Geräteklassen ad absurdum geführt:
Asus deklariert das 7 Zoll große Fonepad als Smartphone

Auf dem Mobile World Congress hat Asus das Fonepad vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein sieben Zoll großes Smartphone, das zu einem vergleichsweise interessanten Preis von 220 Euro auf den Markt kommen soll.

Das Asus Fonepad ist ein Smartphone im Tabletkörper.

In Zeiten, in denen die Leute darüber streiten, ob ein Gerät nun ein Smartphone, Smartlet, Fablet oder Tablet ist, macht es sich Asus einfach, die Menschen noch mehr zu verwirren. Die Taiwaner bringen ein Smartphone in Tabletgröße heraus und nennen es dann einfach Fonepad. Was es der Definition nach nun aber wirklich ist – das verursacht auch bei mir Schulterzucken, denn mit sieben Zoll würde ich es definitiv zu den Tablets zählen, auch wenn es eine Telefonfunktion besitzt. Vielleicht sollten wir uns gerade in dieser Zeit aber auch von der Idee verabschieden, mobile Devices wie das Fonepad und auch wie die Note-Modelle von Samsung in eine dieser Kategorien einordnen zu wollen, denn dieser Einordnung würden sie vermutlich nie ganz gerecht werden.

Asus Fonepad
Asus Fonepad titanium grey2Asus Fonepad champagne gold 2Asus Fonepad titanium greyAsus Fonepad champagne gold
Asus Fonepad2Asus Fonepad


Fonepad und Padfone – Nicht verwechseln!

Nicht zu verwechseln ist das Fonepad mit dem Padfone. Auch wenn Asus hier große Kreativität und Ähnlichkeit bei der Namensgebung gezeigt hat, ist das Fonepad ein für sich allein stehendes Gerät und kein Hybrid, der durch Kombination in mehrere Geräte gewandelt werden kann. Zur Erklärung: Das Padfone ist ein Smartphone von Asus, das sich in en Tablet-Gehäuse stecken lässt und damit das Tablet zum Leben erweckt. Beim Fonepad wird nichts kombiniert. Hier versucht Asus alles in einem Gehäuse unterzubringen und dann mit sieben Zoll einen Kompromiss zu finden, der beiden Geräten gerecht werden kann. Telefonieren kann man dann auch, aber das dann über einen Stylus-Pen, den man sich an das Ohr hält. Das dürfte übrigens auch ähnlich ‘interessant’ aussehen wie ein sieben Zoll Fonepad, mit dem man dann telefoniert:

Wenn man sich das Gerät anschaut, kommt man nicht umhin, sich zu fragen, was das Ganze eigentlich soll. Wieso bringt man ein Smartphone auf den Markt, das eigentlich ein Tablet ist? Asus hat mit diesem Modell die Grenze zwischen Smartphone und Tablet durchbrochen. Das ist zumindest in meinen Augen schon ein wichtiger Schritt, denn ab jetzt müssen wir uns fragen, ob wir wirklich noch in Smartphone und Tablet unterscheiden wollen, oder ob wir nicht einen ganz neuen Begriff brauchen jenseits von Smartlet und Fablet.

Zum anderen kann Asus durch die Preispolitik, die sie an den Tag legen, ein interessantes Produkt zu einem interessanten Preis anbieten. 219 Euro soll die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers für Europa sein. Hier können wir noch ein wenig abziehen und bekommen dann den “Straßenpreis”, also den Preis für den das Modell real angeboten wird. Ich schätze also, dass es das Gerät bei uns dann für circa 200 Euro geben wird. Und für 200 Euro bekommt man praktisch nicht nur ein Smartphone, sondern auch gleichzeitig ein Tablet.

Technisch eher Mittelklasse

Schaut man sich allerdings die technischen Daten des Geräts an, kann schon ein wenig Ernüchterung mitspielen. In dem Gerät ist ein Intel-Prozessor verbaut und hier auch nur ein Single-Core-Modell (1,2 GHz Atom Z2420). Theoretisch kann es dieser zwar mit den heutigen mobilen Dual-Core-Prozessoren aufnehmen, aber auch diese kommen bei den derzeiten Anforderungen oft ins Stocken. Anders ist es bei dem Fonepad auch nicht. Hier muss man sich ebenfalls darauf einstellen, ein nicht komplett flüssiges Bedienerlebns zu bekommen. Bei 200 Euro Straßenpreis wird das allerdings eher in die Kategorie “Jammern auf hohem Niveau” fallen, denn vergleichbare Android-Smartphones anderer Hersteller werden hier ebenfalls ihre Probleme haben.

Die übrigen technischen Daten befinden sich in einem ähnlichen Mittelklasse-Niveau. Während das amerikanische Modell neben der 1,2 Megapixel auflösenden Frontkamera ebenfalls eine 3 Megapixel auflösende Rückkamera besitzt, fehlt diese leider bei dem Modell, das nach Europa kommen wird. Dafür haben wir dann 16GB internen Speicher im Vergleich zu 8GB bei der amerikanischen Variante. Diese lassen sich dann für die ganz speicherhungrigen User mit einer SD-Karte bis zu 32GB aufrüsten. Als Androidversion kommt die etwas veraltete Jelly Bean 4.1.2 zum Einsatz. Bereits ab März wird das Fonepad für 219 Euro UVP in den Farben Titanium Gray und Champagne Gold erhältlich sein.

 

Ricarda Riechert

Ricarda Riechert ist Autorin bei neuerdings und dem Euronics Trendblog. Sie kann sich sowohl für neue Gadgets, als auch für Fotografie begeistern. Ihre Gamingleidenschaft lebt sie bei Elvun aus.

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2 Kommentare

  1. Wieso wird ein so großes Bohai um die Telefoniefunktion gemacht? Die ersten Android Tablets, wie das Samsung Galaxy Tab, boten doch auch schon diese Möglichkeit.

    Überhaupt: Warum sollte man mit einem Tablet nicht telefonieren können?

  2. Warum muss der Hobel nen so dicken Rand haben?
    Ohne, gäbs ja die Chance, das es man es noch in ne Tasche bekommt…

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