WiMe NanoWatch:
99-Dollar-Touchscreen-Handy im Nanoformat

Die WiMe NanoWatch sieht aus wie eine Smartwatch, ist aber eigentlich ein superkompaktes Handy auf Linux-Basis und soll gerade einmal 99 US-Dollar kosten.

Die NanoWatch ist ein eigenständiges Handy.

Die NanoWatch ist ein eigenständiges Handy.

Über mangelnde Vielfalt bei Handys kann sich wohl niemand beschweren und man hat fast den Eindruck, dass die Hersteller immer experimentierfreudiger werden. Die einen loten mit “Phablets” die Grenze zwischen Phone und Tablet aus und bringen gar ein Telefon zum Telefon heraus, weil das eigentliche Telefon inzwischen zu unhandlich zum Telefonieren geworden ist. Am anderen Ende der Skala drängeln sich derweil die Smartwatches um einen Platz am Handgelenk. Während viele dieser schlauen Uhren lediglich als Außenstelle eine Smartphones fungieren, ist die WiMe NanoWatch selbst ein Handy im Miniformat, ähnlich der neulich hier gezeigten Neptune Pine.

WiMe NanoWatch
wime-nanowatch-04wime-nanowatch-03wime-nanowatch-02wime-nanowatch-01

Das Handgelenk ist dabei nur ein möglicher Platz für die NanoWatch. Man könne sie auch um den Hals tragen, am Schlüsselbund befestigen oder sich an den Kragen klippen, regt der taiwanesische Hersteller an. Es sei das kleinste Mobiltelefon mit farbigem Touchscreen, heißt es auf der Website. Das Gerät misst 51,6 x 38 x 10,2 mm und auch wenn das an sich schon sehr kompakt ist, wirkt es direkt am Handgelenk doch noch ganz schön klobig.

In dem kleinen Kästchen befindet sich ein GSM-Handy und der 300-mAh-Akku soll laut Spezifikationen für vier Stunden Gesprächszeit und 120 Stunden Standby reichen. Das Display hat eine Diagonale von 1,54 Zoll und Platz für 240 x 240 Pixel. 2 GB Speicher sind intern vorhanden. Für den Anschluss nach außen steht ein Micro-USB-Port zur Verfügung. Und da sich die NanoWatch auch auf Bluetooth 2.1 versteht, kann man mit ihr ein drahtloses Headset oder entsprechende Kopfhörer benutzen.

Viele viele bunte Nano-Handys...

Viele viele bunte Nano-Handys...

Die NanoWatch wird in acht verschiedenen Farben angeboten und für die Zeitanzeige gibt es drei verschiedene Designs. Wer sich also grundlegend damit anfreunden kann, ein Handy am Handgelenk (oder um den Hals) zu tragen, wird hier wohl eine passende Kombination für den eigenen Geschmack finden. Und wer sein Telefon ganz klassisch zum Telefonieren und vielleicht noch zum Musikhören benutzt, könnte hier sogar das Gerät der Wahl gefunden haben. Immerhin kann das Nano-Handy MP3s abspielen und hat sogar noch einen UKW-Empfänger eingebaut.

Darüber hinaus soll man die NanoWatch auch mit einem Android-Smartphone verbinden können, um sie wie eine der zahlreichen anderen Smartwatches zu nutzen.

Der Verkaufspreis soll bei 99 US-Dollar (etwa 75 Euro) liegen. Derzeit ist die NanoWatch nur in China erhältlich, soll aber in weiteren Ländern auf den Markt kommen.

Weitere Infos hier auf der Produktseite.

Quellen: Liliputing, Geeky Gadgets

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

Mehr lesen

Keepod Unite: Betriebssystem to go für ausrangierte PCs

8.2.2014, 3 KommentareKeepod Unite:
Betriebssystem to go für ausrangierte PCs

Wie verschafft man 5 Milliarden Menschen den Zugang zu einem PC? Die Organisation Keepod Unite will das mit alter Hardware und einem neuen Linux-Stick lösen: Nimm dir einen ausrangierten PC und bring dein modernes Betriebssystem einfach selbst mit.

CuBox-i: Mini-PC mit Android und Linux zum Schnäppchenpreis

10.9.2013, 0 KommentareCuBox-i:
Mini-PC mit Android und Linux zum Schnäppchenpreis

Der CuBox-i Mini-PC ist gegenüber seinem Vorgänger leistungsfähiger geworden und zugleich erheblich im Preis gesunken. Hersteller SolidRun setzt dazu auf einen neuen Chipsatz. Nutzer können den winzigen Würfel mit Linux oder Android betreiben und beispielsweise als Mediacenter einsetzen.

Spiri: Quadrocopter für autonome, programmierbare und intelligente Flüge

15.8.2013, 0 KommentareSpiri:
Quadrocopter für autonome, programmierbare und intelligente Flüge

Eine autonome, vielseitig programmierbare Drohne - das klingt doch verlockend, oder?

Wearables: zukünftiger Milliardenmarkt oder Spielerei?

21.11.2014, 9 KommentareWearables:
zukünftiger Milliardenmarkt oder Spielerei?

Eine Uhr am Handgelenk ist für viele seit Jahren überflüssig geworden. Wenn es nicht gerade um ein wertvolles Familienerbstück geht, hat das Smartphone in der Tasche die Armbanduhr überflüssig gemacht. Wearables wie Smart Watches wollen den frei gewordenen Platz dank neuer Funktionen zurückerobern. Ob das gelingt?

10.10.2014, 0 KommentareFrei verfügbare Prototypen der iSmartwatch:
Die Apple Watch zum Ausdrucken

Epic Mini: Smartphone am Hals

26.9.2014, 2 KommentareEpic Mini:
Smartphone am Hals

Die Macher des Indiegogo-Projekts „Epic“ gehen mit ihren Smartphone-Ideen in die umgekehrte Richtung des allgemeinen Trends: Ihre Modelle sollen möglichst klein sein. Eines davon ist eine Smartwatch, ein zweites aber finde ich viel interessanter: Das „Mini“ ist so kompakt, dass man es an einem Band um den Hals tragen kann.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder