FlipSide:
Smartphone-Case und Game-Controller mit Solar

Ein Smartphone-Case, das zugleich Gaming-Controller ist und auch noch ein paar weitere Tricks drauf hat: Mit diesem Konzept wollen die Macher des Projekts FlipSide auf Kickstarter Unterstützer finden. Jetzt fragt sich nur noch, wie glaubwürdig das Projekt ist.

Photoshop-Foto. Mal wieder. (Foto: Kickstarter)

Photoshop-Foto. Mal wieder. (Foto: Kickstarter)

An Schutzhüllen für aktuelle Smartphones mangelt es sicherlich nicht. Auch gibt es mittlerweile zahlreiche Gamepads für mobile Geräte mit iOS und Android. Viele von ihnen wurden beispielsweise über die Crowdfunding-Plattform Kickstarter finanziert. Das gleiche Ziel haben die Macher von FlipSide, einem Controller-Case mit ein paar Besonderheiten. 135.000 US-Dollar möchten sie über Kickstarter sammeln. Innerhalb von gut zwei Wochen kamen nicht einmal 10.000 Dollar zusammen – die Zeit rennt also.

FlipSide
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Photoshop-Foto. Mal wieder. (Foto: Kickstarter)

Interessante technische Daten

Dabei klingt die Peripherie wieder einmal spannend: Das Case lässt das Smartphone in einer dünnen, stabilen Hülle verschwinden. Für Spieletauglichkeit sorgen zwei kleine Scheiben, auf denen jeweils drei Buttons und eine Art Analogstick platziert sind. Diese steckt man über einen Klappmechanismus auf den linken und rechten Rand des Displays des Smartphones. Somit ist es einem selbst überlassen, ob und wann man die Tasten verwenden möchte.

Über Bluetooth 4.0 wird eine Verbindung zwischen dem Smartphone und dem Controller hergestellt. Laut eigenen Aussagen kommt hier das Bluetooth Low Energy-Feature zum Einsatz. Dieses verbraucht zum einem deutlich weniger Energie als herkömmliche Controller, zum anderen soll die Latenzzeit, die gerade beim Spielen entscheidend ist, gravierend kürzer ausfallen als bei anderen Eingabegeräten. Von höchstens 6 ms ist die Rede.

Interessant ist ferner, dass ein ungewöhnlicher Akku von http://www.InfinitePowerSolutions.com”>Infinite Power Solutions verbaut wird. Dieser verfügt angeblich über keinen „Memory-Effekt“, ist extrem flexibel und so dünn wie eine Briefmarke. Aufgeladen wird er wiederum über kleine Solar-Flächen auf der Peripherie. Da ohnehin wenig „Saft“ benötigt wird, soll dies ausreichen. Im Optimalfall muss man FlipSide also niemals aufladen.

Versprechen

Der Kickstarter-Beschreibung zufolge schloss sich der Erfinder Justice Frangipane mit dem Gadgethersteller iDevice zusammen, um FlipSide zu realisieren. Das Unternehmen erschuf beispielsweise den iGrill. Ebenfalls erhofft man sich Unterstützung von Apple, um gemeinsam einen optimalen Controller für iOS-Geräte zu entwerfen. Zu Beginn soll FlipSide für iPhone 4, 4S und iPhone 5 erscheinen, später sind Fassungen für das iPad, das iPad mini und Android-Geräte vorgesehen. Für Apples aktuelle Smartphones müsste man auf Kickstarter 60 US-Dollar vorschießen, möchte man ein FlipSide haben. Klappt es mit der Finanzierung, soll mit der Auslieferung Mitte des nächsten Jahres begonnen werden.

Hier das Werbevideo für das Kickstarter-Projekt:

Alles schön und gut, aber Skepsis scheint auch hier angebracht zu sein. Es fehlt an praktischen Beispielen, unterstützten Spielen, aktuellen Prototypen und aufschlussreicherem Bildmaterial. Ein Technologie-Video zeigt eine grobe Bastelei mit Spielen, die es nicht einmal für das iPhone gibt (Jailbreak und Verwendung eines Super Nintendo-Emulators). Zudem gibt sich Justice Frangipane auf der Kickstarter-Webseite etwas eigenartig. Mal ist er überrascht, dass es bereits einen Controller wie den Duo Gamer gibt. Und dann wird plötzlich eine Unterstützung für Tablets angekündigt, ohne zu verraten, wie man sich diese vorstellen kann.

Ist das eine Luftnummer oder steckt ein interessanter Controller dahinter? Wir behalten das für euch natürlich weiter im Auge.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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