Amanda Ghassaei 3D Printed Records:
Audiodateien als Platten ausdrucken

Die Physikerin Amanda Ghassaei hat einen Arbeitsablauf entwickelt, mit dessen Hilfe sie eine Audiodatei in das 3D-Modell einer Platte umwandelt, das auf einem 3D-Drucker ausgedruckt werden kann. Diese Platte spielt dann die entsprechende Audiodatei auf einem beliebigen Plattenspieler mit 33 Umdrehungen pro Minute ab.

Amanda Ghassaei 3D Printed Record {Instructables;http://www.instructables.com/id/3D-Printed-Record/}

Amanda Ghassaei 3D Printed Record (Quelle: Instructables)

Vor ein paar Jahren machte man sich höchstens Gedanken darüber, wie man seine Plattensammlung in digitale Form bekommen sollte. Die Physikerin Amanda Ghassaei schwimmt mit ihrem Projekt gegen den Strom.

Für ihren Arbeitgeber Instructables stellt sie einen Arbeitsablauf vor, um digitale Audiodateien in analoge Schallplatten zu konvertieren. Auf der Instructables-Seite der 3D Printed Record finden Nerds Links zu allen nötigen Komponenten, um die eigene digitale Audiothek in eine Plattensammlung zu verwandeln.

Amanda Ghassaei 3D Printed Records
Amanda Ghassaei 3D Printed RecordAmanda Ghassaei 3D Printed RecordAmanda Ghassaei 3D Printed RecordAmanda Ghassaei 3D Printed Record
Amanda Ghassaei 3D Printed RecordAmanda Ghassaei 3D Printed Record

Der folgende Clip zeigt, wie sich die analogisierten Hits von Joy Division, Daft Punk und Aphex Twins so anhören.

Offensichtlich ist die Qualität noch nichts für audiophile Ohren.
Die Furchen, die man mit dem 3D-Drucker reproduzieren kann, sind doch etwas grober als man es von herkömmlichen Platten kennt. Bei 11 kHz und einer Auflösung von 5 bis 6 Bit kann man auch nicht mehr erwarten. Auf einer CD hat man immerhin Aufnahmen mit 44.1 kHz bei 16-bit.

Außer der noch mangelnden Tonqualität gibt es ein weiteres kleines Problem: Im Moment sind wohl noch nicht mehr als sechs Minuten Musik aus einer selbstgedruckten Platte herauszuholen. Aber Traditionalisten können immerhin Hoffnung schöpfen, dass sie eines Tages die ungreifbaren digitalen Schätze in anfassbare Platten umwandeln können, die man getrost nach Hause tragen kann.

Auf ihrer eigenen Seite stellt Amanda Ghassaei ihr Projekt 3D Printed Record ausführlich vor. Außer der Open Source Software Processing braucht man noch einen Objet Connex500-Drucker – zumindest wurden die Platten des Original-Projekts auf so einem Drucker produziert.

Gefunden bei Gizmag

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

Mehr lesen

Bulbing: LED-Leuchte mit 3D Effekt als leuchtendes Design-Vorbild

29.11.2014, 3 KommentareBulbing:
LED-Leuchte mit 3D Effekt als leuchtendes Design-Vorbild

Bulbing ist ein LED-Lichtobjekt, das aussieht wie das Drahtgittermodell einer riesigen Glühbirne. Schaut man jedoch genauer hin, bemerkt man: die scheinbar dreidimensionale Lichtskulptur ist ganz flach. Wunderbar schlichtes Design, bei dem man zweimal hinsehen muss. Das lässt die Augen von Ästheten strahlen.

Kinofilm \

8.10.2013, 9 KommentareKinofilm "Gravity":
Warum ich hoffe, dass das 3D-Kino überleben wird

Der große 3D-Boom in der Unterhaltungsindustrie ist abgeebbt. Im Kino schlägt die Technik ihre letzte Schlacht - und wird hoffentlich siegreich hervor gehen.

Digitales Fernglas Sony DEV-50V: Fern sehen und aufnehmen

29.4.2013, 3 KommentareDigitales Fernglas Sony DEV-50V:
Fern sehen und aufnehmen

Ferngläser sind bislang meist rein optische Produkte - von Nachtsichtgeräten einmal abgesehen. Sony bringt nun ein digitales Fernglas auf den Markt, das von allem etwas hat: Feldstecher, Nachtsichtgerät, Video- und Fotokamera. Und das bei Bedarf auch noch in 3D.

10.10.2014, 0 KommentareFrei verfügbare Prototypen der iSmartwatch:
Die Apple Watch zum Ausdrucken

3D Printed Emojis: Lachende, weinende und verliebte Smileys in „echt“

13.9.2014, 2 Kommentare3D Printed Emojis:
Lachende, weinende und verliebte Smileys in „echt“

Ein sinnfreies, aber trotzdem schönes Geschenk: Die 3D Printed Emojis animieren sofort zum Schmunzeln. Beim Kauf der dreidimensional gewordenen Emotionen muss der eine oder andere aber wohl eher eine Träne verdrücken.

Dreidimensionale Selfies: Mit Insta3D wird man selbst zur Spielzeugfigur

9.7.2014, 5 KommentareDreidimensionale Selfies:
Mit Insta3D wird man selbst zur Spielzeugfigur

Selfies zum Anfassen? Ja, das ist die Idee hinter Insta3D. Eigentlich sehen sie ziemlich kitschig aus, trotzdem sind die eigenen Abbilder aus dem 3D-Drucker eine ganz interessante, aber auch sehr teure Geschäftsidee.

23.6.2015, 3 Kommentare3D Doodler 2.0:
Kritzeln in der dritten Dimension

Herkömmliche 3D-Drucker drucken Gegenstände, die vorher am Rechner als 3D-Modelle gestaltet wurden. Beim 3D Doodle ist das etwas anders. Mit ihm druckt man seine Ideen weniger - man zeichnet sie vielmehr in die Luft. Der eD Doodle sieht aus wie ein Stift und verlangt die Hand eines Künstlers, damit solche Kunstwerke dabei herauskommen, wie auf den Bildern zu sehen

3DRacers: OpenSource-Rennbahn aus dem 3D-Drucker

2.1.2015, 1 Kommentare3DRacers:
OpenSource-Rennbahn aus dem 3D-Drucker

Wer den Wunsch verspürt, eine eigene Rennbahn zu erschaffen, statt sich mit vorgefertigten Bahnen und Autos zufriedengeben zu müssen, sollte sich 3DRacers vormerken. Hier kommt der Racing-Spaß fürs Wohnzimmer aus dem 3D-Drucker.

EWaste: Der 3D-Drucker aus alten Elektronikteilen im Eigenbau

18.11.2014, 4 KommentareEWaste:
Der 3D-Drucker aus alten Elektronikteilen im Eigenbau

Was tun mit alten, womöglich defekten Elektronikteilen vom PC oder Laptop? Wie wäre es mit einem 3D-Drucker im Eigenbau?

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder

 
vgwort