist sie, die eierlegende Wollmilchsau

Der deutsche Hersteller Bragi will die perfekten Sportkopfhörer erfunden haben: Die beiden "Dash"-Ohrhörer sind kabellos, lassen sich mit Bluetooth ansteuern, besitzen einen integrierten MP3-Player, sind wasserfest, gleichzeitig Fitness-Tracker, schirmen auf Wunsch vor lästigen Hintergrundgeräuschen ab und - ach ja - sollen nicht herausfallen und auch noch toll dabei klingen. Kann das alles wahr sein?

XTZ 12 Sports Kopfhörer: In-Ears nicht nur für Sportler

15.1.2014, 0 KommentareXTZ 12 Sports Kopfhörer:
In-Ears nicht nur für Sportler

Der schwedische Audiospezialist XTZ hat eine "Sports"-Version seiner In-Ear-Kopfhörer XTZ 12 vorgestellt. Gleichzeitig kann der Nutzer eine neue Version der dazugehörigen Digital Sound Processing App herunterladen, die den Klang verbessern soll. Wir haben es ausprobiert.

RunPhones und SleepPhones: Kopfhörer ins Stirnband eingebaut

8.1.2014, 0 KommentareRunPhones und SleepPhones:
Kopfhörer ins Stirnband eingebaut

Audiogerätehersteller Acoustic Sheep wurde auf der Elektronikmesse CES für zwei Stirnbänder mit integriertem Kopfhörer geehrt. Während eins davon für gesunden Schlaf sorgen soll, ist das andere der perfekte Begleiter beim Joggen, weil es ohne Earbuds auskommt.

Ein Pingback

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder