Wattio SmartHome 360°:
Energie sparen mit Smart-Haus-System aus Spanien

Das spanische Startup Wattio will mit seinem Smart-Home-System beim Senken der Energiekosten helfen. Ergänzend können Nutzer darüber ihren Haushalt teilweise automatisieren und fernsteuern. Jetzt werden auf der Plattform Indiegogo experimentierfreudige Interessenten gesucht.

Aus diesen vier Geräten besteht das Wattio-Smarthome-System: Gate, Thermic, Bat, Pod.

Aus diesen vier Geräten besteht das Wattio-Smarthome-System: Gate, Thermic, Bat, Pod.

Gestern erst hatten wir mit dem “Automatic Link” ein System gezeigt, das aus einem handelsüblichen Auto ein Smartcar machen möchte. Heute geht es smart weiter: Diesmal soll der eigene Haushalt schlauer werden. Das 2010 gegründete spanische Startup Wattio hat sich das auf die Fahnen geschrieben und verspricht: Wir alle können darüber Geld sparen und die Umwelt schonen.

Die Idee ist dabei an sich natürlich nicht neu. Es geht darum, Gerätschaften im eigenen Haushalt von der Nachttischlampe bis zum Kühlschrank in irgendeiner Form zum vielzitierten Internet der Dinge hinzuzufügen. Wir hatten hier u.a. schon Belkin WeMo, Ninja Blocks und SmartThings gezeigt. Jürgen hatte vor ein paar Tagen das Homee Baukastensystem vorgestellt, das gleich mehrere Smart-Home-Systeme miteinander verbinden will. Die Spanier konzentrieren sich bei Wattio aber zunächst ganz auf zwei Themen: Stromverbrauch und Heizung.

Wattio SmartHome 360°
wattio-grafikwattio-renderingwattio-thermicWattio Bat installiert in einem Schaltkasten.
Aus diesen vier Geräten besteht das Wattio-Smarthome-System: Gate, Thermic, Bat, Pod.

Diese beiden Hauptthemen werden vom System erfasst, in Grafiken ausgewertet und zur Steuerung über App oder Weboberfläche angeboten. Damit man die Daten besser einschätzen kann, werden sie anonymisiert mit ähnlichen Haushalten verglichen. Man bekommt auch offenbar direkte Hinweise auf Stromfresser im Haushalt wie beispielsweise einen alten Kühlschrank.

Aktuell besteht das System aus folgenden Teilen:

  • Gate: Dieses Gerät erfüllt zwei Aufgaben, in dem es zum einen die Verbindung zum Clouddienst herstellt und zum anderen per Farb-Display zur Steuerung dienen kann.
  • Thermic: Ein Thermostat, den man mit dem “Nest” vergleichen könnte. Über ihn lässt sich nicht nur die Temperatur regeln, sondern er erfasst auch die Nutzung und gibt Tipps für Einsparungen.
  • Bat: Er wird als “batteriebetriebener Energiemonitor” beschrieben, der bis zu drei Stromkreisläufe im Auge behalten kann und sich direkt im Schaltkasten unterbringen lässt.
  • Pod: Er ist im Prinzip eine schaltbare und fernsteuerbare Steckdose. Zugleich dient er als Erweiterung für das Zigbee-Funknetzwerk, das das System zur Kommunikation untereinander nutzt.

Neben dem Energie sparen preisen die Macher andere Einsatzfelder an. So könne man sich beispielsweise informieren lassen, wenn Kinder den Fernseher einschalten, obwohl eigentlich Zeit für die Hausaufgaben ist. Oder man kann auch im Urlaub Anwesenheit simulieren.

Das “Wattio SmartHome 360°” genannte System soll dabei nach den Plänen der Spanier künftig beispielsweise von Stadtwerken unter dem eigenen Label vertrieben werden. Noch aber ist es nicht soweit und deshalb sucht man über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Interessenten, die das System als erste zum Vorteilspreis ausprobieren möchten. Zudem erhofft sich das Team von diesen frühen Kunden auch wertvolles Feedback.

Konkret werden drei Pakete angeboten:

  • Das “Electric Pack” ist aktuell noch für umgerechnet 125 Euro inklusive Versand zu haben. Es enthält ein “Gate” und ein “Bat”. Damit kann man also seinen Stromverbrauch im Auge behalten.
  • Das “Thermic Pack” ist für rund 130 Euro zu haben und enthält ein “Gate” und ein “Thermic”. Es wendet sich also an alle, die sich vor allem für die Heizungs-Komponente interessieren.
  • Für umgerechnet 155 Euro wiederum gibt es das “Comfort Pack”, das die anderen beiden enthält. Es besteht also aus “Gate”, “Bat” und “Thermic”.

Zu beachten ist, dass diese Preise für “Early Bird”-Kunden auf Indiegogo gelten und schon ausverkauft sein können. Wer sich für die schaltbare Steckdose “Pod” interessiert, kann sie für rund 31 Euro das Stück einem der Pakete hinzufügen.

Weiterhin zu beachten ist, dass die Preise die Nutzung des Clouddiensts von Wattio für drei Jahre enthalten. Danach soll es nach aktuellen Aussagen für 1 US-Dollar pro Monat weitergehen.

Aktuell stehen als Sprachen Englisch und Spanisch zur Auswahl. Weitere Sprachen sind geplant, aber nicht konkret angekündigt. Geplanter Auslieferungstermin ist der August 2013.

Weitere Informationen auf der Indiegogo-Projektseite von Wattio SmartHome 360°.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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