Designstudie “Bat”:
Schwebende Computermaus

Der russische Designer Vadim Kibardin verblüfft mit einer Computermaus, die schweben kann. Was sich seltsam anhört und auch entsprechend ungewöhnlich aussieht, hat dabei einen ernst gemeinten Hintergrund.

Schwebemaus "Bat"

Schwebemaus “Bat”

Trotz solcher Innovationen wie Multitouch, Kinect oder Leap Motion ist die klassische Computermaus noch lange nicht ausgestorben. Weltweit werden die digitalen Nager millionenfach über die Schreibtische geschoben. So mancher Nutzer kennt dabei das Problem der “Maushand” oder medizinisch korrekt: Karpaltunnelsyndrom. Der in Russland geborene Vadim Kibardin will dem mit seiner Schwebemaus abhelfen. Denn sie liegt nicht flach auf dem Tisch, sondern schwebt 10 bis 40 mm darüber. Die daraus resultierende Handhaltung soll entspannter sein.

Designstudie Schwebemaus
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Schwebemaus "Bat"

Sein Entwurf einer “Levitating Wireless Computer Mouse” hört auf den Namen Bat und könnte durchaus mehr werden als nur eine Rendergrafik aus dem Computer. Im Moment befindet sie sich laut Website in der Testphase und die Marktchancen für ein solches Gerät werden geklärt.

Die Maus wird dabei offenbar durch starke Magnete in der Schwebe gehalten. Sie befinden sich laut Beschreibung in einem Ring an der Maus. Dazu gibt es eine Basis, die an den Strom angeschlossen werden muss, die Maus selbst funktioniert ansonsten drahtlos. Während die Basis 240 x 240 x 20 mm misst, soll die Maus 135 x 145 x 40 mm groß werden.

Sollte sie je als reales Produkt erscheinen, soll sie aus ABS-Plastik gefertigt und in Schwarz und Weiß angeboten werden. Produktionsstätten wären in den Niederlanden und in China denkbar.

Diese Angaben erscheinen vergleichsweisen konkret, auch wenn auf der technischen Seite noch einige Fragen offen bleiben. Vadim Kibardin ist dabei allerdings nicht irgendwer. Der 1974 geborene Designer kann auf diverse Preise verweisen. Einen davon überreicht der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder persönlich.

Dennoch bleiben auch jenseits der Technik noch einige Fragezeichen: Wie bequem ist es wirklich, eine in der Luft schwebende Maus zu benutzen? Wie zuverlässig und exakt funktioniert sie? Und möchte wirklich jeder Nutzer starke Magneten in der Nähe seines Computers haben?

Ebenso offen bleibt bislang der Preis. Nur eines ist sicher: Sollte die Schwebemaus auf den Markt kommen, wäre sie definitiv ein Hingucker.

Weitere Informationen auf der Website von Vadim Kibardin.

Gefunden bei Yanko Design.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

3 Kommentare

  1. “Einen davon überreicht der damalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder persönlich.” Bin ich gerade Satireresistent oder wurde hier nur was vertauscht? Wenn man “Vadim Kibardin Gerhard Schröder” googlet kommt zuerst diese Seite und sonst nur Randomkram.

  2. Was soll denn der Kommentar: “Und möchte wirklich jeder Nutzer starke Magneten in der Nähe seines Computers haben?” Das Märchen vom pösen Festplattenlöschenden Magneten ist doch nun wirlich alt…

    • Das dachte ich auch gerade. Aber ich kann mir noch andere Gründe vorstellen, an die der Autor vielleicht auch nicht gedacht hat.

      Armbanduhr mit Metall-Band? Kugelschreiber mit Metall-Gehäuse? Lesebrille? Ehering???

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