Task One und Cavity Case:
Zwei iPhone-Hüllen für alle Fälle

Gleich zwei iPhone-Cases wollen Apples Smartphone in ein universelles Tool verwandeln und beide suchen derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Unterstützern. Interessenten werden sich wohl oder übel für eines entscheiden müssen. Knifflige Aufgabe, wo sie doch beide ähnlich absurd sind.

Das iPhone 6? Nein, ein iPhone mit Task One Case.

Das iPhone 6? Nein, ein iPhone mit Task One Case.

Smartphones wird nachgesagt, “so ziemlich alles” zu können und geradezu universell einsetzbar zu sein. Das aber findet seine Grenzen natürlicherweise in der physischen Welt. Zwei unterschiedliche Projekte auf der Plattform Indiegogo wollen das zumindest für iPhones nun ändern – mit sehr unterschiedlichen Ansätzen. Während sich die eine Variante das berühmte Schweizer Offiziersmesser mit seinen zahlreichen Werkzeugen zum Vorbild nimmt, ist das andere so etwas wie die allumfassende Hosen- oder Handtasche. Perfekte Helfer also für den gestressten Stadtbewohner von heute oder für den Fall, dass unsere Zivilisation doch überraschend zusammenbricht und man von einem Tag auf den anderen dringend eine Holzsäge in der Hosentasche braucht. Man kann ja nie wissen.

Task One und Cavity Case
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Task One

“Benutze dein iPhone, um dein Fahrrad zu reparieren und dein Steak zu schneiden!” – so werben die Macher des Task One für ihr iPhone-Case. Allerdings muss man gleich einschränkend ergänzen: Das geht nicht gleichzeitig. Aber gut, wollen wir mal nicht zu anspruchsvoll werden. Der Werbespruch “There’s an app for that” half an der Stelle bekanntlich bislang überhaupt nicht weiter. Das Case aber soll es tun. Denn es schützt nicht nur ein iPhone 4/4S oder iPhone 5, sondern ist zugleich ein Multitool. Es ergänzt das iPhone außerdem um 89 g Gewicht.

Das Gehäuse und die Werkzeuge sollen dabei so konstruiert sein, dass man auch im harten Praxiseinsatz nicht das Telefon beschädigt. Eher bricht eines der Werkzeuge, die sich dann für einen geringen Preis wieder ersetzen lassen sollen. Das folgende Video soll die Belastbarkeit ebenso demonstrieren wie den Schutz fürs iPhone:

Tatsächlich kann man anhand des Videos nicht wirklich beurteilen, welche Kräfte wirken. Es bleibt also letztlich doch wieder jedem selbst überlassen, ob man den Machern vertraut oder nicht.

Zu den eingebauten Werkzeugen gehören jedenfalls diverse Schraubendreher, ein Messer, eine Holzsäge und noch einige andere Dinge (siehe dazu auch eine Grafik in unserer Fotostrecke). Das Messer kann man übrigens entfernen, damit man mit dem Case keine Probleme bei der Sicherheitskontrolle am Flughafen bekommt. Ich persönlich würde das Case aber in dem Fall einfach ganz weglassen, denn ich wüsste jetzt nicht, wozu ich die Werkzeuge im Flugzeug überhaupt brauchen sollte…

Im April sollen die iPhone-Hüllen ausgeliefert werden. Wer das Projekt jetzt unterstützt, bekommt ein Task One für umgerechnet rund 70 Euro inklusive internationalem Versand.

Mehr Informationen: Task One auf Indiegogo. Gefunden bei Übergizmo.

Cavity Case

Während sich das Task One eher an den Outdoor-, Survival- oder DIY-Menschen richtet, ist das Cavity Case klar auf die Probleme des modernen Großstadtmenschen ausgerichtet: Wir haben so unheimlich viel Kleinkram, den wir stets dabei haben müssen. Könnte man das nicht alles miteinander kombinieren?

“Yes, we can!” dachten sich offenbar die Macher des Cavity Case. In die diversen Plätzen der klobigen Zusatzhülle kann man dementsprechend eine Menge unterbringen: logischerweise ein iPhone 4/4S oder iPhone 5, drei Haustürschlüssel, einen “normal großen” Autoschlüssel, außerdem entweder Lippenstift, USB-Stick, kleines Feuerzeug oder zwei der speziellen runden Gehäuse, die mitgeliefert werden. Zudem findet sich im Case ein Stift, der sich per Teleskopmechanik auseinander- und zusammenschieben lässt. Nicht zuletzt kann man noch bis zu vier Kreditkarten oder ähnliche Dinge in einem Fach unterbringen. Achja: Ein kleiner Spiegel ist ebenfalls ins Gehäuse integriert.

Im folgenden leicht seltsamen Video stellen die Macher ihr Projekt vor:

A fun message from the founders from Ryan Ellis on Vimeo.

Ganz ehrlich: Ich stelle dieses Case hier nur vor, weil ich es so schräg finde. Es ist nicht wirklich eine Schönheit und Apples Chefdesigner Jony Ive dürfte zwischen Verzweiflung und Übelkeit schwanken, wenn er das Cavity Case sieht.

Aber falls es doch jemand ganz ungeheuer praktisch findet: Man kann das Projekt noch auf Indiegogo unterstützen. In der einfachsten Version möchten die Macher einen Vorschuss von umgerechnet rund 42 Euro inklusive internationalem Versand haben. Da ist aber u.a. der Teleskopstift noch nicht enthalten. Mit Stift und einer Handgelenksschlaufe kostet es etwa 50 Euro inklusive Versand.

Mehr Informationen: Cavity Case auf Indiegogo. Gefunden bei Technabob.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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Ein Kommentar

  1. Zusätzlich zu diesen beiden Hüllen gibt es auch noch das ReadyCase. Ich muss sagen, dass mir das TaskOne mit Abstand am besten gefällt. Wirkt sehr robust und stabil. Bin stark am überlegen mir das anzuschaffen. Ich hoffe sehr, dass es zumindest annähernd mit der Qualität eines Schweizer Taschenmessers mithalten kann. Dann würde ich das Case jederzeit benutzen.

    MfG Helmut

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