Autom Robotic Coach:
Kleiner Roboter hilft beim Abnehmen

Den ersten kommerziell vertriebenen “Social Robot” möchte die Firma Intuitive Automata mit dem “Autom” auf die Beine stellen. Seine Aufgabe: Er soll seinen Besitzern freundlich, hilfreich und zugleich bestimmt beim Abnehmen helfen. Entstanden ist das Projekt ursprünglich am Massachusetts Institute of Technology.

Autom mit seinem Erfinder Cory Kidd.

Autom mit seinem Erfinder Cory Kidd.

Technisch gesehen ist der “Autom” denkbar unspektakulär. Während man sonst gern Gadgets vergleicht, in dem man Pixel zählt, Zentimeter misst oder Gramm wiegt, liegt die Stärke des kleinen Roboters an einer ganz anderen Stelle: Er appelliert an die soziale Ader des Menschen. Und wenn man den Autom sieht, kann man seinem Charme schon auf Bildern kaum widerstehen: Mit seinen große Augen und dem stets freundlich lächelnden Mund aktiviert er ganz offensichtlich das “Kindchen-Schema”.

Angefangen hat seine Entwicklung im Media Lab des Massachusetts Institute of Technology. Im Zuge seiner Doktorarbeit wollte Cory Kidd einen “sozialen Roboter” entwerfen, der eine möglichst klare Rolle im Haushalt haben sollte. Seine Idee war ein Lifestyle Coach und hier besonders Hilfe beim Abnehmen und für eine generell gesündere Lebensweise. Cory Kidd baute einen Prototypen und testete ihn mit verschiedenen Personen. Dabei stellte er fest, dass sich die Roboter-Tester doppelt so lange mit dem Abnehm-Programm beschäftigten wie die Kontrollgruppe, die die identische Software auf einem Laptop nutzte. Die Nutzer bauten ein viel persönlicheres Verhältnis zum Roboter auf als zu einer animierten Figur auf dem Bildschirm.

Autom Robotic Coach
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Im folgenden Video wird der Autom mit seinen Funktionen und seiner Entwicklung vorgestellt:

Cory Kidd arbeitete nach seinem Abschluss 2008 daran, aus dem Prototypen ein kaufbares Produkt zu machen. Und nun scheint er soweit zu sein, denn er sucht über die Crowdfunding-Plattform Indiegogo nach Unterstützern, um die Produktion zu finanzieren.

Und wer sich doch für die Technik im Gehäuse interessiert: Sechs Servomotoren sind allein dafür zuständig, den Kopf, die Augen und die Lider des Autom zu bewegen. In einem Auge ist eine Kamera eingebaut, über die der Roboter verschiedene Personen erkennen kann. Bis zu fünf kann er sich merken und unterscheiden. In seinem Körper ist ein Touchscreen eingebaut, über den man mit dem Roboter interagiert. Hier soll man dann beispielsweise angeben, wie viel man sich bewegt und was man gegessen hat. Zudem kann der Autom auch mit Geräten wie dem Fitbit-Schrittzähler oder der Withings-Körperwaage kommunizieren. Per WLAN ist Autom mit dem Internet verbunden, um Informationen wie neue Fitnessprogramme abzurufen oder die eigenen Daten verschlüsselt im Web als Backup zu speichern. Er funktioniert aber auch ohne diese Verbindung ins Netz.

Autom reagiert auf den Nutzer und passt sich an

Laut den Machern passt sich Autom dem Benutzer über die Zeit an. Demnach versteht der kleinen Roboter etwas von menschlicher Psychologie und verhält sich entsprechend. Während man die generelle Funktion eines digitalen Fitness-Coach auch auf andere und viel preisgünstigere Weise bekommen kann, soll eben gerade die soziale Interaktion die Besonderheit des Autom ausmachen. Zudem hat Cory Kidd mehrere Jahre mit der “Nutrition and Weight Management Clinic” an der Universität von Boston zusammengearbeitet, um mehr darüber zu lernen, wie man Menschen am besten eine gesündere Lebensweise beibringt.

Zum aktuellen Zeitpunkt kann der Roboter sprechen, in dem er Text vorliest, aber man kann sich mit ihm noch nicht unterhalten. Solche und andere Funktionen sollen später im Rahmen eines monatlichen Abos nachgereicht und ergänzt werden. Hierzulande wird man aber vermutlich damit leben müssen, dass diese Features zunächst oder auch ausschließlich für englischsprachige Märkte gedacht sind.

Darüber hinaus gibt es eine eigene Version des Autom, die sich gezielt an Entwickler richtet. Denen steht eine Schnittstelle zur Verfügung, um dem Roboter neue Dinge beizubringen. Laut Beschreibungstext basiert die Plattform auf Android.

Preis und Verfügbarkeit

Wer sich für Autom interessiert, muss sich noch ein wenig gedulden. Sollte die Indiegogo-Kampagne erfolgreich sein, könnten die ersten Roboter im Juni 2013 ausgeliefert werden. Der niedrigste Einstiegspreis sind 199 US-Dollar, umgerechnet etwa 155 Euro. Will man die automatischen Updates und das Backup im Web, kommen 6,99 US-Dollar (ca. 5,40 Euro) im Monat hinzu.

Weitere Informationen auf der Indiegogo-Projektseite und auf der offiziellen Website.

Gefunden bei Gizmag.

 

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Ein Pingback

  1. [...] Ein anderes Beispiel aus diesem Bereich hatten wir kürzlich erst auf neuerdings.com gezeigt: den Autom Robotic Coach. Nüchtern betrachtet ist er ein Computer mit Touchscreen. Aber durch die Augen, den beweglichen [...]

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