Meta AR-Brille:
Google-Glass-Konkurrent mit Gestensteuerung

Klobig aber vielversprechend ist der Prototyp der Augmented-Reality-Brille “Meta”, der jetzt vorgestellt wurde. Und obwohl das Gerät in einem ähnlichen Gewässer fischt wie Google Glass, ist die Umsetzung doch eine ganz andere.

Auch ohne Brille als nicht normale Brille zu erkennen: Meta-Prototyp.

Auch ohne Brille als nicht normale Brille zu erkennen: Meta-Prototyp.

Bei Augmented Reality geht es darum, unsere Wahrnehmung der Wirklichkeit zu erweitern – und nicht etwa mit Hilfe von halluzinogenen Drogen, sondern mit Hilfe von Computern und dem Internet. Eine bestechende Idee, die unser Leben in vielerlei Hinsicht verändern könnte. Aber wie genau das passiert und wann, ist vollkommen offen. Schließlich muss die Technik gut genug umgesetzt sein.

Google hat sich hier mit seinem Projekt Google Glass bereits gekonnt in Szene gesetzt. In einem Überblick zu Augmented-Reality-Brillen hatten wir neulich schon gezeigt, dass Google aber weder die ersten noch die schnellsten sind. Und dieser Kreis der Hoffnungsvollen erweitert sich nun um die Brille “Meta”. Das Startup arbeitet unter anderem mit der Columbia University und Epson zusammen.

Meta Augmented-Reality-Brille
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Wie man in unserem Überblick schon sehen konnte, sind die Ansätze der einzelnen Geräte sehr unterschiedlich. Noch weiß niemand, welche Bauform und welche Funktionalität sich letztlich als erfolgreich erweisen werden. Die Macher der Meta-Brille setzen dabei auf ein ganz anderes Konzept als Google Glass.

Die Idee ist, Realität und Erweiterung der Realität so weit wie möglich miteinander zu verschmelzen. Deshalb hat man bei der Meta beispielsweise zwei durchsichtige Displays vor Augen und nicht etwa einen Bildschirm an der Seite des Blickfelds. Und gesteuert wird alles mit Handgesten. Google Glass setzt voraussichtlich auf Sprachbefehle.

Damit man besser versteht, wie das alles funktionieren und ablaufen soll, lässt Meta passende Werbefilme produzieren. Der erste ist dieser:

Wie eingangs erwähnt, ist die aktuelle Version von Meta sehr klobig und besteht aus zwei Teilen: Der Brille, die das 3D-Interface ins Blickfeld einblendet und einer Kamera, die die Handgesten erkennt. Am Ende des Videos sieht man dann, worauf Meta eigentlich hinarbeitet: Eine Brille, die einfach wie eine Brille aussieht. Angesichts des technischen Fortschritts ist das auf jeden Fall eine realistische Vision. Einen Termin aber wird man logischerweise jetzt noch nicht genannt bekommen.

Meta geht es zum jetzigen Zeitpunkt auch vielmehr darum, Entwickler zu begeistern. Sie sollen schon bald ein Developer Kit bestellen können. Zeitpunkt und Preis sind hier allerdings noch offen. Basis des Meta-Prototypen ist die Epson Moverio BT-100, die man für unter 600 Euro kaufen kann.

Markige PR-Sprüche

Neben Epson sind ein Professor und diverse Studenten der Columbia University an der Entwicklung der Meta beteiligt. “Wir werden nicht ruhen, bis wir der Standard sind”, heißt es in typisch großspurigem PR-Sprech in der Pressemitteilung.

Ob das jemals passieren wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt natürlich offen. Möglich ist es allemal. Bislang weiß niemand, wie eine erfolgreiche AR-Brille auszusehen und zu funktionieren hat, ob wir sie vor allem unterwegs nutzen werden oder doch eher im Büro oder zu Hause. An sich ist der Ansatz, die Informationen komplett ins Sichtfeld einzublenden und nicht nur am Rande, schon sehr sinnvoll. Und auch die Gestensteuerung könnte eine gute Lösung sein – auch wenn das von außen betrachtet natürlich ziemlich albern aussieht. Auf der anderen Seite wirkt es auch sehr seltsam, Selbstgespräche zu führen und dennoch haben sich Headsets aus ganz praktischen Gründen durchgesetzt.

Insofern bleibt dieser Bereich weiterhin sehr spannend und alles, was wir heute sehen, sind Versuche in einem sehr frühen Stadium.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website zur Meta-Brille.

Quellen: Slashgear, Geeky Gadgets

 

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Ein Pingback

  1. [...] zu dieser Brille haben die Leute von Neuerdings.com einen guten Artikel geschieben. Diesen gibt es hier zu [...]

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