Gravity Light:
Schwerkraft-Lampe (nicht nur) für Schwellenländer
Die Lampe mit dem sprechenden Namen Gravity Light soll als realistische Alternative zu Petroleumlampen insbesondere in Schwellenländern eingesetzt werden. Sie funktioniert – wie der Name schon sagt – mit Schwerkraft, beziehungsweise Muskelkraft, denn zunächst muss man die Schwerkraft überwinden.

Gravity Light Schwerkraftlampe (Quelle: Gravity Light)
Sie benutzen stattdessen Lampen auf Basis fossiler Brennstoffe, hauptsächlich Petroleumlampen. Petroleum wird aus Erdöl gewonnen, ist gesundheitsschädlich und umweltgefährlich.
Gravity Light dagegen funktioniert mit Schwerkraft, die nicht abnimmt, überall erhältlich ist und niemandem schadet, solange man nicht aus großer Höhe hinunterfällt. Die Idee hinter Gravity Light wird im folgenden Video kurz vorgestellt.
Die Schwerkraftlampe Gravity Light wird eingeschaltet, indem man einen Gewichtsbeutel anhebt, der dann von der Schwerkraft wieder langsam zu Boden gezogen wird. Je nach Füllung (z.B. Sand, Steine, Wasser) und Einstellung der Lichtstärke leuchtet das Gravity Light eine gute halbe Stunde, bevor das Gewicht wieder angehoben werden muss.
Umweltfreundlich und ohne Betriebskosten
Es entstehen beim Betrieb also keine Folgekosten, man muss keinen Brennstoff besorgen, sondern nur jede halbe Stunde kurz ein Gewicht anheben. Im Zukunftsroman "The Windup Girl" von Paolo Bacigalupi. Ist so etwas eine ganz gängige Form der Energieversorgung. Dort laufen Bedienstete schon mal in den zehnten Stock, um als menschliche Gewichte die Energie bereitzustellen, einen unten wartenden Aufzug nach oben zu holen. Bei der Schwerkraftlampe Gravity Light hält sich der Kalorienverbrauch dagegen zum Glück in Grenzen.
Mehr Informationen über das Gravity Light auf Indiegogo und auf der Website Deciwatt. Die Finanzierungsrunde läuft noch bis zum 15. Januar. Das Geld zur Produktion einer ersten Serie von 1.000 Gravity Lights ist zwar schon zusammengekommen, aber man will noch mehr erreichen und Zubehör für die Gravity Lights entwickeln: einen Akku beispielsweise, eine Leselampe oder ein Transistorradio.
Mit 60 US-Dollar (45 Euro) sponsort man ein Gravity Light für einen Menschen in Afrika oder Indien und erhält selbst eine Schwerkraftlampe nach Hause geschickt. Für den Versand außerhalb des Vereinigten Königreichs oder der USA kommen noch 15 US-Dollar (11 Euro) dazu.
Gefunden bei Gizmag
























Artikel per Feed
Newsletter abonnieren
Artikel bei Facebook
Artikel bei Twitter
Foursquare
Flickr-Profil
22. Dezember 2012 um 11:27
Hat Spiegel Online fast 1:1 plagiert:
http://spiegel.de/netzwel…esfere-a-874406.html
Oder war das (nicht gekennzeichnete) Werbung dort?
22. Dezember 2012 um 12:34
Hallo Martin, vielen Dank für den Hinweis aber keine Sorge: Das ist eine Kooperation zwischen Spiegel Online und uns. Deshalb steht da eingangs auch “die wöchentliche Gadget-Schau von neuerdings.com”. Gadget-Fundstücke von uns landen einmal die Woche bei den Kollegen von SpOn.
22. Dezember 2012 um 11:30
Möglicherweise ein bißchen funzelig, aber besser das Licht als kein Licht und es ist – hat man das Ding einmal bezahlt – kostenlos. Clevere Idee, die man unterstützen sollte.
22. Dezember 2012 um 14:31
Umweltfreundlich und ohne Betriebskosten…
oder einem geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul.
Da werden sich die armen Menschen aber freuen, besonders über die Arbeit die ihnen das tolle Leuchtelicht nicht bringt, denn produziert wird doch sicherlich nicht dort wo es auch verwendet werden soll?
Freuen werden sie sich auch über die Möglichkeit die komplexe hightech Ingenieurkunst mit den einfachen Mittel die ihnen zur Verfügung stellen auch im Falle eines defektes zu reparieren.
Wenn ich das im Video richtig interpretiere besteht diese super Idee hauptsächlich aus Plastik, liefern die Erfinder auch gleich eine Gelbe Tonne Plus mit?
Nutzen tut diese tolle Idee unterm Strich nur den Designern die sich die Tasche voll machen!
Und alle die die das finanzieren glauben auch noch sie täten etwas Gutes… das liegt vermutlich daran, dass so viele ihre Intelligenz schon in ihr Smartphone ausgelagert haben.
23. Dezember 2012 um 18:04
Dich möchte ich am liebsten mal in eine Buschhütte sperren, wo du keinen PC hast, um deine schlechte Aura zu verbreiten. Du wärest dann sicher froh, wenn du bei funzeligem Licht einer Schwerkraftlampe deine abgekauten Fingernägel betrachten könntest.
22. Dezember 2012 um 16:38
Merkwürdigerweise finde ich nirgends eine deutschsprachige Beschreibung zur Technik dieses Wunderwerks, noch nicht einmal eine Vergleiches-Wattzahl. Überall nur denselben tränendrüsendrückenden PR-Artikel. Fehlt nur noch ein kleines Negerbaby unterm Schwerkraftlicht.
23. Dezember 2012 um 18:08
Was hat ein Negerbaby mit Tränendrüsen zu tun? Zunächst erst mal gar nichts. Weinen kann man nur, wenn man solche fast schon rassistisch anmutende Beiträge liest.
23. Dezember 2012 um 20:17
die energie kommt letztendlich vom menschen. genausogut kann man eine feder aufziehen, oder einen kondensator, bzw. einen akku durchnkurbelei aufladen. viel interessanter wäre es, den fluß subatomarer partikel zu nutzen, wie man das bei flüssen und staudämmen und windrädern tut.
30. Dezember 2012 um 14:22
Eigentlich ein sympatisches Konzept. Die Standuhr hier
läuft seit über Hundert Jahren ohne wesentliche Wartung.
Gegenüber irgendwelchen “High-Tech”-Entwürfen mit Solar-Panel und Akku scheint mir Schwerkraft als Energiespeicher und Muskelkraft als Antrieb
deutlich langlebiger und preisgünstiger.
Aber: Wenn man von 10kg Gewicht und 1m Nutzhöhe ausgeht, kommt man auf 98 Joule entsprechend 0.027 Wh. Durch bei preiswertem Design unvermeidliche Verluste in Getriebe, Generator und Elektronik werden im besten Falle 0.01 Wh nutzbar sein. Wenn das für eine halbe Stunde reichen soll, kann man damit eine weiße LED mit 6.5 mA bzw. 0.02 Watt betreiben. Die besten weißen LEDs liefern 100 lm/W, gehen wir hier mal von 50 lm/W für eine kosten-nutzen-optimale LED aus. Das GravityLight liefert somit günstigstenfalls soviel Licht wie eine Kerze, die Petroleumlampe, die das Gerät eigentlich ersetzen soll, liefert hingegen 20 bis 120 Lumen. Das Licht der GravityLamp reicht also um nicht über Hindernisse zu stolpern, als Leselicht ist das selbst für anspruchslose Menschen eher zu wenig.
Gehe mal wieder die Standuhr aufziehen…