Wikipad erneut angekündigt:
Günstiges Android-Gamingtablet, nächster Anlauf

Wikipad? Da war doch was? Richtig: Vor ziemlich genau einem Jahr stellte die Wikipad Inc. ein Android-basiertes Tablet für Spieler vor. Nach allerlei Konzeptänderungen steht nun fest: Da kommt noch was! Und zwar im Frühling 2013.

Das neue Wikipad erhielt auch ein frisches Design. (Foto: Wikipad)

Das neue Wikipad erhielt auch ein frisches Design. (Foto: Wikipad)

Wir erinnern uns: Im Januar 2012 präsentierte ein bis dato unbekanntes Unternehmen auf der CES das Wikipad. Es war von einem 8-Zoll-Tablet die Rede, das für etwa 200 US-Dollar erscheinen sollte – trotz Hightech. Beispielsweise wollte man einen Touchscreen mit Full HD-Auflösung und stereoskopischem 3D verbauen – ähnlich dem Nintendo 3DS. Zusätzlich war von einem Tegra-3-Prozessor, 8 GB Flash-Speicher und einem speziellen Marktplatz für 3D-Apps sowie Filmen die Rede.

Dann folgte eine lange Pause, um im September 2012 eine komplette Überarbeitung des Konzeptes zu servieren. Plötzlich war das Wikipad ein 10,1 Zoll großes Gamingtablet mit IPS-Display (1.280 x 800 Bildpunkte), 1 GB RAM, aufsteckbarem Game-Dock und mindestens 16 GB Flash-Speicher. 500 US-Dollar sollte der Spaß nun kosten, dafür aber zugleich das erste Gamingtablet mit PlayStation-Mobile-Zertifizierung sein und ab dem 31. Oktober 2012 exklusiv beim Händler Gamestop verkauft werden.

Auch das wollte nicht klappen.

Wikipad
So sah die erste Version des Wikipad aus - Anfang 2012. (Foto: Wikipad)wikipad_altwikipad-alt_neuwikipad_alt_neu_2
wikipad-3Das neue Wikipad erhielt auch ein frisches Design. (Foto: Wikipad)Wikipad-WP005-Press2-20130206Wikipad-WP005-Press1-20130206

Und nun? Jetzt scheinen die Verantwortlichen den richtigen Weg gefunden zu haben – zumindest dürfen wir das hoffen. Die Wikipad Inc. kündigte nun eine neue und mit etwas Glück wirklich endgültige Variante des Tablets für Gamer vor. Dieses soll bereits im Frühling 2013 für 249 US-Dollar (umgerechnet etwa 185 Euro) in den USA in den Ladenregalen aufschlagen.

Das neue, alte Wikipad

Im Großen und Ganzen hat sich gegenüber der 10-Zoll-Variante nicht allzu viel getan: Das überarbeitete Wikipad erhält ein 7 Zoll großes ISP-Display mit 5-Punkte-Touchscreen, einer Auflösung von 1.280 x 800 Bildpunkten und einem (eigenen Aussagen zufolge) sehr leuchtintensivem Bild. Verbaut wird ein Tegra-3-Chip von Nvidia, der auf 1 GB RAM und 16 GB Flash-Speicher zugreift. Einen microSD-Kartenslot gibt es ebenfalls. Das Tablet bekommt weiterhin eine 2-Megapixel-Kamera, Wi-Fi, Bluetooth 4.0, einen micro-HDMI-Ausgang und typische Features wie Gyroskop, Kopfhörer-Ausgang und einen Mini-USB-Slot zum Aufladen des 4.100 mAh starken Akkus.

Die Besonderheit des Wikipad bleibt bestehen: Möchte man spielen, verwendet man den Game-Controller, in den man das Tablet steckt. Dieser bringt zwei Analogsticks, ein Steuerkreuz, diverse Buttons und Stereo-Lautsprecher mit. Etliche Spiele werden explizit unterstützt – in welcher Form (Software-Mapping?), das wird gegenwärtig nicht verraten. Auf jeden Fall kann man das Gerät als ganz normales 7-Zoll-Tablet verwenden, wenn keine echten Knöpfe benötigt werden.

Android 4.1

So sah die erste Version des Wikipad aus - Anfang 2012. (Foto: Wikipad)

So sah die erste Version des Wikipad aus - Anfang 2012. (Foto: Wikipad)

Das Wikipad setzt auf Android 4.1 – vermutlich in einer unmodifizierten Version. Denn der Hersteller betont, dass man vollen Zugriff auf Google Play, die Nvidia Tegrazone und auf den Amazon AppStore erhalten wird. Zusätzlich besitzt das Tablet nach wie vor PlayStation-Mobile-Zertifizierung, sodass man diverse Spiele und PS-One-Klassiker nutzen kann, die Sony separat auf der PlayStation Vita und ausgewählten Smartphones anbietet.

320 g wiegt das Wikipad im Normalfall. Mit dem Gaming-Controller bringt es 760 g auf die Waage – nicht ganz wenig. Unklar ist noch, ob es das „Spielzeug“ nach Europa schafft. Derzeit ist das Wikipad nur für den US-Markt geplant. Apropos: Auch die 10-Zoll-Variante soll noch nicht vom Tisch und unverändert geplant sein. Ob es jemals erscheint? Das ist wohl vom Erfolg des kleinen Wikipads abhängig. Letztlich konkurriert es schließlich mit mittlerweile vielen anderen Android-Tablets im 200 Euro-Segment. Und ob die physischen Tasten eine echte Bereicherung darstellen, kann aktuell nur spekuliert werden.

Weitere Details auf der offiziellen Webseite.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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2 Kommentare

  1. Hm. Selbst wenn es jetzt heraus kommen sollte denke ich werden zugleich oder wenig später die ersten Tabs mit Tera 4 heraus kommen. Aber Preis/Leistung geht schon in Ordnung beim dem Wikipad.

  2. für mich wäre das 3d-Display der Haupkaufanreiz gewesen, so ist das Wikipad bloß dummes Spielzeug.

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