RetroN 4:
Vier klassische Spielkonsolen in einem Gerät

Heutzutage hat man nicht mehr viel Platz im Wohnzimmer. Neben aktuellen Spielkonsolen, Receivern, Mediaplayern und natürlich dem riesigen HDTV fehlt es an Raum für die guten, alten Retro-Konsolen wie NES, SNES oder Megadrive. Die Lösung hat der Hersteller Hyperkin parat. Sie nennt sich RetroN und geht bald in die vierte Runde.

Der RetroN 3 bekommt jetzt einen Nachfolger. (Foto: Hyperkin)

Der RetroN 3 bekommt jetzt einen Nachfolger. (Foto: Hyperkin)

Hinter dem Namen RetroN verbirgt sich ein Gerät, das mehrere alte Spielkonsolen in einem Gehäuse vereint. Das seit gut zwei Jahren erhältlich RetroN 3 ermöglicht es, mit einer kleinen Plastikkiste originale NES-, SNES- und Megadrive- Module zu verwenden, also Games aus alten 8- und 16-Bit-Tagen. Der jetzt angekündigte RetroN 4 fügt eine weitere Plattform hinzu, nämlich den Gameboy Advance. Somit gibt’s einen vierten Modulslot für das Verwenden der Spiele für die mittlerweile über zehn Jahre alten Handheld-Konsole.

RetroN 3
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Der RetroN 3 ist bereits seit geraumer Zeit erhältlich. (Foto: Hyperkin)Noch ist nicht ganz klar, wie RetroN 4 aussehen wird. (Foto: Hyperkin)

Verbesserungen

Wer zufällig eine RetroN 3-Konsole besitzt, wird die Makel kennen. So besitzt die Universal-Spielkonsole für Nostalgiker nur einen Composite- und S-Video-Ausgang, was zwar für NES, SNES und Megadrive angemessen erscheint, aber zu Problemen mit manch modernen HDTVs führt – die z.B. gar keinen S-Video-Port mehr besitzen. Das scheint man auch bei Hykerin festgestellt zu haben, denn RetroN 4 erhält einen HDMI-Ausgang spendiert. Durch die integrierte Perdana-Benutzeroberfläche kann man die Darstellung den eigenen Bedürfnissen anpassen, ebenfalls ist von einer digitalen Signal-Übertragung die Rede. Man kann also hoffen, dass die Spiele aus der eigenen Kindheit bestmöglich am großen LED oder Beamer präsentiert werden.

Gespielt wird entweder über zwei schnurlose Bluetooth-Controller, die dem Lieferumfang beiliegen, oder mit originalen Controllern für jede der stationären Konsolen. Ganze sechs Ports erhält RetroN 4 wie schon der Vorläufer, was bedeutet: Man darf jeweils zwei Megadrive-, zwei NES- oder zwei SNES-Gamepads anschließen und die Belegung sogar ändern. Wer die modernen Wireless-Alternativen bevorzugt, sollte auf gute Peripherie hoffen – beim RetroN 3 waren die Pads nicht wirklich überzeugend. Immerhin ist von völlig neuen Eingabegeräten die Rede. Übrigens können NTSC- und PAL- Spiele gleichermaßen verwendet werden. Praktisch.

Offene Fragen

Noch ist nicht ganz klar, wie RetroN 4 aussehen wird. (Foto: Hyperkin)

Noch ist nicht ganz klar, wie RetroN 4 aussehen wird. (Foto: Hyperkin)

Unklar ist noch, ob RetroN 4 den Weg nach Deutschland schafft. Der RetroN 3 kann aber auch hierzulande erworben werden, beispielsweise bei Amazon (Affiliate-Link) oder auf dragonbox.de – ab 70 Euro. Vermutlich wird der Nachfolger preislich ähnlich ausfallen.

Für Sammler dürfte die Konsole in jedem Fall reizvoll sein, schließlich können so die originalen Konsolen in der Verpackung bleiben, ohne dass man auf das Spielen von Super Mario, Sonic, Zelda und die unzähligen anderen Klassiker für die vier Urgesteine verzichten muss.

Bildmaterial von RetroN 4 wurde bisher nicht veröffentlicht, gravierend wird sich die Hardware wohl nicht von RetroN 3 unterscheiden.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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