Gamers Paradise:
Der optimale Schreibtisch (nicht nur) für Spieler?

Mit “Gamers Paradise” will ein kleines kanadisches Team den perfekten Schreibtisch für Spieler entworfen haben. Käufer erhalten hier keineswegs ein verspieltes Möbelstück, sondern einen Tisch mit naheliegenden, sinnvollen Funktionen.

Der Multifunktionstisch für Spieler. (Foto: Kickstarter.com)

Der Multifunktionstisch für Spieler. (Foto: Kickstarter.com)

Es ist schon seltsam, wieso es nicht längst überall für den Heimgebrauch Schreibtische gibt, in denen Standard-Anschlüsse für heutige Computer fest integriert sind. Das dachte sich vermutlich auch der Kanadier David Wrobel, der daraufhin den Gamers Paradise entwarf. Herausgekommen ist ein Schreibtisch, der von Haus aus sieben USB-2.0-Ports, zwei HDMI-1.4b-Anschlüsse und Verbindungen für Mikrofon, Lautsprecher und Kopfhörer (jeweils 3,5 mm) besitzt. Die dafür nötigen Kabel wurden direkt im Inneren verlegt, sodass lästiges Herumhängen dieser im besten Fall der Vergangenheit angehört. Auf Knopfdruck ist es auch möglich, zwischen Headset bzw. Kopfhörer und Lautsprechern zu wechseln, ein Schalter befindet sich auf der Vorderseite des Tisches.

Gamers Paradise
Der Multifunktionstisch für Spieler. (Foto: Kickstarter.com)gamers-paradise-4gamers-paradise-3gamers-paradise-2
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Sechs Steckdosen sollten für den normalen Gebrauch ebenfalls genügen, diese befinden sich auf der Hinterseite des über 1,5 Meter langen Tisches. Ein wenig Spielerei darf beim Gamers Paradise natürlich nicht fehlen – LED-Beleuchtung bringt auf Knopfdruck Stimmung in die abgedunkelte Zockerbude. Oder ins normale Arbeitszimmer. Denn das Möbelstück mit seiner Tiefe von knapp 70 cm dürfte sich aufgrund seiner unaufgeregten Optik auch für den Alltag in einer eher spießbürgerlichen Eigentumswohnung eignen.

Als Material verwenden die Schöpfer Kohlefaser-Vinyl und einer Stahl-Verzierung. Das Computergehäuse, welches sozusagen dank kleiner Seile in der Luft über dem Boden schwebt, kann bis zu 50 kg schwer sein.

Geld benötigt

Sicher nicht nur weil es aktuell trendy ist, ist Gamers Paradise noch kein finales Produkt. Aktuell sammeln David Wrobel und seine Kollegen bei Kickstarter 75.000 US-Dollar ein. Derzeitiger Stand: rund 15.000 Dollar. Klappt die Finanzierung oder wird die anvisierte Summe übertroffen, soll es überaus sinnvoll erscheinende, höhenverstellbare Füße (ab 110.000 Dollar Finanzierung) oder eine separate Halterung für ein Headset (ab 150.000 Dollar) dazu geben. Regulär kostet ein Gamers Paradise 489 Dollar (umgerechnet etwa 360 Euro) – sofern man bereit ist, Geld vorzuschießen. In den Handel soll er im Jahresverlauf für 589 Dollar kommen.

Wir Europäer werden nicht ignoriert: Wer Interesse an einen solchen Tisch besitzt, gibt 75 US-Dollar (etwa 55 Euro) vorab und zahlt den Rest, sobald der Tisch Ende 2013 in hiesigen Gefilden verkauft wird. Die integrierten Steckdosen liefern die passende Volt-Zahl, man wird für seine Stecker aber Adapter brauchen.

Im folgenden Video stellt euch David Wrobel den Tisch vor:

In jedem Fall hinterlässt Gamers Paradise einen positiven Eindruck, dank der logischen, guten Ideen: Keine Kabelei, sinnvoll angeordnete Anschlüsse – andererseits fehlt das heutzutage doch nicht unwichtige Element der Individualisierung. Der Tisch ist nicht in mehreren Farbvarianten, Materialien oder Größen verfügbar. Ob hier noch etwas in Zukunft vorgesehen ist? Das wird sich zeigen. Der eine oder andere würde sicher auch einen solchen Arbeitsschreibtisch für seinen Laptop oder Mac gebrauchen können. Immerhin stellt David Wrobel mindestens drei weitere Versionen des Gamers Paradise in Aussicht. Konkret ins Detail ging er auch auf unsere Anfrage hin allerdings noch nicht.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten,  darunter Polygamia.de und GamingGadgets.de.

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4 Kommentare

  1. Wie jetzt, Platz nur für einen 27-Zöller? Geht gar nicht :)

  2. Eine total gute Idee! Für die “Grünheit” des Angebots sollten die Steckdosen aber noch per Taster einzeln an und ausschaltbar sein – vlt auch per smartphoneapp ;-)

    • Was ist denn dann daran grün, wenn eine Steuerelektronik wieder Strom verbraucht, um andere StandBy-Geräte abzuschalten?

      Ansonsten ist der Tisch nicht breit genug.

    • war leicht ironisch gemeint.. ging mir eher um die usability. aber ohne fernsteuerung wird nix verbaucht, ein taster mit relais tuts ja auch =)

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