B9Creator 1.1:
Hochauflösender 3D-Drucker für Heimanwender

Der 3D-Drucker B9Creator 1.1 bietet für seinen verhältnismäßig niedrigen Preis eine hohen Auflösung und damit eine hohe Druckqualität. Er ist ein Upgrade des letztjährig über Kickstarter finanzierten B9Creator und wirbt wiederum über diese Plattform um Unterstützer.

B9Creator, ein 3D-Drucker mit hoher Auflöung

B9Creator, ein 3D-Drucker mit hoher Auflöung

Wer im letzten Jahr den B9Creator über Kickstarter erworben hat, konnte bereits hochauflösende 3D-Druckstücke erstellen. Das aktuell über Kickstarter angebotene Modell ist eine Verbesserung dieses Modells. Die Macher haben die Hardware an vielen Stellen überarbeitet. So wurden nach ihren Worten die Präzision, die Genauigkeit und die Druckauflösung verbessert. Wer letzten Jahr bereits den B9Creator erworben hat, muss auf diese Verbesserung nicht verzichten: Da es ein DIY-3D-Drucker ist, kann man gegen eine relativ niedrige Gebühr nicht nur das Projekt finanzieren und unterstützen, sondern auch ein Upgrade-Pack erwerben. Damit bringt man sein Vorjahresmodell auf den Stand des aktuellen Modells.

Ergebnisse des B9Creators
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Gleichwertig druckende Modelle häufig sehr viel teurer

Wer das aktuelle Modell 1.1 erwerben möchte, hat noch wenige Tage Zeit, um umgerechnet mindestens 2.020 Euro zu investieren. Bei dieser Summe bekommt man das komplette Paket zum Selbstbau des Druckers. Für Lieferungen außerhalb der USA kommen rund 78 Euro Versandkosten hinzu.

Was macht aber nun den B9Creator zu einem besseren 3D-Drucker als andere, günstigere Modelle? Mit der vergleichsweise hohen Auflösung des B9Creator ist es möglich, auch filigrane Druckstücke zu erstellen. So lassen sich beispielsweise Schmuckstücke erstellen, bei denen man die einzelnen Schichten nur erahnen kann. Die meisten bisherigen 3D-Drucker für den Hausgebrauch können da nicht mithalten. So übertrifft der B9Creator zumindest laut der veröffentlichten Daten sogar den vielbeachteten 3D-Drucker Form1 deutlich.

Der Grund liegt in der Technik, mit der die 3D-Objekte hergestellt werden. Die meisten derzeit erhältlichen 3D-Drucker aus dieser Preisklasse und erst recht darunter schmelzen Kunststofffäden und tragen sie Schicht für Schicht auf. Ein Beispiel ist der bekannte MakerBot Replicator 2. Der B9Creator hingegen härtet ein spezielles Harz per Lichtprojektor aus. Damit lassen sich erheblich feinere Strukturen herstellen.

Praktische Anwendungsgebiete

Mit dem B9Creator lassen sich aber nicht nur Schmuckstücke herstellen, sondern beispielsweise auch Ersatzteile für Brillen oder detaillierte Figuren. Diese Prototypen lassen sich später als Vorlage für Abdrücke verwenden, die mit Metall gegossen werden. Ist zum Beispiel der Bügel einer Brille beschädigt worden, kann man dies selbst mit ein wenig Aufwand reparieren. Da es für ältere Modelle häufig keine Ersatzteile gibt, lässt sich der verbleibende Bügel scannen, spiegeln und mit dem B9Creator ausdrucken. Die aus dem Modell entstandene Gussform kann man dann dazu verwenden, um einen neuen Brillenbügel zu erstellen. Nachdem dieser an die Brille montiert wird, lässt sich bei guter Arbeit der Unterschied zwischen beiden Bügel nicht mehr kennen. Bilder dazu seht ihr in der Galerie.

Die Auslieferung des 3D-Druckers soll ab Juli stattfinden. Bei einer Summe von umgerechnet 2.020 Euro bekommt man das komplette DIY-Kit. Wer keine Lust auf den Zusammenbau hat, kann sich für 780 Euro mehr das vormontierte und getestete Modell zulegen. Die Macher weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass es keine speziellen Kenntnisse brauche, um den Drucker zusammenzubauen. Innerhalb eines Tages soll man ihn mit üblichem Werkzeug montiert bekommen.

Alle Infos zum B9Creator 1.1 hier auf Kickstarter.

Gefunden bei Gizmag.

 

Ricarda Riechert

Ricarda Riechert ist Autorin bei neuerdings und dem Euronics Trendblog. Sie kann sich sowohl für neue Gadgets, als auch für Fotografie begeistern. Ihre Gamingleidenschaft lebt sie bei Elvun aus.

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Ein Kommentar

  1. Theoretisch alles ganz richtig … in der Praxis steckt der Teufel in vielen Details: Erst muss das Modell an der Plattform vernünftig haften, wozu die Belichtungswerte Erprobungssache sind … dann benötigen “schwebende” Details eine ausgeklügelte Stützkonstruktion, die stabil genug ist, nicht weg geschwemmt zu werden und sich andererseits später rückstandsfrei entfernen lässt – und schließlich ist die Führung der Plattform zu weich und hält der Scherkraft beim “Schichtwechsel” nicht recht Stand, mit der Folge, dass streifige Modelle entstehen können (in der neueren Version verbessert).
    Die geschilderten Scherkräfte demolieren auch immer mal wieder die transparente (teure!) Silikon-Beschichtung der Flüssigkeitswanne, die nur mit viel Geschick wieder aufzubringen ist. Wenn Modellteile sich “unterwegs” unbeabsichtigt gelöst haben (was auch regelmäßig vorkommt), ruiniert das den gesamten Aufbau und man muss die entstandene Monomer-Pampe durchseihen, um die erhärteten Brocken herauszufischen.
    Alles in Allem ein sehr guter Ansatz, aber von einer Anwendungsreife außerhalb des Bastler-Universums noch ziemlich weit entfernt.

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