DeltaMaker:
3D-Drucker mit einer Prise Showeffekt

Der DeltaMaker will in der wachsenden Menge von 3D-Druckern vor allem durch seine Konstruktion auffallen: Schon auf den ersten Blick unterscheidet er sich von der Konkurrenz. Die Macher sehen ihn dabei unter anderem als idealen Hingucker auf Events oder Anschauungsobjekt für den Schulunterricht.

Der DeltaMaker-Prototyp.

Der DeltaMaker-Prototyp.

Viele 3D-Drucker wie der Solidoodle haben den zweckmäßigen Charme eines Laborgeräts. Zugleich erinnert es an die Anfänge der Microcomputer-Revolution: Hier ging es ebenfalls zunächst um die Funktion und erst später (auch) um die Form. Dass 3D-Drucker Hingucker sein können, haben wir auf neuerdings.com beispielsweise anhand des Form 1 oder des Xeos 3D gezeigt. Der DeltaMaker möchte sich hier nun einreihen und beides verbinden: Zweckmäßigkeit und interessante Optik. Dazu greifen die Macher auf ein System zurück, das man von Industrierobotern kennt.

DeltaMaker
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Konstruktion und Name des DeltaMaker sind an delta robots angelehnt, die ebenso wie der 3D-Drucker drei miteinander verbundene Arme besitzen. Der Druckkopf lässt sich darüber offenbar präzise steuern und wandert während des Druckvorgangs nach oben. Bei anderen Varianten wird der Druckkopf nur horizontal bewegt und die Platte für das Objekt senkt sich ab.

Die Bauweise hat dabei zwei Vorteile, die die Macher besonders hervorheben: Man kann den Druckvorgang von allen Seiten beobachten und das Gerät braucht nur eine vergleichsweise geringe Stellfläche. Damit sei er beispielsweise prädestiniert, um während eines Events die Gäste zu unterhalten oder Kinder und Jugendliche in der Schule für das Thema zu begeistern. Der DeltaMaker soll zudem schneller sein als vergleichbare Geräte, allerdings wird nirgends ein konkreter Wert genannt.

Der DeltaMaker ist nebenbei bemerkt nicht der erste 3D-Drucker, der auf diese Bauform setzt. Man werfe dazu beispielsweise einen Blick auf den “Rostock” von Johann Rocholl.

Eckdaten des DeltaMaker

Der Rahmen des DeltaMaker besteht aus Aluminium. Zur Herstellung der Objekte wird wie in dieser Preiskategorie üblich ein Kunststofffaden geschmolzen und Schicht für Schicht aufgetragen. Der DeltaMaker soll eine Auflösung von 100 Microns schaffen, was dem Wert des Konkurrenten Makerbot Replicator 2 entspricht. Objekte können bis zu 28 cm hoch sein und dürfen einen Durchmesser von 23 cm haben.

Solche Daten erzählen aber nur die halbe Wahrheit, denn wie zuverlässig der 3D-Drucker im Alltag arbeitet, lässt sich daraus nicht ablesen. Beim DeltaMaker kommt an dieser Stelle erschwerend hinzu, dass es ihn derzeit nur als Prototypen gibt. Auf Kickstarter soll das Geld für den Start der Produktion zusammenkommen. Das vierköpfige DeltaMaker-Team stammt unter anderem aus dem Flugzeugbau und der Software-Entwicklung. Man habe mehrere Jahrzehnte Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von komplexen Systemen, heißt es auf der Projektseite.

Preis und Liefertermin

Knapp die Hälfte ihres Finanzierungsziels von etwas über 100.000 US-Dollar hat das Team bereits erreicht und noch einen Monat Zeit, weitere Interessenten zu begeistern. Der günstigste Preis für einen DeltaMaker via Kickstarter liegt aktuell bei 1.399 US-Dollar, umgerechnet rund 1.040 Euro. Dieser Spezialpreis steht aber nur 50 Mal zur Verfügung und ist beinahe komplett vergeben. Danach werden 1.599 US-Dollar (etwa 1.190 Euro) fällig. Studenten und Lehrer zahlen 100 US-Dollar weniger. Der Termin der Auslieferung richtet sich danach, wie früh man das Projekt unterstützt. Im Moment wird hier der Juli beim Sonderpreis versprochen, ansonsten der August.

Alle Informationen zum DeltaMaker hier auf Kickstarter.

Quellen: TechCrunch, Gizmag

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. kann ich damit auch die blinkergläser und andere plastikelemente für meine vespa drucken?

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