ChargeBite Social Charger:
Gib mir deinen Saft

Wenn der iPhone-Akku fast leer ist, will der “Social Charger” ChargeBite helfen: Man soll sich den fehlenden Saft von anderen iPhone- und iPad-Besitzern borgen. Auf Indiegogo hoffen die beiden Macher auf genügend Unterstützer für ihre Idee.

Zwei helfen, einer ist dankbar: So funktioniert der "Social Charger" ChargeBite.

Zwei helfen, einer ist dankbar: So funktioniert der “Social Charger” ChargeBite.

Die “Generation Ladekabel” hat ein sehr spezielles Damoklesschwert: die Akku-Warnung genau im falschen Moment. Denn Murphy’s Law ist auch hier in Kraft: Der Akku ist bevorzugt dann leer, wenn man das entsprechende Gerät am dringendsten braucht. Ein Schuldiger sind die Hersteller, die die Käufer lieber mit immer größeren und höher aufgelösten Displays becircen, auf der anderen Seite aber den Wettlauf um den besten Akku gar nicht erst antreten. Kein Wunder, dass man zumindest unter den Intensivnutzern von Smartphones und Tablets inzwischen recht regelmäßig externe Zusatzakkus im Gepäck sieht.

Der ChargeBite Social Charger will da zumindest Besitzern von iPhones und iPads mit einer Lösung zur Seite stehen, die sie bequem am Schlüsselbund tragen können und nicht aufladen müssen. Allerdings brauchen sie dazu andere iPhone- und iPad-Besitzer mit einer sozialen Ader in greifbarer Nähe.

ChargeBite Social Charger
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30 Pins sollst du haben

Das Prinzip ist schnell erklärt: Zwei iGeräte mit genügend Saft im Akku helfen einem schwächelnden iGerät aus. Der Social Charger ist eine flache Scheibe mit drei Dock-Connectoren der 30-Pin-Generation. Man steckt alle Geräte an und schon geht der Saftaustausch in der Dreiecksbeziehung los.

Eine offene Frage: Können auch neuere Apple-Geräte mit Lightning-Connector mitmachen, beispielsweise via Adapter? Das ChargeBite-Team versichert, daran zu arbeiten. Demnach könnte es klappe, aber ein definitive Aussage wird erst noch geben. Geräte außerhalb des Apple-Universums sind aber generell nicht dabei.

Klein und praktisch will ich sein

Diesen Schwächen des Konzepts stehen zwei Stärken gegenüber. Zum einen ist der ChargeBite so klein, dass man ihn immer dabei haben kann – ob nun für sich selbst oder um in grenzenloser Selbstlosigkeit anderen zu helfen. Er misst 65 x 55 mm und ist 9 mm dick. Zum anderen ist der ChargeBite immer einsatzbereit und muss nicht wie ein externer Akku ebenfalls versorgt werden, um zu funktionieren.

Die meiste Entwicklungsarbeit ist dabei nach den Aussagen der beiden Macher Liran Elihay und Asaf Gaber in die Effektivität des kleinen Geräts geflossen: Möglichst viel des sozial bereitgestellten Stroms soll schließlich beim strombedürftigen Gerät ankommen. Anfangs habe man jeweils 15 Prozent von den Akkus der beiden gebenden Geräte benötigt, um den Akku des empfangenden Geräts spärliche 5 Prozent aufzuladen. Inzwischen sei man bei 8 Prozent für 5 Prozent angekommen und könne dies im Zuge der Massenproduktion wahrscheinlich noch steigern.

Preise und Verfügbarkeit

Für diese Massenproduktion und die Optimierung des Social Chargers suchen Liran und Asaf nun willige Geldgeber via Indiegogo. Aktuell ist das “Early Bird Special” noch verfügbar: Wer umgerechnet rund 20 Euro vorschießt, dem wird ein Social Charger inklusive internationalem Versand versprochen. Im Juni 2013 wollen sie liefern können.

Alle Informationen hier auf der Indiegogo-Projektseite.

Gefunden via Geeky Gadgets.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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4 Kommentare

  1. Social Charger klingt auch irgendwie besser als “Energy Vampire” oder “Saftschnorrer” ;)

    • Hehe, ja, allerdings ;) Was man als “sozial” bewertet, ist eben auch immer eine Frage der Perspektive… und des Marktings ;)

  2. Ist aber nicht sehr “social”, dass nur Äpfel mitmachen dürfen… Oder sieht es den Erfindern nicht “stylisch” genug aus, wenn nicht 3 identisch aussehende Geräte sich gegenseitig den Saft klauen?!? Technisch wäre es ja kein Problem, auch micro-USB zu unterstützen..

  3. Warum nicht einfach darauf achten, ein Smartphone mit wechselbarem Akku zu kaufen? Ein Ersatz-Akku nimmt weniger Platz weg als dieser Adapter und ist auch sofort einsetzbar. Man sollte Geräte boykottieren, bei denen der Akku fest verbaut ist.

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