3D-Druck-Automat und 3D-Scanner vorgestellt:
Das Klonen von Objekten steht vor der Tür

Wer sich zwar für 3D-Druck interessiert, aber nicht so viel Geld für ein solches Gerät ausgeben will, sollte aufhorchen: 3D-Druck-Automaten kommen. Aber nicht nur das treibt diese neue Technologie mit großen Schritten voran, sondern auch andere neue Entwicklungen.

3D-gedruckte 'Cthulhu'-FigurMan stelle sich einmal vor, man könne jedes beliebige Objekt zu Hause einfach klonen. Man legt es in einen Scanner, dort wird es abgetastet und vermessen und dann käme aus dem 3D-Drucker nebenan direkt das identische Objekt heraus. Davon sind wir nicht mehr weit entfernt, denn die Technik dazu ist bereits vorhanden. Nur ist sie noch nicht massenkompatibel.

3D-Drucker haben schlichtweg noch enge Grenzen. Sind sie vormontiert, kosten sie eine Menge, sind sie als Bausatz vorhanden, erfordert es einiges an Kenntnissen und Geschick, um sie zusammenzubauen. Dann müssen sie justiert werden, damit sie auch genau drucken. Die Feinheit des Druckbildes ist abhängig von der Düse und diese ist bei günstigeren Modellen eher grob, sodass man jede Druckschicht erkennt.

Die 3D-Printing-Revolution
3d maker3d fabscanmodell3d fabscan3D dreambox
3d cthulhu20130312_092311

Dreambox Vending Machine macht 3D-Druck erschwinglich

Der 3D-Druck steckt somit noch in den Kinderschuhen, aber könnte jetzt für technisch weniger versierte Menschen einfacher werden. Mit sogenannten 3D-Automaten kann man einen gewünschten 3D-Druckentwurf an den Automaten senden, er führt den Auftrag aus und lagert das fertige Objekt danach in einem Abholungsfach – ähnlich wie bei einer Packstation. Der Kunde wird nach der Ausführung des fertigen Druckauftrags benachrichtigt, dass der Auftrag fertig ist und er ihn abholen kann. Mit dem Druckvorgang selbst muss er sich also nicht auseinandersetzen, da dieser automatisiert geschieht. Dreambox ist der Hersteller solcher Automatenschränke. Gäbe es mehr solcher Automaten, würde das den 3D-Druck einem Massenmarkt zugänglicher machen.

Gleichzeitig kommen nun 3D-Scanner auf den Markt, die mit Laserabtastung Objekte in digitale Daten umwandeln, damit diese von einem 3D-Drucker umgesetzt werden können. Da gibt es das Modell “Digitizer” von Makerbots, über das leider noch keine Daten zu Preis und Verfügbarkeit vorliegen und dann gibt es ein DIY Projekt unter dem Namen FabScan. Für lediglich 100 Euro lässt sich so ein Scanner zu Hause selbst bauen – ein paar Fachkenntnisse vorausgesetzt.

Mit dieser Kombination ist das Klonen von Gegenständen einfacher denn je. Malt man sich einmal aus, wie viel Potential diese Technologie besitzt, dann kann man nur erahnen, wie wichtig sie in Zukunft sein könnte.

Es geht über den eigenen Haushalt hinaus

Generell sollte man dabei über den Horizont des heimischen 3D-Druckens hinausdenken. In der Medizin laufen derzeit Experimente wie man mit 3D-Druck Transplantationen erleichtern kann. Mit Zellgewebe möchte man für solche Zwecke zukünftig nicht nur Haut drucken können, sondern auch ganze Organe. Würde das funktionieren, wären wir unabhängig von Organspenden.

Und es gibt noch zahlreiche Beispiele aus ganz anderen Bereichen. Auf neuerdings.com hatten wir euch beispielsweise schon das Haus aus dem 3D-Drucker und das Hybrid-Auto aus dem 3D-Drucker vorgestellt.

Und es geht auch nicht nur um fertige Produkte, sondern beispielsweise um das schnelle Erstellen von Prototypen in der Hardware-Entwicklung.

Titelfoto mit freundlicher Genehmigung von 3DDinge.de

 

Mehr lesen

Doodle 3D: 3D-Drucke aus simplen Freihand-Skizzen

20.4.2013, 1 KommentareDoodle 3D:
3D-Drucke aus simplen Freihand-Skizzen

Das niederländische Projekt Doodle 3D will eine große Hürde beim 3D-Druck wegnehmen: den Entwurf eines zu druckenden Objekts in einer entsprechenden 3D-Software. Stattdessen wird dieser Schritt (fast) so einfach, wie auf einem Blatt Papier zu zeichnen.

Maki Robot: Einen eigenen Roboter per 3D-Drucker erstellen

15.4.2013, 0 KommentareMaki Robot:
Einen eigenen Roboter per 3D-Drucker erstellen

Maki ist ein Roboter, der sich beinahe vollständig mit einem 3D-Drucker herstellen lässt. Lediglich für die Elektronik muss man auf einen Drittanbieter zurückgreifen.

Low Fi High Tech Headphones: Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

14.4.2013, 1 KommentareLow Fi High Tech Headphones:
Kopfhörer aus dem 3D-Drucker

Kann man einen Kopfhörer komplett selbst bauen, ohne auf vorproduzierte Spezialkomponenten zurückzugreifen? Die "Low Fi High Tech Headphones" des Designers J. C. Karich sollen genau das sein. Wer sie nachbauen will, braucht einen 3D-Drucker und einige Basismaterialien.

Photon: 3D-Scanner für unter 400 Euro

8.4.2013, 2 KommentarePhoton:
3D-Scanner für unter 400 Euro

Wer sich für 3D-Druck interessiert oder generell mit digitalen 3D-Modellen zu tun hat, wird sich für das Indiegogo-Projekt "Photon" interessieren. Das ist ein preisgünstiger 3D-Scanner, der auch noch schick aussieht und sich leicht bedienen lassen soll.

MakiBox: 3D-Drucker für unter 300 Euro

30.5.2012, 16 KommentareMakiBox:
3D-Drucker für unter 300 Euro

Waren 3D-Drucker lange Zeit so teuer, dass nur wenige sie sich als Gadget nach Hause geholt haben, dreht sich die Preisspirale jetzt in interessante Tiefen: 350 US-Dollar (umgerechnet rund 280 Euro) soll die MakiBox aus Hong Kong kosten.

Solidoodle: 3D-Drucker-Preisbrecher für unter 400 Euro

26.4.2012, 16 KommentareSolidoodle:
3D-Drucker-Preisbrecher für unter 400 Euro

Der ehemalige MakerBot-Manager Samuel Cervantes macht seiner alten Firma gehörig Konkurrenz: Solidoodle heißt der 3D-Drucker, den er jetzt auf den Markt bringt. Vor allem der Preis von 499 US-Dollar (rund 380 Euro) dürfte die alten Kollegen ordentlich schlucken lassen.

Die heimlichen Stars der CES: 3D-Drucker «Replicator» und «Cube»

27.1.2012, 5 KommentareDie heimlichen Stars der CES:
3D-Drucker «Replicator» und «Cube»

Nicht nur die ganz Grossen der Branche sind an der CES für Überraschungen gut, auch Nischenplayer warten mit ziemlich coolen Gadgets auf. Herausragendes Beispiel: Hersteller von 3D-Druckern.

Ein Kommentar

  1. Die Dreambox ist eine interessante Idee, ich bin allerdings skeptisch, dass das Teil immer eine gleichbleibende Druckqualität liefert. Wer schon einmal 3D gedruckt hat weiß, dass man da öfter ran muss, bis der 3D-Druck die gewünschte Qualität hat und vorher u.U. jede Menge Fehldrucke fabriziert.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder