FlyViz Kopf-Kamera:
Dank 360-Grad-Rundumblick Augen auch am Hinterkopf

FlyViz kombiniert eine Sony HMZ-T2-Kamera mit einer 3D-Brille und ermöglicht damit für seinen Nutzer auch den Blick nach hinten. Das Ganze ist ein Ungetüm, mit dem französische Forscher derzeit Probanden ausstatten, um ihnen einen 360-Grad-Rundumblick zu ermöglichen. Das klappt sehr gut, was das räumliche Sehen und die Bewegungsfähigkeiten der Nutzer angeht, doch leider wiegt die Erfindung 1,6 Kilogramm und ist damit wenig alltagstauglich.

Wenn man darüber nachdenkt, fallen einem sicherlich viele Gründe ein, warum man auch gern wissen möchte, was hinter einem geschieht. Vielleicht auch einige, warum besser nicht.

Die sprichwörtlichen Augen am Hinterkopf haben jetzt französische Forscher am Grande École d’Ingenieurs in Paris-Laval (ESIEA) entworfen und in einem 15-minütigen Test präsentiert. Sie haben eine Sony HMZ-T2-Kamera mit einer 3D-Brille zusammengeschlossen, so dass der Blickwinkel des Brillenträgers auf 360 Grad erweitert wird. Et-voilà, man kann hinten gucken, ohne sich umzudrehen.

FlyViz Helm-Kamera
FlyVizberückwärtsghenautofahren

Den Prototypen vom FlyViz haben Jérôme Ardouin und sein Team bestehend aus Maud Marchal und Eric Marchand beim ACM Symposium on Virtual Reality Software and Technology (kurz VRST) im kanadischen Toronto kürzlich vorgestellt. Ihr Projekt dient der Integration der virtuellen Realität (hier der Blick nach hinten) in den normalen Bewegungsablauf, ohne den gewohnten Blickwinkel einzuschränken. Man soll sich damit trotzdem gezielt und normal bewegen können.

In einem Video sieht man, wie gut die räumliche Orientierung des Helmträgers funktioniert. Er kann ohne Probleme rückwärts durch Türen gehen, einer Assistentin Gegenstände abnehmen oder sogar Autofahren:

Für James Bond oder Ethan Hunt wäre dieser Helm in den kommenden Kinofilmen sicher eine unglaubliche Bereicherung – wenn die Franzosen die FlyViz-Kamera noch etwas kleiner bauen könnten. Die Einsatzmöglichkeiten sind aber auch jenseits von Agenten-Fantasien groß.

Via Gizmag – weitere Infos in der französichsprachigen Pressemitteilung (PDF) des ESIEA.

 

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