Bastlertraum für 25 Euro:
Raspberry Pi Einstiegsgerät “Model A” jetzt verfügbar

Die abgespeckte Einsteigerversion des Raspberry Pi kommt nach Europa und auch vorerst nur dorthin. Das Model A des Do-it-Yourself-Computers verzichtet im Vergleich zum Model B auf einen Ethernet-Port, hat weniger RAM und nur einen USB-Steckplatz, kostet dafür aber nur knapp 25 Euro.

Der Raspberry Pi ist ein Computer im Minimalformat.

Der Raspberry Pi ist ein Computer im Minimalformat.

Kultig, günstig und mit Preisen überhäuft: Der Raspberry Pi lässt Träume wahr werden. Auf nur einer kleinen Platine ist praktisch alles untergebracht, was ein vollwertiger PC braucht: Prozessor, Speicher, Schnittstellen. Nur das Gehäuse hat man weggelassen. Man kann aber im Store für wenige Euro eins dazu bestellen. Dafür kostet die erste Version des Raspberry Pi, das Model B, auch nur 35 US-Dollar. Wenn auch nicht mit der allerstärksten Hardware ausgestattet: Die kleine Platine eignet sich perfekt für Bastler oder für den Schulunterricht: Seht her, so sieht ein PC aus, und viel mehr braucht es dazu nicht. Nun ist die noch preiswertere Version auf den europäischen Markt gekommen: das Model A.

Raspberry Pi
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Arduino

Das seit langem angekündigte Model A steht für offiziell 25 US-Dollar in Europa und damit auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Verkauf. Folgt man dem Link zu RS Delivers, wird der Preis dort mit 24,53 Euro inklusive Steuern angegeben. Als Versandkosten kommen 6,28 Euro obendrauf. Der Gesamtpreis beträgt also 30,81 Euro. Zusätzlich werden noch eine Stromversorgung über Micro-USB und eine SD-Karte als Massenspeicher benötigt, die man im Shop dazu ordern, im gut sortierten Elektronikmarkt seines Heimatortes kaufen kann oder vielleicht sogar noch zu Hause hat. Wir hatten auch das Starter Pack seinerzeit vorgestellt. Versandfertig ist ein Model A nach aktuellem Stand innerhalb einer Woche. Das etwas besser ausgestattete Model B kostet 32,88 Euro plus Versand.

Der Raspberry Pi ist nicht viel größer als eine Kreditkarte, verfügt aber über ein vollwertiges PC-System. Prozessor ist ein Broadcom BCM 2835 mit 700 MHz, der auf einer ARM-Architektur basiert. Die GPU liefert ein Full-HD-Bildsignal, der Raspberry Pi selbst wird über ein HDMI-Kabel an einen Fernseher oder Monitor angeschlossen. Als Betriebssystem dient ein Linux-System, das man sich selbst auf einer SD-Karte installiert. Im Vergleich zum Model B hat das Model A nur eine statt zwei USB-Schnittstellen, der Arbeitsspeicher beträgt 256 statt 512 MB, der im Model B verfügbare Ethernet-Port fehlt. Wem das nichts ausmacht, der kann knapp 10 Euro sparen.

Heimwerkertraum

Der Raspberry Pi verzauberte in den vergangenen Monaten die komplette Neuerdings-Redaktion, weswegen wir immer mal wieder über den Bastel-Computer und das Ökosystem, das um ihn herum entsteht, schrieben. LapPi etwa wäre ein Selbstbau-Laptop mit Raspberry Pi inside. Auch ein erster Supercomputer aus 64 Raspberry Pis ließ nicht lange auf sich warten. Der Pi Store ist ein eigener App Store für den Raspberry Pi. Kollege Jan Tißler war dabei, als Rob Bishop von der Raspberry Pi Foundation in San Francisco das Konzept vorstellte.

Der Raspberry Pi ist der prominenteste Selbstbau-Computer, aber nicht der einzige. Parallella wiederholt das Konzept mit einem Supercomputer für 99 Dollar. Noch etwas mehr Baukasten mit eigener Software und Programmiersprache ist das Arduino-Projekt. Es liefert verschiedene Bausätze und lädt mit ähnlichen Komponenten-Preisen wie dem Raspberry Pi und zahlreichen Erweiterungen ebenfalls zum Basteln ein. Wer dem Heimwerker-Traum frönen will, braucht nur ein paar gute Ideen, was er damit machen will. Viel Geld braucht er dafür nicht.

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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Ein Kommentar

  1. Hi,

    also ich würde nur Modell B nehmen. Denn ohne LAN anschluss, kein richtiges mediacenter.

    Lg

Ein Pingback

  1. [...] U2 damit zwar besser ausgerüstet als der Raspberry Pi, aber auch deutlich teurer. Das einfache Model A des Raspberry erhält man inklusive Versand nach Deutschland schon ab 31 Euro (plus [...]

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