Photon:
3D-Scanner für unter 400 Euro

Wer sich für 3D-Druck interessiert oder generell mit digitalen 3D-Modellen zu tun hat, wird sich für das Indiegogo-Projekt “Photon” interessieren. Das ist ein preisgünstiger 3D-Scanner, der auch noch schick aussieht und sich leicht bedienen lassen soll.

Der Photon 3D-Scanner im Einsatz.

Der Photon 3D-Scanner im Einsatz.

Ein Problem des 3D-Drucks ist neben den hohen Kosten für den Drucker und das Druckmaterial die Frage: Woher bekomme ich eigentlich das 3D-Modell des Gegenstands, den ich gern ausdrucken möchte? Nicht jeder kann und will mit der entsprechenden Software umgehen. Und nicht alles ist auf Plattformen wie Thingiverse zu finden. Hier will der 3D-Scanner Photon zur Seite stehen.

Photon 3D-Scanner
photon-06photon-08photon-09photon-11
photon-14photon-13photon-12photon-10
photon-07photon-05Der Photon 3D-Scanner im Einsatz.photon-04
photon-03photon-01

Das Projekt von Adam Brandejs und Drew Cox aus Kanada wirbt aktuell auf Indiegogo um Unterstützer, um die Massenproduktion des Geräts anschieben zu können. Sie werben damit, das praktisch jeder mit dem Gerät umgehen können soll. Im Prinzip bedient man ihn dabei nicht viel anders als einen 2D-Scanner. In diesem Fall platziert man das einzuscannende Objekt auf dem Gerät und startet den Vorgang. Eine hochauflösende Kamera und zwei Laser sorgen dann dafür, dass die Form des Gegenstands erfasst wird. Die Daten landen via USB auf einem angeschlossenen Rechner und können hier weiterverarbeitet werden. Die mitgelieferte Software funktioniert für Windows, Mac und Linux.

Im Gegensatz zu manchem 3D-Drucker wird der Photon komplett montiert ausgeliefert. Es sind also keinerlei handwerkliche Fähigkeiten vonnöten und man muss ihn nach den Aussagen der Macher auch nicht kalibrieren. Will man ihn nicht immer auf dem Tisch stehen haben, kann man ihn übrigens einfach zusammenklappen und zur Seite stellen.

Je nach Anspruch und Notwendigkeit lassen sich verschiedene Detailgrade des Scans auswählen. Selbst in der höchsten Auflösung soll ein Scan nicht länger als drei Minuten dauern. Das Scan-Objekt darf dabei bis zu 190 x 190 x 250 mm groß sein.

Preise und Lieferbarkeit

Die günstigsten Angebote bei Indiegogo sind schon weg. Aktuell kann man sich einen Photon vorbestellen, in dem man das Projekt mit umgerechnet rund 345 Euro unterstützt. Hinzu kommen noch die Lieferkosten aus Kanada, zu denen es bislang noch keine verbindlichen Aussagen gibt.

Im August 2013 sollen die Geräte ausgeliefert werden.

Alle Informationen hier auf der Indiegogo-Projektseite des Photon.

Gefunden bei Technabob.

Photon 3D-Scanner im Video

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

Mehr lesen

Projekt der ETH Zürich: Das Smartphone als 3D-Scanner

13.12.2013, 1 KommentareProjekt der ETH Zürich:
Das Smartphone als 3D-Scanner

Forscher der ETH Zürich haben eine App vorgestellt, mit der das Smartphone zum 3D-Scanner wird. Damit wären die Schweizer nicht die ersten auf dem Weltmarkt, die Lösung wirkt im Vergleich zu Konkurrenzprojekten aber recht fortschrittlich.

Fabtotum: Die multifunktionale Maker-Maschine

11.9.2013, 0 KommentareFabtotum:
Die multifunktionale Maker-Maschine

3D-Drucker und -Scanner in einem Gerät zu kombinieren, ist bereits eine Besonderheit, aber der Fabtotum geht sogar noch eine Stufe weiter: Mit ihm kann man darüber hinaus auch fräsen und gravieren. Dabei ist er so konstruiert, dass sich Werkzeuge von Drittherstellern mit ihm einsetzen ließen. Und das alles zu einem günstigen Preis.

3D-Multifunktionsgerät AIO Zeus: Gegenstände drucken, scannen, kopieren und faxen

5.9.2013, 0 Kommentare3D-Multifunktionsgerät AIO Zeus:
Gegenstände drucken, scannen, kopieren und faxen

Der AIO Zeus ist nach eigenen Angaben das erste 3D-Multifunktionsgerät: Mit ihm kann man nicht nur Gegenstände ausdrucken, sondern sie auch einscannen, kopieren oder sogar faxen. Seine Macher suchen auf Kickstarter nach Unterstützern und sind damit überaus erfolgreich.

Fever Smart: Das Pflaster mit eingebautem Thermometer

1.10.2014, 1 KommentareFever Smart:
Das Pflaster mit eingebautem Thermometer

Kränkelt das Kind? Hat es Temperatur? Hat sie sich in den letzten Stunden verändert? Diese Fragen kennen Eltern. Das Crowdfunding-Projekt „Fever Smart“ greift einem hier – bildlich – unter die Arme.

Charged Card im Test: Externer Smartphone-Akku im Scheckkarten-Format

29.9.2014, 2 KommentareCharged Card im Test:
Externer Smartphone-Akku im Scheckkarten-Format

Charged Card ist ein externer Mini-Akku, den man aufgrund seiner kompakten Größe mit sich herumtragen kann. Die Idee ist gut. Doch wie unser Test zeigt, ist das ehemalige Crowdfunding-Projekt nur ansatzweise so gut wie erhofft.

Epic Mini: Smartphone am Hals

26.9.2014, 2 KommentareEpic Mini:
Smartphone am Hals

Die Macher des Indiegogo-Projekts „Epic“ gehen mit ihren Smartphone-Ideen in die umgekehrte Richtung des allgemeinen Trends: Ihre Modelle sollen möglichst klein sein. Eines davon ist eine Smartwatch, ein zweites aber finde ich viel interessanter: Das „Mini“ ist so kompakt, dass man es an einem Band um den Hals tragen kann.

2 Kommentare

  1. Auf die Lösung habe ich schon lange gewartet: Einen “3D-Kopierer”, bei dem man auf den Knopf drückt und der Scanner einen Datensatz generiert, den man dann gleich wieder ausdruckt -allenfalls noch um +/- Prozent vergrössert/verkleinert.

    Punkt, den ich dabei sehe: Alle 3D-Scanner sind bisher auf rein konvexe Formen beschränkt -mal eben die zerbrochene Lieblingstasse von Tante Frieda wiederherstellen geht also nicht.. :-)

    Aber sicher ein guter Schritt in die richtige Richtung!

  2. In welchem Format wird denn das Objekt dann abgespeichert? Kann man dies dann in jedem Browser abrufen?
    Grüße Frank

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder