nCycle Concept:
Faltbares E-Bike im futuristischen Design

Die Designstudie nCycle beweist vor allem eines: Fahrräder müssen nicht langweilig und verwechselbar aussehen. Aber es geht bei ihr nicht in erster Linie um Äußerlichkeiten. Es ist ein E-Bike-Konzept mit mehreren interessanten Finessen, wie einem integrierten Diebstahlschutz.

Die Designstudie nCycle will zeigen, dass auch ein klappbares E-Bike elegant aussehen kann.

Die Designstudie nCycle will zeigen, dass auch ein klappbares E-Bike elegant aussehen kann.

Das Design eines Fahrrades ist beim Optimum angekommen und es geht nur noch um Details? Mitnichten, finden die Designer Marin Myftiu und Skyrill. Sie entwarfen mit dem nCycle nicht nur einen futuristischen Hingucker sondern auch ein Beispiel dafür, wie sich Fahrräder funktional weiterentwickeln könnten. Dabei sind Details wie das auffällige Design der Laufräder auf den zweiten Blick gar nicht mehr so wichtig.

Wir hatten hier auf neuerdings.com schon zukunftsweisende und interessante Entwürfe wie Audis Wörthersee Concept oder das Bolt Electric Bike. Das Mando Footlose oder das Winora Urban E-Bike haben bereits gezeigt, wie praktisch und flexibel Fahrräder mit Elektroantrieb sein können.

nCycle E-Bike Designstudie
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Einige Besonderheiten des nCycle neben dem Design:

  • Der nLock genannte Sicherheitsmechanismus: Er ist in den Lenker integriert. Genauer gesagt ist der Lenker der Sicherheitsmechanismus und funktioniert im Prinzip wie ein eingebautes Bügelschloss (siehe Fotos). Das ist sicher praktisch, wenn man gerade kein Schloss dabei hat. Die Laufräder bleiben dabei natürlich ungesichert – vor allem das vordere, das doch gern mal abhanden kommt…
  • Aufbewahrungstasche nPocket: Sie findet sich oben im Rahmen. Braucht man sie nicht, ist sie nicht zu sehen. Hat man aber ein Buch, Unterlagen oder ein Laptop zu transportieren, kann man sie dort hineinschieben und sie entfaltet sich soweit wie benötigt. Da Haltearme integriert sind, soll sie auch in Kurven stabil sein. Praktisch für alle, die gerade keinen Rucksack dabei haben oder keinen wollen und denen ein Gepäckträger oder gar ein Korb nicht ans Rad kommen.
  • Klappmechanismus nFold: Mit nur drei Handgriffen soll man das nCycle zusammenfalten können und trotzdem ist davon im Normalzustand kaum etwas zu sehen. Möglich macht das die Rahmenkonstruktion mit zwei parallel verlaufenden Trägern, statt nur einem Rohr. Der Schließmechanismus ist so von außen nicht sichtbar.
  • E-Antrieb nPower: Ebenfalls von außen unsichtbar sitzt der Akku oberhalb der Pedale im Rahmen.
  • Lampen inklusive Bluetooth-Lautsprecher: Zwei Stück sind auf beiden Seiten des Lenkers befestigt.
  • Holographisches Display: Was darunter technisch genau zu verstehen ist, wird nicht erklärt und auch nicht in den Bildern gezeigt. Die funktionale Idee dahinter ist aber einleuchtend: Anstatt das eigene Smartphone vorn an den Lenker zu klemmen, wird die Informationen auf dem Display gezeigt und man steuert es über touchsensitive Flächen im Lenker. Das Handy verbleibt somit an einem sicheren Ort und man muss die Hände nicht vom Lenker nehmen, um eine Funktion aufzurufen.

Mit drei Handgriffen soll sich das nCycle so kompakt zusammenfalten lassen.

Mit drei Handgriffen soll sich das nCycle so kompakt zusammenfalten lassen.

Die beiden Designer stellen sich ihr nCycle übrigens in vier Varianten vor: mit und ohne Elektroantrieb, sowie mit und ohne Faltmechanismus. Dabei ist derzeit vollkommen offen, ob es in dieser oder ähnlicher Form jemals produziert wird und was es dann kosten mag. Auch ist das Design in so manchem Detail längst nicht final: So sind die Kabelführungen zu den Bremsen nicht zu sehen und eine Gangschaltung ist derzeit gar nicht vorgesehen. Wie gut sich der geschwungene Rahmen mit seinem Doppelplatten-Design in der Praxis wirklich macht, ist dabei ebenfalls offen.

Insofern ist das nCycle eine sehenswerte Designstudie mit einigen interessanten Ideen. Und es wird sich zeigen, welche und wie viele Hersteller sich künftig dafür begeistern lassen, in der Gestaltung der Fahrräder und der Funktionalität ähnliche Wege zu gehen.

Mehr Informationen: Vorstellung des nCycle auf der Website des Designers Marin Myftiu.

Gefunden bei Gizmag. Weitere Quellen: Co.Exist, core77

 

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5 Kommentare

  1. Auf jedem Fall ist das ein RIESEN Markt.
    Das Mountain Bike ist tot, es lebe das Design Bike!
    Mann kann ja mit nen iPhone nicht mehr auffallen ;-)

  2. kommt über Studie nicht hinaus

  3. Ob die Designer auch Radfahrer sind? Scheint mir alles sehr gewollt aber merkwürdig …

    | Fahrräder müssen nicht langweilig
    | und verwechselbar aussehen.

    Müssen sie nicht. Aber die “klassische” Form ist eben nicht entstanden, um langweilig auszusehen, sondern weil sie bei geringem Gewicht große Stabilität gewährleistet. Wenn ich mir diesen Rahmen ansehe, so traue ich ihm starke federnde Schwingungen des Bogens zu und vermute eine gewisse Instabilität bei höherer Belastung. (Ergonomie berücksichtigen weder Designer noch sich an Container-Packmaßen orientierende moderne Rahmenbauer in Fernost.)

    | Der nLock genannte Sicherheitsmechanismus …

    … erscheint mir etwas merkwürdig. Warum das vorgestellte Konzept sicherer sein soll als ein Bügelschloss, erschließt sich mir nicht. Dass kein unförmiges und schwer zu verstauendes Schloss mitgeführt werden muss, ist ein Vorteil; aber wo findet man immer solche Pfosten, an denen man es frontal anschließt? Jeder Fahrradständer ist für diese Technik ungeeignet. Geländer usw.? Fehlanzeige.
    Weiterhin: Die Stabilität eines Bügelschlosses kostet Gewicht. Das soll oben am Lenker angebracht sein?! Fahrstabilität??
    Und ungesicherte Laufräder? Geht nicht!

    | Aufbewahrungstasche nPocket: [...]
    | Praktisch für alle, [...] denen ein Gepäckträger oder
    | gar ein Korb nicht ans Rad kommen.

    Also für die Poser (oder Designer), die jedweden Nutzwert der Optik unterordnen. Was ist daran so verkehrt? Ans Auto kommt auch kein Kofferraum? Diebstahlsichere Transportmöglichkeiten am Fahrrad — DAS wäre eine Design- und Entwicklungsaufgabe!
    Aber vielleicht ist bei dieser Rahmenform schweres Gepäck ein Sicherheitsrisiko.

    | Klappmechanismus nFold: Mit nur drei Handgriffen soll
    | man das nCycle zusammenfalten können

    Das wäre interessant. Heute gängige Lösungen (allen voran Brompton) ermöglichen jedoch deutlich kleinere Packmaße. Sehen allerdings total uncool aus.

    | E-Antrieb nPower: Ebenfalls von außen unsichtbar
    | sitzt der Akku oberhalb der Pedale im Rahmen.

    Der vorgesehene Hinterradnabenmotor wird nicht im Bild gezeigt und dürfte das cleane Design beeinträchtigen.

    | Lampen inklusive Bluetooth-Lautsprecher: Zwei Stück
    | sind auf beiden Seiten des Lenkers befestigt.

    Positiv (wenn auch leider in D nicht zulassungsfähig) werte ich zwei statt des üblichen einen Scheinwerfers. Ich vermisse Rücklichter. Was von den Designern (auf der verlinkten Website) als Vorteil verkauft wird (passt nur an dieses Fahrrad) ist letztlich proprietärer Mist, der in der Ersatzbeschaffung sauteuer wird und letztlich genau deswegen nicht von Diebstahl und Vandalismus abhalten wird.
    Lautsprecher? Bisher waren Fahrräder angenehm leise. Oh, ich vergaß: Poser fahren gerne mit ordentlich Mucke vor der Eisdiele vor.

    | Holographisches Display

    In der Tat eine gute Idee, wenn denn ein einheitlicher Schnittstellenstandard entwickelt wird. Was das sein soll? Ein hologaphisch erzeugtes Bild dort, wo der Fahrer es sehen möchte (z. B. kurz vor/oberhalb des Lenkers, bevorzugt zwischen den beiden Scheinwerfern). Hier kann eigentlich ein kompletter Fahrradcomputer mit vielen Funktionen integriert werden, oder umgekehrt eben ein Smartphone angeschlossen werden, welches bald ebenfalls diese Funktionen erfüllen kann, zusätzlich Navigation (hierfür wären die Lautsprecher dann doch sinnvoll) und anderes … Doch, hier sehe ich wegweisendes, wenn auch wieder ‘mal etwas, wo das Design erst am Ende stehen sollte.

    Immerhin haben die Designer das Klischee vom Fahrrad erfüllt: entweder ein klapprig rostiger hässlicher Drahtesel oder ein sündhaft teures extravagantes Stück für Leute, die schon alles haben. Gratulation.

    Musste sein. ;-)

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