Razer Edge:
Luxus-Tablet für PC-Spieler

Auf den namen Razer Edge hört das Gaming-Tablet nun, das vor einem Jahr unter dem Codenamen Project Fiona vorgestellt worden war. Mit Windows 8 und leistungsfähiger PC-Hardware möchte man vor allem wohlhabende Spieler vom Razer Edge überzeugen.

Gamingtablet mit Windows 8 (Foto: Razer)Der Zubehörhersteller Razer bezeichnet Edge als das erste Tablet, das für Spieler produziert wurde. Daher setzt das Unternehmen auf ein reguläres Windows 8 und entsprechende Komponenten: Das Spitzenmodell mit dem Namen Razer Edge Pro verfügt über einen Intel Core i7-Prozessor mit 1,9 GHz (Turbo-Modus: 3 GHz), 8 GB DDR3-1600 RAM, eine SSD mit 128 oder 256 GB und einen 10 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel. Als Grafikkarte kommt für den Standard-Gebrauch eine Intel HD-4.000-IGP zum Einsatz, bei Spielen wird die Nvidia GeForce GT 640M LE mit Kepler-Architektur, 385 Shadereinheiten und 2 GB Speicher verwendet. Kostenpunkt für diesen mobilen Begleiter: 1.299 US-Dollar (umgerechnet rund 995 Euro).

Razer Edge
rzr_edge_tabwdocking_v02rzr_edge_tabwdocking_v01_onza02rzr_edge_tabwdocking_v01Gamingtablet mit Windows 8 (Foto: Razer)
rzr_edge_tab_v01dNetbook-Alternative? Kostet extra! (Foto: Razer)rzr_edge_ctrlwtab_v11crzr_edge_ctrlwtab_v01a
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Günstiger ist die kleinere Ausgabe, die auf das “Pro” verzichtet. In dieser werkeln ein Intel Core i5 mit 1,7 GHz, 4 GB RAM und eine 64 GB SSD. Für dieses Modell werden Spieler 999 US-Dollar (765 Euro) ausgeben müssen.

In beiden Fällen gibt es einen USB-3.0-Anschluss und einen HDMI-Ausgang, über den der Ton auf Wunsch auch in 7.1 ausgegeben wird. Wi-Fi und Bluetooth gehören natürlich auch dazu.

Zubehör

Netbook-Alternative? Kostet extra! (Foto: Razer)Im Großen und Ganzen hat sich gegenüber den Angaben vom letzten Jahr wenig getan. Allerdings wirkt das Konzept jetzt ausgereifter und darauf ausgerichtet, Kunden noch etwas mehr Geld aus der Tasche zu ziehen. Wer dem Tablet beispielsweise einen passenden Controller spendieren möchte, darf einen passenden Aufsatz separat erwerben. Kostenpunkt: 250 Dollar (191 Euro). Die Dockingstation, die Razer Edge mit drei weiteren USB-2.0-Ports und HD-Audio-Anschlüssen erweitert und das Tablet bequem mit dem HDTV über HDMI verbindet, kostet 100 US-Dollar (76 Euro). Der Vorteil hier: Mittels schnurloser Controller (ebenfalls separat erhältlich) verwandelt man das Gerät in eine PC-basierte Spielkonsole. Ein Keyboard-Dock ist außerdem vorgesehen, dieses soll bei 200 US-Dollar (153 Euro) liegen.

Sinnvoll?

Es ist sicherlich spannend, wenn Spieler ein solches Gamingtablet erhalten und so in den Genuss quasi aller aktueller Windows-Spiele kommen können. Dennoch stellt sich die Frage, wie sinnvoll das Razer Edge in der Praxis sein wird. Es heißt, das Tablet ist aufgrund der Kühlung 20 Millimeter dick und wiegt knapp ein Kilogramm. Es dürfte auf Dauer also sehr unangenehm sein, mit diesem “Monster” spielen zu wollen. Ein Desktop-Ersatz ist Edge vermutlich auch nicht, da preislich viel zu teuer. Hier muss Razer noch Überzeugungsarbeit leisten, denn in dieser Form klingt die Hardware zwar verlockend und sieht das Tablet auch attraktiv aus – nur kann man mit Edge ernsthaft und gut ein paar Stunden am Stück spielen?

Davon abgesehen ist gegenwärtig noch unklar, ob Razer Edge den Weg nach Europa schafft. Bisher wird das Tablet nur auf der US-Webseite des Unternehmens gelistet und dort im Shop angeboten. Es ist nicht gänzlich ausgeschlossen, dass Edge das gleiche Schicksal wie Razer Blade ereilt. Der kostspielige Gaminglaptop ist auch in der neuesten, zweiten Ausgabe nicht außerhalb der Staaten verfügbar.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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