Epiphany One Puck:
Kaffeetasse als Kraftwerk?
Das Kickstarter-Projekt One Puck von Epiphany soll Smartphones laden, indem Wärmeenergie in Elektrizität umgewandelt wird.

One Puck Ladegerät (Quelle: Kickstarter)
Je größer der Temperaturunterschied zwischen der kalten (blauen) und warmen (roten) Seite, desto größer ist der Strom, der erzeugt wird. Dieser wird in einem kleinen integrierten Akku zwischengespeichert, der wiederum das angeschlossene Smartphone lädt.
One Puck soll unter idealen Bedingungen, also mit einer frischen Tasse heißen Kaffees auf der roten Seite, 5 Watt erzeugen (1.000 mA bei 5 V), das entspricht dem Strom, den die meisten Smartphones benötigen, um schnell geladen zu werden. Der folgende Videoclip zeigt, wie One Puck funktioniert.
Merkwürdigerweise spricht der Entwickler in einem anderen Video auf der Kickstarter-Seite davon, dass One Puck auf dem Prinzip des Stirlingmotors basiert. Allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass zwei Kammern mit Gas in dem Puck stecken, und das ein Kolben die Wärmeenergie in Strom umsetzt. Es ist wohl wahrscheinlicher, dass One Puck den Seebeck-Effekt ausnutzt, ähnlich wie der Biolite Campstove-Kocher, über den wir bereits berichtet haben.
Auf jeden Fall sind mittlerweile bereits fast 80.000 US-Dollar von den benötigten 100.000 US-Dollar zusammengekommen, und die Finanzierungsrunde läuft noch circa 7 Wochen.
Wer das Projekt unterstützen möchte, zahlt 115 US-Dollar (umgerechnet etwa 85 Euro) plus 15 US-Dollar (11 Euro) für den Versand. Dafür gibt es dann ab März nicht nur einen One Puck, sondern auch noch ein T-Shirt dazu.
Mehr Info erhaltet ihr auf der Kickstarter-Projektseite. Auf der Seite des Unternehmens Epyphany Laboratories passiert noch nicht viel.



























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17. Februar 2013 um 9:17
Moin,
da sollte man nach diesem System einen Laptopunterlage für den Schreibtisch konstruieren oder ein Tablet für den Sofaeinsatz…. ;-)
Gruss
Zickel
17. Februar 2013 um 16:24
Das One Puck Ladegerät müsste über 100 Jahre funktionieren, damit sich diese Investition armortisiert.
18. Februar 2013 um 14:44
Das ist doch echt ein Witz. Mit jeder Umwandlung der Energie wird die Energieeffiziens verschlechtert. Am besten direkt aus Strom die Batterie laden ohne Umweg über Wassererwärmung und dann sehr wahrscheinlich via Peltieelement die Wärme wieder in Strom umwandeln. Würde die ganze Welt solch ineffiziente Geräte einsetzen, müssten wieder einige Atomkraftwerke gebaut werden… Die Amerikaner waren schon immer sehr innovativ.
18. Februar 2013 um 16:50
Smartphones und Kaffeetassen sind keine guten Freunde… :D
19. Februar 2013 um 12:15
“unter idealen Bedingungen, also mit einer frischen Tasse heißen Kaffees auf der roten Seite, 5 Watt erzeugen (1.000 mA bei 5 V)”
ideale bedingungen wären dann -273°C auf der blauen seite oder?
geht man mal von 50% wirklungsgrad aus dürfte der Kaffee bei 5W sehr schnell kalt sein :-)
was für ein Mißt