Musik-Center Denon Cocoon Portable im Test:
Streaming wird tragbar

Denon stellte vor kurzem die Cocoon-Serie vor: Diese Modellreihe startet mit zwei Netzwerk-Streaming-Clients, wovon einer als portables System ausgelegt ist. Nun kann Denons neuer Cocoon Portable im Test zeigen, wie portabel er wirklich ist.

Denon Cocoon Portable (Quelle: pd Denon)

Denon Cocoon Portable (Quelle: pd Denon)

Wer Denons neues portables Musik-System zum ersten Mal in die Hand nimmt, wird angesichts des beachtlichen Gewichts überrascht sein. Bei seinen im Grunde übersichtlichen Außenmaßen von 35 x 18 x 14 cm bringt es das System immerhin auf stolze 3,3 kg. Einen nicht unerheblichen Anteil an seiner Masse wird hier der integrierte Li-Ion-Akku haben, der laut Hersteller bis zu fünf Stunden Dauerbetrieb ermöglichen soll. Hierbei hat Denon nicht übertrieben und die angegebene Laufzeit konnte im Test auch erreicht werden.

Die beindruckende Masse des Cocoon Portable sorgt darüber hinaus auch für einen Eindruck der Robustheit und Wertigkeit des gesamten Gerätes. Schön, dass Denon das Gehäuse nicht nur mit Metall verstärkt hat, es ist auch spritzwassergeschützt ausgelegt und sollte so vielen Beanspruchungen standhalten.

Denon Cocoon Portable
Denon Cocoon Portable - side with iPhoneDenon Cocoon Portable - TopCocoon PortableDenon Cocoon Portable - front
Denon Cocoon Portable - back

Dem mobilen Einsatz entsprechend hat Denon die Bedientasten des Cocoon Portable als beleuchtete Sensortasten ausgelegt. Diese sind nahtlos ins Gehäuse integriert und lassen dem Staub keine Chance. Leider wurde jedoch das rückwärtige Anschlussfeld bei Staubschutz außen vor gelassen: Die hier zu findenden Anschlüsse für LAN, AUX und das Ladenetzteil hätte sich über eine schützende Abdeckung sicher gefreut.

Apropos Ladenetzteil: Denon gibt dem Cocoon Portable ein recht leistungsfähiges Netzteil mit. 2,5 A bei 20 V sorgen zwar einerseits für kurze Ladezeiten, andererseits will Leistung auch verpackt sein und so ist das mitgelieferte Netzteil vergleichsweiße groß und unhandlich. Für meinen persönlichen Geschmack hätte das Netzteil gerne etwas kleiner und eleganter ausfallen können.

Verbindungsfreudig

Denons Cocoon Portable unterstützt zur schnellen Integration in vorhandene Netzwerke sowohl WPS- als auch NetLink-Verfahren und ist der Zugang zum Netz erst einmal gefunden, bietet das Gerät Zugriff auf Internet-Radiostreams, den Streaming-Service TuneIn, erlaubt das Streaming von DLNA-kompatiblen Musik-Servern und man kann es zusätzlich über Apples AirPlay mit Audioinhalten versorgen. Positiv fällt auf, dass Denon über die Apple-Grenzen hinaus denkt und dem Cocoon Portable die UPnP-Kompatibilität mit auf den Weg gibt. So kann man ihn mit handelsüblichen UPnP-Programmen, die es auch für Geräte außerhalb der Android- und iOS-Welt gibt, fernbedienen. Für die Android- und iOS-Smartphones dieser Welt gibt es natürlich die hauseigene Denon Remote App mit dem passenden Namen “Cocoon”. Diese App lässt sich per Google Play oder in Apples App Store kostenlos herunterladen.

Klang und Ton

Was Denon im Zusammenhang mit dem Cocoon Portable als “kraftvollen, klaren Denon Hi-Fi-Sound” bezeichnet, ist in der Realität leider ein wenig transparentes und sehr kompaktes Klangbild. Die im massiven Gehäuse verbauten Breitbandtreiber mit 100 mm Durchmesser bleiben zwar über den gesamten Frequenzbereich auch bei hohen Lautstärken verzerrungsfrei, schaffen es aber nie, eine wirklich differenzierte Klangkulisse mit natürlichem Volumen und realistischer Dynamik zu schaffen.

Aber muss ein portables System das denn? Das Cocoon Portable sieht seinen hauptsächlichen Nutzen doch vor allem darin, ein hochwertiges System zur Hand zu haben, das man mit einem Griff mitnehmen kann, ohne auf Kabel angewiesen zu sein. Damit passt es auf die Terrasse zum sommerlichen Brunch oder ins Badezimmer, um einem ausgedehnten Schaumbad die passende musikalische Untermalung mitzugeben.

Ausgehend von diesen Voraussetzungen ist der Sound des Denon Cocoon Portable durchaus angemessen und wenn gewünscht, lässt sich mit dem Cocoon Portable die Terrasse auch zum Tanzen bringen.

Fazit

Denons neues Musiksystem Cocoon Portable ist, auch wenn es sich nicht für das Picknick fernab von Zuhause eignet, durchaus tragbar und macht es leicht, das nächste Barbeque oder eine längere Badewannensitzung mit Musik zu untermalen. Zwar könnte der Sound etwas detailreicher und dynamischer sein, insgesamt ist das System aber sehr solide konzipiert und bietet die von Denon gewohnte Verarbeitungsqualität.

Weitere Informationen zum Denon Cocoon Portable gibt es auf der Herstellerseite oder hier bei neuerdings.com.

 

Frank Busch

Frank Busch ist einer der Autoren von neuerdings.com. Er ist Internetintensivnutzer, technikaffin und arbeitet hauptberuflich für ein amerikanisches Software-Unternehmen.

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Ein Kommentar

  1. Super Test, vielen Dank dafür. Aktuell kann man das System sogar ganz günstig kaufen – nämlich für nur 179 €.

    Quelle: Preisjäger.de (http://preisjaeger.de/817…fur-179-e-48-sparen/)

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