NEC Medias W:
Das Smartphone mit zwei Bildschirmen zum Aufklappen

NEC hat das Medias W Dual-Screen vorgestellt, ein Smartphone mit zwei Bildschirmen. Und wäre das nicht schon Besonderheit genug, hat dieses Modell einen Klappmechanismus, mit dem sich das Smartphone in eine Art Tablet verwandeln kann.

Das NEC Medias W besitzt zwei Displays und lässt sich aufklappen.

Das NEC Medias W besitzt zwei Displays und lässt sich aufklappen.

NEC hat das Medias W Dual-Screen-Smartphone mit Android erstmalig Ende Januar in Japan gezeigt. Zu dem Zeitpunkt war noch nicht sicher, ob NEC sich damit ins Ausland wagen würde. Nachdem man es aber nun auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigt hatte, kann man davon ausgehen, dass der Hersteller hinter dem Smartphone nun auch nach internationaler Aufmerksamkeit für dieses Modell sucht.

Mittelklassige Technik – gute Idee

Die Technik, die im Medias W steckt, ist dabei nicht herausragend. Ein Dual-Core-Prozessor mit einer Taktung von 1,5 GHz, 1 GB RAM, eine 8-Megapixel-Kamera und 16 GB interner Speicher ordnen das Smartphone eher in die Kategorie “obere Mittelklasse” ein. Interessant ist das Konzept, das dahinter steckt, denn das Smartphone lässt sich aufklappen. Auf beiden Seiten befindet sich jeweils ein Screen mit einer Größe von 4,3 Zoll. Auseinandergeklappt sind diese Screens direkt nebeneinander und können gleichzeitig benutzt werden.

NEC Medias W
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So kann man beispielsweise einen Media Player über die volle Größe beider Screens ziehen und Videos schauen oder man nutzt das Smartphone im Landscape-Modus und hat auf dem unteren Screen eine Tastatur und auf dem oberen die App, die man gerade benutzen möchte.

Nicht das erste Dual-Screen-Gerät

Das Prinzip eines doppelten Displays ist nicht neu. Allerdings hat es sich bislang nicht durchsetzen können. Ob es nun am doppelten Display lag oder der Tatsache, dass die technischen Daten dieser Modelle meist im unteren bis mittleren Segment waren, ist offen.

Zwei Modelle die ebenfalls auf zwei Displays setzten, waren im vergangenen Jahr das Sony Tablet P und das LG Doubleplay. Während das Sony P ebenfalls klappbar war, handelte es sich bei dem Doubleplay von LG um einen Slider, der nicht nur zwei Screens zur Verfügung hatte, sondern außerdem eine QWERTZ-Tastatur links und rechts vom unteren Display. Beide Modelle waren eher Paradiesvögel im Sortiment ihrer Hersteller.

Ein weiteres Dual-Screen-Smartphone macht seit Dezember Schlagzeilen: Das Yota besitzt ebenfalls zwei Displays – eins auf der Vorderseite und eins auf der Rückseite. Bei dem zweiten Display handelt es sich um ein so genanntes E-Ink-Display, auf das man Informationen vom ersten Display senden kann. Diese bleiben dank der E-Ink-Technologie dauerhaft stehen, selbst wenn der Akku des Smartphones leer ist. Das ist zum Beispiel praktisch für Karten oder mobile Reisetickets.

Dual-Screen ist nicht der Schlüssel zum Erfolg

Der Erfolg eines Smartphones wie dem Medias W hängt allerdings vorrangig vom Preis ab. Zwar ist ein doppeltes Display ein schönes Gimmick, wenn es aber teurer ist als gleichwertige Smartphones mit nur einem Display, dann werden nur wenige Kunden zu dem exotischen Doppel-Bildschirm-Smartphone greifen.

Ein Nachteil ist zudem , dass viele Apps nichts mit dem doppelten Display anfangen können. Ähnlich gilt das für den Landscape-Modus: Die Apps drehen sich dann nicht mit, wenn man das Smartphone dreht. Das gleiche Problem haben ebenfalls die meistens Slider-Smartphones, die im Quermodus verwendet werden.

Gefunden bei: Androidauthority

 

Ricarda Riechert

Ricarda Riechert ist Autorin bei neuerdings und dem Euronics Trendblog. Sie kann sich sowohl für neue Gadgets, als auch für Fotografie begeistern. Ihre Gamingleidenschaft lebt sie bei Elvun aus.

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4 Kommentare

  1. Ich denke auch nicht das das Gerät sich verkaufen wird. Ich persönlich würde schon etwas mehr Geld ausgeben aber nicht für 2 Displays sondern lieber für einen flexiblen Display

  2. Ich sehe hier 3 Probleme: Kratzer, die durch die beiden Displays verminderte Akkulaufzeit sowie der schwarze Balken der die Displays im aufgeklappten Zustand voneinander trennt. Klar, das ist technisch (noch) nicht anderst zu lösen, aber für mich ist in diesem Fall allein das schon das K.O.-Kriterium. Naja, ich wünsche NEC nichts desto trotz viel Erfolg, Mühe haben sie sich ja offensichtlich gegeben.

    • Ich denke das kratzzer auf nem gorillaglas display schwer zu machen sind ;-)

  3. Ja, in YouTube-Werbevideos mag dieser Eindruck durchaus entstehen. Aber wenn ich mir mein S3 anschaue, welches sich in der Eile auch mal die Hosentasche mit dem Schlüssel teilen muss, dann bin ich leider gezwungen zu sagen, dass es mit der Kratzfestigkeit von Gorillaglass Displays nicht sehr weit sein kann… Gleiches damals mit dem S2 und dem Desire.

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