Spark:
Mach deine Lampen im Handumdrehen smarter

Während Unternehmen wie Philips uns gern smarte Leuchtmittel verkaufen wollen, verfolgt das Kickstarter-Projekt “Spark” einen anderen Ansatz: Es macht handelsübliche Glühbirnen und Energiesparlampen smart. Spark sitzt zwischen Lampe und Leuchtmittel und ist per WLAN mit dem Internet verbunden.

Spark schenkt Lampen eine Portion "smart".

Spark schenkt Lampen eine Portion "smart".

Dass man eine Wohnzimmerlampe nicht nur zur Beleuchtung verwenden kann, weiß “Spark”-Erfinder Zach Supalla bestens durch seinen Vater: Der ist nämlich taub und durch eine blinkende Lampe erfährt er beispielsweise, dass jemand an der Tür geklingelt hat. Allerdings ist das System von Supallas Vater alles andere als “smart”: Es lässt sich nicht programmieren und auch nicht per Handy oder Internet bedienen.

Der Trend zum “Internet of Things” ist dabei auch Herstellern wie Philips nicht entgangen und sie möchten uns schlaue Leuchten wie die Philips Hue verkaufen – im Prinzip eine Glühbirne mit Internetanschluss. Zach Supalla aber hatte da eine ganz andere Erleuchtung: Warum nicht viel eher die Lampenfassung aufrüsten? Die Idee zu Spark war geboren. Via Kickstarter soll sie Wirklichkeit werden.

Spark – smarte Lampenfassung
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Spark ist so konstruiert, dass es in die weltweit sehr gebräuchliche E27 Lampenfassung passt – das was viele als “normalgroße” Fassung kennen. Auch wenn es natürlich noch viele weitere Varianten gibt. Per WLAN (802.11 b/g/n) verbindet sich Spark mit dem Internet. Die Einrichtung soll in unter einer Minute erfolgt sein, versprechen die Macher. Und kauft man sich einen zweiten Spark, lernt der offenbar gleich vom ersten, wo’s langgeht: “Ein bisschen Magie” sorge dafür, dass sich die Sparks gegenseitig einrichten.

Ist das geschafft, kann man die eigentliche Glühlampe oder Kompaktleuchtstofflampe hineindrehen und das smarte Leuchten kann beginnen.

Apps und Programmierschnittstelle erweitern die Möglichkeiten

Für Android und iOS stellen die Macher selbst kostenlose Apps zur Verfügung. Zudem kann man jeden Spark-Sockel auch per Internet fernsteuern. Sinnvollerweise gibt es für Spark darüber hinaus eine Programmierschnittstelle, so dass sich findige Leute viele smarte Dinge einfallen lassen können.

Wie eingangs im Beispiel zu Zach Supallas Vater erwähnt, lassen sich Lampen dann natürlich als Signal verwenden. Für den modernen Menschen von heute könnte so ein Spark dabei anzeigen, wenn eine neue E-Mail oder SMS eingetroffen ist oder man auf Twitter genannt wurde. Es ließe sich ein “Sonnenaufgangswecker” denken, der eine Lampe als langsam heller werdenden Wachmacher benutzt. Oder aber eine Lampe im Haus zeigt an, wie weit eine Person entfernt ist. Möglichkeiten gibt es viele.

Nicht zuletzt kümmern sich die Spark-Macher darum, dass ihr Projekt auch mit anderen Produkten aus dem “Internet of Things”-Umfeld zusammenarbeitet, beispielsweise mit der Smartwatch Pebble und den SmartThings.

Voraussetzung für den Einsatz von Spark ist neben dem WLAN entsprechender Platz in der gewünschten Lampe: Es ist 32 mm hoch und bis zu 54 mm breit. Darüber hinaus funktioniert das System logischerweise nur mit Leuchtmitteln, die dimmbar sind.

Preise und Verfügbarkeit

An mindestens zwei Stellen hat Spark allerdings Nachteile: Zum einen wird es wohl erst im Juli 2013 lieferbar sein. Zum anderen soll es 59 US-Dollar pro Stück plus 15 US-Dollar für den internationalen Versand kosten, was sich auf umgerechnet rund 57 Euro summiert. Kickstarter erlaubt zudem nicht, dass man gleich mehrere Exemplare vorbestellt. Das soll aber nach Abschluss des Kickstarter-Projekts möglich werden.

Von den erhofften 250.000 US-Dollar haben die Macher aktuell knapp 100.000 zusammen und noch etwa anderthalb Wochen Zeit.

Weitere Informationen auf der offiziellen Website und auf der Kickstarter-Projektseite.

Gefunden bei Gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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2 Kommentare

  1. Dieser ganze WLAN-Schwachsinn.
    Dafür nimmt man ein ISO-Protokoll, und weiß, dass es auch in X-Jahren noch Hardware gibt. Entweder direkt mit DALI bauen, oder mit Enocean nachrüsten. Da gibts auch passende Dimmer für, etc.
    WLAN … Stromverbrauch³…

  2. wieder aus der Kategorie ‘Dinge, die die Welt nicht braucht’, mind. Verschwendung von IP-Adressen

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