Rhino Shield:
Splitterschutz-Folie für Touchscreens

Die Folie “Rhino Shield” will ein Erste-Welt-Problem oberster Priorität beheben: gesplitterte Touchscreens. Es soll das weit verbreitete “Gorilla Glass” um Längen schlagen und die Macher demonstrieren das in einem kuriosen Video.

Das Rhino Shield will die Splittergefahr bei Touchscreens massiv verringern.

Das Rhino Shield will die Splittergefahr bei Touchscreens massiv verringern.

Das “Gorilla Glass” des US-amerikanischen Spezialisten Corning dürfte heute vielen Smartphone-Besitzern ein Begriff sein. Das widerstandsfähige und kratzfeste Glas wurde 2006 für das erste iPhone produziert. Das Unternehmen griff dafür auf eigene Forschungsergebnisse aus den 60er Jahren zurück, die über Jahrzehnte eingemottet waren. Und auch wenn Gorilla Glass in hohem Maße kratzfest ist, ist es doch bei weitem nicht davor gefeit zu splittern. Smartphones mit der “Broken Glass”-App sind heutzutage alltäglich. Das muss doch nicht sein, dachten sich zwei Doktoranden der Cambridge University. Nun stellen sie via Kickstarter “Rhino Shield” vor.

Rhino Shield
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Ein Jahr Arbeit sei in die Entwicklung des Rhino Shield geflossen, heißt es auf der Kickstarter-Projektseite. Das Geheimnis des Materials wird natürlich nicht verraten. Patente haben die beiden Macher nach eigenen Aussagen dafür angemeldet. Die Folie ist 0,28 mm dick. Eine typische Schutzfolie sei zwischen 0,15 und 0,20 mm dick. Sie soll die Funktion des Touchscreens nicht beeinträchtigen und mit ihrer oliophoben Beschichtung zudem Fingerabdrücken entgegenwirken.

Aber nicht nur in die Forschung, auch in ihr Kickstarter-Projekt haben die Macher einige Mühe investiert – vor allem in den folgenden kuriosen Film. Er demonstriert die Eigenschaften des Rhino Shield:

Über Kickstarter soll nun also die Anschubfinanzierung für den Start der Massenproduktion zusammenkommen. Dabei haben die Macher gleich zum Start eine lange Liste von diversen Geräten, für die es passende Rhino Shields gibt. Darunter nicht nur die üblichen Verdächtigen wie iPhone 4/4S, iPhone 5 und Galaxy SIII, sondern auch Nexus 4, Galaxy Nexus, Blackberry Z10 und diverse Tablets vom iPad über das Galaxy Note 10.1 bis hin zum Kindle Fire.

Die Rhino Shields kosten ja nach Gerät umgerechnet 14, 18,60 oder 23,20 Euro. Für die Tablet-Folien fällt außerhalb von UK noch 1,20 Euro für die Lieferung an. Im April sollen die Folien ausgeliefert werden.

Wie gut die Folie tatsächlich schützt, wird man erst nach unabhängigen Tests sehen. Und ob das Team nach der Forschungsarbeit nun auch Herstellung und Vertrieb der Rhino Shields gemeistert bekommt, kann ebenfalls niemand garantieren. Das ist der Unsicherheitsfaktor bei den meisten Kickstarter-Projekten.

Weitere Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite und der offiziellen Produktseite.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Die Folie ist 0.28mm dick (0.028cm steht im Text *g*)

    Bei 2.8mm wäre der Touchscreen ziemlich funktionslos :-))))

    • Aaaah, verdammt. Vielen Dank für den Hinweis. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, warum mir das beim Schreiben nicht selbst aufgefallen ist… Ist korrigiert.

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