Anaesthetic Jack:
Lautsprecher aus Beton

Der Spruch mit dem Holzweg kommt einem unweigerlich in den Sinn, wenn man über einen Lautsprecher aus Beton liest. Ob der “Jack” von Anaesthetic Design nicht nur ein Hingucker ist, sondern sich auch zum Hinhören eignet, ist noch unbekannt.

Gestatten: Betonlautsprecher. Jack Betonlautsprecher.

Gestatten: Betonlautsprecher. Jack Betonlautsprecher.

Materialien jenseits von Kunststoff tauchen auf neuerdings.com immer mal wieder an überraschenden Stellen auf, man denke nur an das Android-Handy aus Bambus, das tatsächlich hergestellt und verkauft werden soll. Und wenn man das Smartphone-Plastik durch Holz ersetzen kann, warum sollte man dann das Holz eines Lautsprechergehäuses nicht durch etwas anderes ersetzen? Beton zum Beispiel? Designer Ben Wahlrich aus Sydney hat genau das gemacht und mit dem “Jack” ein sehenswertes Stück Technik geschaffen – zumindest für Minimalisten.

Anaesthetic Jack Betonlautsprecher
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Jeder Lautsprecher wird dabei per Hand hergestellt. Besonders stolz ist Anaesthetic Design auf den speziellen Beton, dessen Mischung man erst nach mehreren Monaten der Entwicklung gefunden habe. Er soll zehnmal stabiler als normaler Beton sein und damit sowohl haltbar als auch leicht. Und natürlich soll er gut klingen.

Zum Klang trägt bei der Konstruktion außerdem ein rundes Stück Hartholz bei, auf das der Lautsprecher mit einer passenden Aussparung gelegt wird. Durch diesen Abstand möchte der Designer den Sound noch weiter verbessern und Vibrationen verringern. Zudem verweist er darauf, dass der Beton auf den ersten Blick vollkommen nahtlos scheint. Von vorn und oben ist alles glatt und makellos, nur auf der Unterseite soll es eine Naht geben.

Generell ist über den Betonlautsprecher noch wenig bekannt, erst recht nicht der Preis. Immerhin gibt es ein ungefähres Lieferdatum: April 2013. Wenn es soweit ist, ist der Lautsprecher übrigens erst das zweite Produkt von Anaesthetic Design. Die Firma hat Industriedesigner Ben Wahlrich mit dem Grafikdesigner Kiri Hughes 2011 in Sydney gegründet. Ihr Traum sei es, intelligente zeitgenössische Möbel und Haushaltswaren zu entwerfen, heißt es auf der Website.

Als Fazit bleibt: Musikliebhaber mit einem Faible für Beton oder zumindest für schlichtes Design und ungewöhnliche Materialien müssen sich noch ein wenig gedulden. Und wer angesichts des Materials doch etwas skeptisch ist, wird wohl lieber noch ein wenig länger auf die ersten Testberichte warten.

Interessenten können sich hier registrieren lassen.

Gefunden bei Geeky Gadgets.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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