Samsung Galaxy Mega:
Mega groß und mega mittelmäßig

Samsungs Hardware-Zufallsgenerator hat eine neue Produktlinie ausgespuckt: Galaxy Mega. Diese Smartphone-Tablet-Chimären sind sogar noch größer als das Galaxy Note. Schaut man genauer hin, muss man feststellen: Ihre Hardware ist nicht wirklich mega.

Samsung Galaxy Mega 6.3. Leider gibt es keine offiziellen Fotos mit einem Größenvergleich.

Samsung Galaxy Mega 6.3. Leider gibt es keine offiziellen Fotos mit einem Größenvergleich.

Manchmal hat man den Eindruck, Samsungs Mission sei, jede Marktlücke bei Smartphones und Tablets auszufüllen – unabhängig davon, ob diese Marktlücke überhaupt existiert. Die Galaxy-Produktstrategie erinnert somit eher an eine Jagd im Nebel mit dem Schrotgewehr: Irgendeinen Kunden wird man schon treffen, wenn man nur genug herumballert… Ricarda hatte im Februar einmal die Galaxy-Familie vorgestellt. Den Beitrag könnte man im Grunde jede Woche aktualisieren.

Zugleich muss man zugeben: Interessenten haben eine enorm große Auswahl und selbst ungewöhnliche Wünsche werden erfüllt. Was tut man beispielsweise, wenn man gern ein Smartphone hätte, das aber fast so groß sein soll wie ein kleines Tablet? Die gesamte Produktkategorie hört bekanntlich auf den Namen “Phablet”. Jürgen hatte sich Anfang Januar gefragt, ob 2013 wohl das Jahr der Phablets würde. Und von Samsung hört man da eh ein ganz großes “Ja”. Und jetzt sogar ein mega-großes “Ja”.

Samsung Galaxy Mega (13 Fotos)
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galaxy-mega-5-8-05galaxy-mega-5-8-06Samsung Galaxy Mega 6.3. Leider gibt es keine offiziellen Fotos mit einem Größenvergleich.galaxy-mega-6-3-02
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Samsung Galaxy Mega 6.3. Leider gibt es keine offiziellen Fotos mit einem Größenvergleich.

Große Displays, kleine Auflösung

Die neue Produktlinie Galaxy Mega hat zunächst zwei Mitglieder. Das eine hat ein 5,8-Zoll-Display, das andere ein 6,3-Zoll-Display. Und wie es sich aktuell bei Smartphones vielfach eingebürgert hat: Das Modell mit dem größeren Display ist auch das mit den (etwas) besseren technischen Daten. So werkelt im Innern des 5,8-Zoll-Mega ein 1,4-GHz-Dual-Core-Chip, im großen Bruder sind es 1,7 GHz. Technische Gründe wird es dafür wohl eher nicht geben.

Von der Rechenpower her rangieren die Mega-Phones damit zugleich unterhalb des Flaggschiffs Samsung Galaxy S4. Sie sind damit wahrscheinlich gut gerüstet, aber “mega” ist das trotzdem nicht. Das gilt interessanterweise auch für die Displays: Obwohl sie erheblich größer sind, haben sie eine geringere Auflösung als beim Galaxy S4. Beim 6,3-Zoll-“Brettphone” sind es 1.280 x 720 Pixel, beim kleineren Modell gar nur 960 x 540 Pixel.

Interessant sind natürlich noch die Maße. Das 6,3-Zoll-Display findet sich in einem 167,6 x 88 x 8,0 mm großen Gehäuse. Alles zusammen wiegt 199 g. Das 5,8 Zoll steckt in 162,6 x 82,4 x 9,0 mm bei 182 g.

Beide haben eine Kamera vorn mit 1,9 Megapixel und eine Kamera hinten mit 8 Megapixel. Der interne Speicher ist beim kleineren Modell mit 8 GB eher geizig bemessen, im größeren sind auch 16 GB möglich. Beide lassen per microSD-Karte erweitern. Alle technischen Daten erfahrt ihr in Samsungs offizieller Pressemitteilung.

Eine Ladung Samsung-Apps gibt’s dazu

Samsung hebt bei alldem die hauseigenen Software-Lösungen und Android-Anpassungen hervor. So wird Android 4.2 hier natürlich mit der TouchWiz-Oberfläche versehen. Und die beiden Geräte kommen mit einem Schwung an Samsung-Apps daher. Dazu gehört Content Sharing via “Group Play” oder die Übersetzungshilfe “S Translator”. Einige der Apps nutzen dabei das Mehr an Platz aus und lassen sich im Splitscreen-Verfahren parallel betreiben.

Zu den Preise der Geräte gibt es noch keine offiziellen Angaben. Ab Mai 2013 sollen sie in Europa auf den Markt kommen.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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5 Kommentare

  1. Ich persönliche halte dieses Wettrüsten bei der Display-Größe für ziemlichen Unfug.
    Aber gut, jeder hat andere Ansprüche und die bedient Samsung nahezu lückenlos (bzw. schließt jede noch so kleine Lücke).

    Was mich dabei stört, ist, das bei solchen Mega-dumblets keine adäquaten Akkus verbaut werden.
    Zum anderen hat fast jeder ein Smartphone und ein tablet (o.k., ich habe kein tablet, brauche auch keins), wozu also noch solch ein Zwischending?

    Was mir zu der Produktpalette von Samsung schon länger durch den Kopf geht, ist die Frage, ob sie nicht den selben Fehler machen wie Nokia.
    Auch dort gab es früher eine unüberschaubare Masse an Handys, die sich teilweise nur minimal voneinander unterschieden haben.
    Gut, Samsung hat natürlich mehr finanzielle Resourcen und kann auf Bauteile aus eigener Fertigung zurückgreifen, aber trotzdem muß sich zumindest die Mehrzahl der Produkte auch rechnen (Gewinn einfahren).

    Ich war mal großer Samsung-Fan (kann mich noch erinnern, als ich vor ca. 10 Jahren mein erstes gekauft habe, das SGH-X600, und wie ich von den Nokia und SE Besitzern belächelt wurde wegen dem billig-Reis-Handy), aber mittlerweile mag ich die Marke überhaupt nicht mehr.
    Der Coolness-Faktor ist weg (auch wegen der vielen Modelle),
    mehrfach Probleme mit der Technik gehabt, schlechter Service (Garantie/Gewährleistung) und vor allem nur noch billigste Materialien und schlechte Verarbeitung, gepaart mit ultralangweiligem Einheitsdesign.

  2. Absolute Marktüberflutung. Man kennt es auch übertreiben. Also mich würde wirklich interessieren ob es für diese neuen Handys überhaupt eine Zielgruppe gibt.

  3. Ein Mini-Tablet mit das auch für Unterwegs eine SIM-Karte dabei hat. Nicht schlecht. Das Dell Streak hatte nur 5″ Displaygröße als Mini-Tablet mit SIM Karte. Also bedient Samsung die Nische zwischen 5″ und 7″ (wobei das Dell Streak nicht mehr verkauft wird).
    Warum nennt es Samsung den MEGA wo es doch ein Mini-Tablet ist? Oder ist MEGA klein damit gemeint?

  4. Ich finde es toll und werde es mir holen, wenn es nicht zu teuer ist! Ich habe jetzt ein Samsung Galaxy Tab 7.0 Plus als Handy! Find ich wesentlich besser und praktischer als mit zwei Geräten (Handy+Tablet) rumzulaufen.

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