3D Systems CubeX:
Neuer 3D-Drucker schafft Objekte bis hin zur Größe eines Basketballs

Mit dem CubeX hat Hersteller 3D Systems nun einen neuen 3D-Drucker vorgestellt, der vor allem mit der maximalen Größe der Objekte überzeugen will. Bis hin zum Format eines Basketballs soll hier alles möglich sein. Je nach Modell ist der Druck in bis zu drei Farben möglich.

CubeX Trio 3D-Drucker (Bild: 3D Systems)

CubeX Trio 3D-Drucker (Bild: 3D Systems)

Wer sich für einen 3D-Drucker interessiert, wird dabei auf verschiedene Eigenschaften achten: Auflösung (Detailliertheit), maximale Objektgröße und der Preis spielen eine wichtige Rolle. Wer Geld sparen will, kauft sich einen Bausatz. Gastautor Nils Hitze hatte hier auf neuerdings.com über seine Erfahrungen beim Aufbau und ersten Test des 3D-Druckers Ultimaker berichtet.

Der neue CubeX von 3D Systems soll nun unter anderem bei der maximal möglichen Objektgröße pro Druckvorgang punkten: 27,4 x 26,5 x 24,1 cm sind hier möglich, also rund 17.500 cm3. Damit ließe sich ein Objekt von der Größe eines Basketballs herstellen. Zum Vergleich: Der preislich ähnliche MakerBot Replicator 2 hat seine Grenzen bei 28,5 x 15,3 x 15,5 cm, also rund 6.760 cm3. Dafür hat der Replicator 2 mit 100 Microns eine etwas bessere maximal Auflösung als der CubeX, der laut Datenblatt 150 Microns in der feinsten Einstellung schafft.

CubeX 3D-Drucker
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Der CubeX nutzt als Technik die “Thermoplastic Extrusion”, es wird also geschmolzener Kunststoff zur Herstellung der Objekte genutzt. Das ist bei 3D-Druckern in diesem Preisbereich derzeit üblich. Darüber findet man auch die Stereolithographie, bei der ein Laser ein flüssiges Harz härtet. Diese Technik kann wesentlich detailreichere Ergebnisse bringen. Anekdote am Rande: Der Form 1 3D-Drucker wollte diese Technik zu einem Preis von unter 3.000 US-Dollar auf den Markt bringen und wurde vom CubeX-Hersteller 3D Systems wegen einer Patentrechtsverletzung verklagt.

Der CubeX nutzt als Material PLA oder ABS. Je nach Modell kann der Drucker in einem Druckvorgang eine, zwei oder drei Farben verarbeiten. Das alles hat aber seinen Preis: Man muss umgerechnet rund 1.645 Euro, 2.145 Euro oder 2.640 Euro für den CubeX auf den Tisch legen – je nach Zahl der Farben. Da lohnt es sich auf jeden Fall, erste Test- und Erlebnisberichte abzuwarten. Denn wie gut der 3D-Drucker im Alltag tatsächlich funktioniert, lässt sich anhand der nackten Daten nicht ermitteln. Das gilt beispielsweise für Druckqualität, Zuverlässigkeit und Verarbeitung.

Weitere Informationen hier auf der offiziellen Website. Dort gibt es auch einen Vergleich der drei CubeX-Modelle.

Gefunden bei Engadget.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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3 Kommentare

  1. Wurde sehr kritisch diskutiert (auf englisch) ob der Cube überhaupt den Versprechungen gerecht wird, was Größe des druckbaren Objekts & Qualität angeht. Ohne beheiztes Druckbett geht z.B. schon mal kein ABS.

    http://plus.google.com/u/…92/posts/YHGxx9X6dW8

    • Vielen Dank für die Ergänzung. Ich habe andernorts auch schon sehr skeptische Kommentare gelesen und den Post deshalb auch entsprechend vorsichtig und zurückhaltend formuliert und empfohlen, auf Testberichte zu warten.

  2. Aus meiner Erfahrung als Dienstleister kann ich die Problematik der Geräte nur bestätigen. Das “Druckbild” überzeugt nicht. Für den Professionellen oder Semiprofessionellen Bereich sind die Geräte in dieser Preisklasse leider noch nicht geeignet. Für ein gutes “Druckbild” muss die Führung des Kopfes wesentlich präziser und damit stabiler ausgeführt sein und der Bauraum beheizt sein. Das treibt die Kosten…

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