Samsung Galaxy S4:
Die Gerüchteküche kocht über

Am 14. März will Samsung in New York sein neues Flaggschiff-Smartphone vorstellen. Das Samsung Galaxy S4 soll wieder alle Rekorde brechen und der Konkurrenz zeigen, wohin der Weg gehen wird. Einige Gerüchte rund um das Smartphone geben einen kleinen Einblick, wie das S4 aussehen könnte.

Deutlich zu sehen: Lichthöfe an den Rändern des DisplaysNeben zahlreichen guten und noch sehr viel mehr schlechteren Mockups, die angeblich das S4 zeigen sollen, finden wir einige technisch Daten, die größtenteils bei allen Quellen übereinstimmen. Das bedeutet nicht, dass die Daten glaubhafter sind, denn fast alle Seiten im Netz beziehen sich auf Informationen der Webseite sammobile. Lediglich einige kleinere Details unterscheiden sich je nach Webseite und Autor.

Super AMOLED oder SoLux?

Das Samsung Galaxy S4 soll mit einem 4.99 Zoll (5 Zoll) großen Display auf den Markt kommen. Hier scheiden sich allerdings die Geister, welche Art Display verwendet wird. Die einen sind sich sicher, dass ein Super AMOLED Display eingesetzt wird, andere sprechen von einem SoLux-Display. Quelle dieser Aussagen sind Fotos, auf denen angeblich ein Samsung Galaxy S4 zu sehen ist und das Display starke Lichteinblutungen (Lichthöfe) erkennen lässt. Lichthöfe sind kein Bug oder Fehler, solang sie nicht das normale Bild einschränken und nur bei einem gleichmäßig schwarzen Screen sichtbar sind. Einig ist man sich aber über die Auflösung: FullHD (1080p) soll es sein.

Samsung Galaxy S4 Mockups
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Snapdragon oder Exynos?

Uneinigkeit herrscht auch bei dem verwendeten SoC (System on a Chip). Während die einen behaupten, dass in jedem Fall der Samsung Exynos Octa zum Einsatz kommen wird (2×4 Kerne), prophezeien die anderen, dass dies aufgrund einer zu starken Hitzeentwicklung, die Samsung nicht in en Griff bekommt, nicht eintreffen wird. Stattdessen soll Samsung einen Qualcomm Snapdragon 600 Prozessor einsetzen (vier Kerne). In beiden Fällen soll die Taktung aber mindestens 1,9 GHz betragen. Als RAM sollen 2GB verbaut sein. Das ist sehr wahrscheinlich, da Samsung diese Speichereinheiten nicht nur selbst herstellt, sondern auch bereits einsetzt.

Zwei technische Features sollen Samsung wieder von der Konkurrenz abhängen. Zum einen soll man über Augenbewegungen durch Texte scrollen können – Eyetracking erkennt, wenn sich der Blick am unteren Bildschirmrand befindet und lässt dann den Text weiterscrollen. Zum anderen soll es einen PhotoSphere-Klon namens Samsung Orb geben, mit dem sich 360° Panorama-Fotos anfertigen lassen.

Mit oder ohne LTE?

Ob es LTE und Nicht-LTE Geräte gibt, ist unsicher. Einige Quellen behaupten, dass ausschießlich drei Speichervarianten mit LTE angeboten werden, andere meinen zu wissen, dass es diese Varianten jeweils mit LTE und ohne gibt. Ob wir nun also drei oder sechs verschiedene Variationen sehen werden, entscheidet sich am 14. März.

Optisch haben wir außer diversen Mockups nicht viel zu sehen bekommen. 140,1 x 7,8 x 7,7mm soll das S4 groß sein, einen Homebutton und rechts und links davon Touch-Buttons besitzen. Das Gewicht soll 138 Gramm betragen und mit Schwarz und Weiß gibt es zum Start zwei verschiedene Farben.

Die Kamera auf der Rückseite soll eine Auflösung von 13 Megapixeln haben, während die Frontkamera, die für Videotelefonie und Videochats gedacht ist, 2 Megapixel mitbringt.

Böser Kunststoff?

Etwas, das durch die Medien ging, war die Beschaffenheit des Gehäuses. Hier kann man davon ausgehen, dass Samsung wieder auf Kunststoff setzt. Der Aufschrei, den diese Meldung nach sich zog, war in meinen Augen unverständlicherweise groß. Kunststoff muss nicht unbedingt bedeuten, dass es sich um ein minderwertiges Material handelt, auch wenn Samsung in Vergangenheit bereits bewiesen hat, dass man die Wertigkeit eines Gehäuses allein durch die Beschaffenheit der Oberfläche des Smartphones negativ beeinflussen kann. Kurz – niemand möchte mehr Klavierlack-Smartphones, die bereits zerkratzen, wenn man sie nur falsch ansieht.

Wenn ich die Wahl zwischen Aluminium(legierung), Glas oder Kunststoff habe, würde ich das Kunststoff wählen. Mit Metallgehäusen kann es immer einmal wieder Probleme mit dem Empfang geben und ein weiterer Grund spricht gegen ein Metallgehäuse: Zwar wird es in den Gerüchten nicht erwähnt, aber wenn das S4 mit einem NFC-Modul kommt, und das erwarte ich, dann ist Metall in jedem Fall eine schlechte Wahl. NFC und Metallgehäuse geben häufig Probleme. Deswegen steht auf NFC Tags immer der Hinweis, dass es nicht durch metallene Oberflächen funktioniert. Zwar gibt es Alu-Smartphones, wie das HTC One, die auch mit NFC ausgestattet sind, diese brauchen aber zusätzliche Aussparungen für die Antennen . Damit wäre der Produktionsprozess um einiges aufwendiger und teurer.

Und Glas, wer auch immer auf die Idee gekommen ist, Glas bei einem Smartphone-Gehäuse einzusetzen, scheint nicht zu wissen, wie oft so ein Gerät in seinem Leben unbeabsichtigt herunterfällt. Ich möchte mir kein Smartphone kaufen, das gut aussieht, um es dann in eine hässliche Hülle zu stecken, damit es unter dieser hässlichen Hülle weiterhin gut aussieht.

Neben dieser Reihe an Gerüchten bleibt uns nur noch eins: Wir müssen abwarten, was uns Samsung am 14. März serviert. Unbestätigte Informationen sind und bleiben nur eins: Gerüchte. Und an denen ist ab und zu ein bisschen Wahrheit dran, aber es gibt trotzdem Potential für Überraschungen. Lang dauert es ja nicht mehr.

 

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Ein Kommentar

  1. Warum nichtmal ein Rückteil mit Stoffbezug, das würd eine Hülle gleich mit überflüssig machen :)

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