Microsoft Surface Test:
Ein Tablet, kein Notebook und niemand hat es Microsoft gesagt

Es sollte die Symbiose aus Tablet und Ultrabook werden, der Aufbruch mit Windows 8 und eigener Hardware in eine neue Ära. Schon das mit Windows 8 stimmt beim ersten Surface nicht. Im Test zeigte sich: das mit dem Ultrabook auch nicht. Das Surface ist ein Tablet, weiter nichts. Nur hat Microsoft das noch nicht so ganz begriffen – und leider auch nicht so kommuniziert.

Das Surface mit Windows RT: Chic ist es schon

Das Surface mit Windows RT: Chic ist es schon

Die ersten Zeilen dieses Texts begann ich auf einem Microsoft Surface RT. Beendet habe ich ihn dort, wo ich mich zu Hause fühle, auf meinem fünf Jahre alten weißen MacBook. Es ist noch gar nicht lange her, da hatte ich mir im Geiste ausgemalt, wie es wäre, das MacBook mit dem Surface zu ersetzen. Denn immerhin sollte das Surface auch ein Notebook sein – und je nach Bedarf ein Tablet. Jetzt nach dem Test weiß ich: Ein Ersatz wird das Surface RT nicht sein können. Allerdings ist es ein tolles Tablet mit einem unfertigen Betriebssystem irgendwo zwischen Desktop- und mobilem OS. Es ist nicht so schlecht, wie es vielfach gemacht wird. Und doch agiert Microsoft hier derzeit sehr unglücklich.

Microsoft Surface mit Windows RT
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Denn oft gewann man in den vergangenen Wochen den Eindruck, die da drüben in Redmond wüssten selbst nicht so genau, was sie da eigentlich fabriziert haben. Tablet, Laptop, beides – die Idee ist mutig, nicht nur eigene Hardware herzustellen, sondern auch die Entscheidung dem Käufer zu überlassen. Das Surface soll sein, was der Kunde daraus macht. Das Problem: Windows RT, das für ARM-Architektur fabrizierte, abgespeckte Windows 8, ist für diesen Spagat nicht ausgereift genug.

Teils gewöhnungsbedürftig, teils noch nicht fertig

Denn eins ist das Surface mit Windows RT sicherlich nicht: der Ersatz für einen modernen Arbeitscomputer. Und das ist der Knackpunkt: Es ist ein Tablet, mit dessen Hardware man hin und wieder mal einen mittellangen Text ganz ordentlich runtertippen kann. Tabellenkalkulationen oder auch schon die Bedienung von WordPress sind hingegen ein Graus. Es geht dabei weniger um das Schreiben an sich als um die kleinen Kniffe, die man täglich hundertfach anwendet: Texte markieren, Links kopieren, zwischen Browser-Tabs hin- und herspringen. Schwierig bis unmöglich mit dem Surface RT und seinem Internet Explorer 10.

Natürlich sind die neuen Wischgesten unter Windows RT gewöhnungsbedürftig. Sie wirken logisch, wenn man sich bereits nach wenigen Stunden an sie gewöhnt hat. Multitasking funktioniert gut, wenn nur zwei Apps geöffnet sind. Dann kann man sehr einfach über einen Wisch vom linken Bildrand aus zwischen den beiden Anwendungen hin- und herwechseln. Bei mehreren geöffneten Apps gelingt das nicht mehr so einfach. Die versprochene Anzeige aller geöffneten Apps am linken Bildschirmrand gelang mir mit allen versuchten Bildschirmgesten nicht. Am Ende half mir ein Umweg: Eine App aus dem Rand “herausziehen”, nicht loslassen und dann wieder zurückschieben, öffnet den Nachfolger der Taskleiste. Ebenfalls nicht leicht: eine offene Anwendung zu schließen. Das gelingt im Prinzip mit einem Wisch vom oberen Rand quer über den Bildschirm bis über den unteren Rand. In der Praxis funktionierte das in manchen Fällen aber einfach nicht.

Erstaunlich gutes Tippen auf dem Touch Cover

Microsoft legt einem nahe, Maus und Touchpad gar nicht mehr zu benutzen (obwohl beides möglich ist), ganz ohne kommt man allerdings nicht aus. Mir misslang jeglicher Versuch mit dem Touchscreen, Apps von der Startseite zu lösen und das Menü nach eigenem Gutdünken anzupassen. Erst mit einem Rechtsklick der zur Hilfe genommenen Maus (!) fand ich schließlich die notwendige Einstellung, um Tabs zu lösen und das Menü frei anzupassen.

Touch Cover (blau) und Type Cover (schwarz)

Touch Cover (blau) und Type Cover (schwarz)

Das Surface RT auf den Schoß zu nehmen und mit der optionalen Plastiktastatur Type Cover als Laptop zu benutzen, funktioniert nicht gut. Auf einer harten Oberfläche lässt es sich mit dem Type Cover wunderbar tippen, auf dem Schoß, biegt es sich durch und verschluckt einzelne Buchstaben. Auch wollte Windows RT das Type Cover nicht mehr erkennen, als ich es einmal im laufenden Betrieb abnahm und im Standby-Modus wieder anschloss.

Das überraschend harte Touch-Cover entpuppte sich hier erstaunlicherweise als zuverlässiger. Das ungewohnte Tippen auf dem Cover fühlte sich weniger intuitiv an, ging aber zumindest mir gerade auf dem Schoß schon nach kurzer Zeit erstaunlich leicht von der Hand. Achillesferse beider Tastaturtypen ist jeweils das klein bemessene und selten zuverlässige Touchpad. Scrollen mit dessen Hilfe ist nahezu unmöglich.

Warum nur? Warum?

Nur schwer nachvollziehbar ist für mich außerdem die neue Bedienung im Internet Explorer 10, der derart revolutionär daher kommt, dass er Tabbed Browsing abgeschafft hat. Statt dessen werden offene Tabs nun in einem Reigen von Mini-Vorschauen angezeigt. Das ist wirklich komfortabel, wenn man auf der Couch liegt und nur lesen möchte. Die Arbeit erschwert es, weil man immer zunächst die Tab-Auswahl mit einem Wisch vom oberen Bildschirmrand aufrufen muss und dann jedes Mal neu nach dem Haupttab (bei mir WordPress) sucht. Die Möglichkeit, Tabs anzuheften, wie das etwa im Firefox und Google Chrome möglich ist, ist eine Sache, die ich bei ständig geöffnetem WordPress-, Mail- und Facebook-Tab nicht mehr missen möchte. Im IE 10 ist das offenbar nicht vorgesehen.

Warum nur hat man Tabbed Browsing zwingend abgeschafft? Was war so schlimm daran? Was spricht gegen eine Taskleiste? Und warum schafft man alles Mögliche ab, lässt aber diese unsägliche, unfertig wirkende Desktop-Darstellung im System? Warum sind die Systemprogramme nicht für die neue Kacheloptik optimiert und wirken so, als hätte man an ihnen überhaupt nichts geändert?Warum lässt sich ein Herzstück wie der Task Manager nur über den Umweg des Desktops aufrufen? Warum lässt sich der eingebaute Kickstand nur in einer Position aufstellen? Warum rendert der IE 10 so schlecht?

Ich bleibe einigermaßen ratlos zurück. Dass wir uns nicht falsch verstehen: Im Großen und Ganzen funktioniert das Surface RT. Es ist ein tolles Tablet mit kleinen Macken, mit denen man im Prinzip leben kann, die in der Summe aber die Sinnfrage stellen lassen: Was genau soll das eigentlich? Eine Tablet-Ultrabook-Kombi mit einem System, das für Tablets optimiert ist, eine Desktop-Darstellung auch gar nicht nötig hat, trotzdem aber nicht ohne diese auskommen mag. Ernsthaft mit dem Surface RT zu arbeiten, ist kaum möglich. Also doch ein Tablet?

Zu teuer, aber insgesamt empfehlenswert

Ja, ein Tablet, nichts mehr und nichts weniger. Ein ganz ordentliches sogar, das durchaus Spaß machen kann, wenn erst einmal alle Kinderkrankheiten beseitigt sind, der Store gefüllt und übersichtlicher gestaltet ist. Windows RT als das Windows Phone der Tablets – wenn das erst einmal reibungslos funktioniert und die Desktop-Pflicht für einige Apps wie Office wegfällt, kann das Surface eine echte Alternative zu iPad, Googles Nexus-Tablets und Amazons Kindle Fire sein.

Kann ich das Surface RT denn nun empfehlen? Überraschung: Ja, ich kann. Und ich würde gleichzeitig von einem Kauf derzeit abraten. Microsoft rüstet ständig Updates nach, die einige Kinderkrankheiten in der Tat zu beseitigen scheinen. Der Store könnte noch mit mehr Apps gefüllt werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die Lage Anfang kommenden Jahres schon viel besser aussieht – und dass die Preise noch ins Rutschen kommen. Es ist ein Tablet, kein Ultrabook. Deswegen und angesichts des Fertigungsgrads sind die derzeitigen Preise ab 479 Euro (32 GByte ohne Touchcover) gefühlt um 200 Euro zu hoch. Auf die x86-Version des Surface mit dem “echten” Windows 8 Pro zu warten, bringt übrigens nichts. Das könnte zwar weniger Fehler bedeuten – besser damit arbeiten lassen wird sich aber nicht. Das verhindert die Konstruktion.

 

Jürgen Vielmeier

Jürgen Vielmeier ist Redakteur bei neuerdings.com, netzwertig.com und dem Euronics Trendblog. Neue Gadgets und Software? Liebend gerne! Aber nur, wenn sie das Leben auch wirklich leichter machen.

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21 Kommentare

  1. Guter Test des Microsoft Surface RT, sehr ausgewogen und fair. Danke! Was mich mal interessieren würde: Wenn man es als reines Consumer-Tablet à la iPad kaufen wollte: Ist es dann empfehlenswert(er)? Dass man damit nicht vernünftig arbeiten kann, habe ich nun verstanden (und auch gar nicht anders erwartet). Aber wie sieht es als Second Screen aus, wie ist das subjektive Lesegefühl (Gewicht, Material, Bildschirmauflösung, -schärfe und -helligkeit)? Und könnte es auch in einem Jahr noch Spaß machen oder ist es dann schon um Längen von der Konkurrenz abgehängt?

  2. Natürlich ist das nur ein Tablet, das ist ja auch die RT Version…

  3. @Fabian: Dass es RT ist reicht mir nicht als Argument dafür, dass es nur ein Tablet ist. ;) Das Surface wird ja in vergleichbarer Ausführung später auch mit Windows 8 Pro erscheinen. Außerdem ist RT zwar für ARM-Architekturen gemacht, was aber andere Geräte als Tablets nicht per se ausschließt. Darauf dass man sehr wohl auch Desktop-Nutzer im Auge hatte, deutet die Desktop-App hin. Man war sich intern offenbar nicht ganz einig, was RT eigentlich werden soll, und genau das ist eben das Problem.

    @JuiceDaniel: Da erlaube ich mir kein Urteil. Der Bildschirm ist hell und kontrastreich. Mag sein, dass da das eine oder andere noch etwas mehr kann. Alles in allem bewegt sich das im Rahmen dessen, was Apple, Google und Amazon da auch im Moment in petto haben. Das Ding zu benutzen, hat schon Spaß gemacht. Ich würde es davon abhängig machen, ob mir die Kacheloberfläche gefällt und ob ich bereit bin, eben diesen deutlich höheren Preis im Vergleich zum Nexus 10 und zum Kindle Fire HD dafür zu bezahlen.

  4. Schon nach dem ersten Absatz hab ich gedacht, das wird ja spannend. “Zurück zu meinem alten und gewohnten” ganz nach dem Motto: Was der Bauer nicht kennt das frisst er nicht.
    Wenn ein angebissener Apfel drauf wäre, würde damit stundenlang ohne Reklamation ausprobiert und rum-gespielt bis man alles kennt und weiss wie es funktioniert. Danach steht im Text so intuitiv zu bedienen…
    Irgendwie hatte ich das Gefühl gewisse Details wurden hier als das wichtigste der Welt hervorgehoben nur um dann zu Urteilen: “Weil es das nicht so macht wie auf meinem Computer ist es ein doofes Gerät”

  5. @Raphael: Frage mich jetzt gerade, wer von uns beiden vorurteilsfreier an die Sache rangegangen ist. Du, der glaubt, nach dem ersten Absatz schon alles gelesen zu haben, oder ich, der das Ding durchaus wohlwollend auf Herz und Nieren geprüft hat. Oder anders gesagt: Wenn man nach dem ersten Absatz einer Geschichte schon aufhört zu lesen, verbaut man sich die Chance, eine überraschende Wendung mitzubekommen. Schade.

  6. Das Review ist schon etwas merkwürdig, vor allem aber deshalb weil wild zwischen Use Cases und Metro und Desktop hin und her gewechselt wurde und die Kritik dann meist einsetzt, wenn man den falschen Anwendungsfall mit der falschen Bedienung auf die falsche App losläßt.

    Beispiel: Excel = Maus + Tastatur (oder in dem Fall Touchpad) = identisch wie auf dem Desktop. Wenn also in dem Review steht man könnte mit Excel nicht arbeiten kommt man mit Excel auf dem Desktop Rechner auch nicht klar oder man hat was falsch gemacht.

    In dem Artikel gibt es noch viele weitere Beispiele von klassischer Fehlbedienung. Wenn ich mit WordPress arbeiten will, was hindert den geneigten Anwender den Desktop IE mit M+K (TouchCover) zuverwenden inclusive aller Tastenkürzel und den vorhandenen Tabs? Anstelle wird drauf rumgeritten, dass der Metro IE sich zwar gut auf dem Sofa bedienen läßt aber aufgrund des anderen Tab Konzepts für die gewohnte WordPress Tätitgkeit ungeeignet ist.

    Wenn wir den Desktop mal für einen Moment aussen vorlassen wird man feststellen, dass sich das Surface bedienen läßt wie jedes andere Tablet auch. Es hat konzeptuell durch den Split Screen, die Charmbar mit globaler Suche und Share sogar Bedienvorteile.
    Kommen wir nun zum Desktop, hier läßt sich jedes der Office Programme, der Windows Explorer sowie der IE genauso bedienen wie auf dem Desktop, inclusive aller Tastatur-Kürzel etc. Na klar gibt es Probleme, wenn ich hier versuche auch mit Touch zu hantieren, daber dafür ist der Desktop nicht primär ausgelegt.

  7. Ich glaube, wenn man die Ankündigungen, die Microsoft zu Surface gemacht hat, richtig und Aufmerksam verfolgt hätte, dann wäre schnell klar gewesen dass ein Surface für Windows RT nicht mit Ultrabooks konkurrieren möchte.
    Da sorgt schon die ARM Arichitektur für, dass das nicht funktionieren würde (wg. der Performance). Surface für Windows 8 Pro soll das machen – und wird es auch können, wenn man sich die Daten dazu ansieht. Display-Port Ausgang z.B., Core i5 verbaut, Windows 8 Pro installiert. Wenn man dann noch type-cover statt touch-cover verwendet, ist das Teil es verdammt kleines Ultrabook.

    Ich selbst schreibe gerade vom Surface RT aus, mit touch-cover, und bin vollständig überzeugt vom System als die kleine Brücke zwischen Notebook und Tablet.

    Wenn ich übrigens hohe Performance benötige, gehe ich mit der neuen Remote Desktop Version vom Surface auf meinen Desktop Rechner mit Windows 8 Pro – man merkt fast nicht, dass man Remote arbeitet.

  8. Also meine Frau kommt mit Win8 aufm WeTab super zurecht. Auch die von dir genannten Gesten funzen ohne Probleme. Und gerade unseren Hausbau-Blog mit WordPress pflegt sie ohne Probleme.
    und natürlich lässt sich mit der x86-version besser arbeiten, weil da jede Software drauf läuft. Einfach opera druff, und schon haste deine Tabs wieder.
    Und zum Vielschreiben sind weder Tablet noch Notebook geeignet. Dafür schließe ich auch an mein großes EliteBook immer noch eine ergonomische Tastatur an. Alles andere ist Selbstmord für die Hände und Gelenke.

  9. Ausser dem Win 8 auf meinem Desktop-PC habe ich noch keine eigene praktische Surface, RT, Tablet… Erfahrung. Was ich jedoch aus vielen Berichten rausziehen kann: Tablets und Windowsversionen gibt es in (zu) vielen Versionen, so dass man als Konsument irgendwie überfordert ist. Soll ich ein Tablet mit RT kaufen oder auf Pro warten? Dann liest man wieder irgendwo die Hardware sei zu schwach oder Programme liefen nicht… Microsoft und die Hardwarehersteller täten gut daran, mal klar zu stellen, welche Hard- und Software für was gedacht ist und was man als Anwender realistisch erwarten kann. Überforderte Konsumenten werden nach einem Fehlkauf entweder enttäuscht sein oder sich komplett zurückhalten – beides ist aus Sicht von Microsoft nicht wünschenswert.

  10. @Georg: Danke für deinen Kommentar, genau so hab ich mir auch gedacht.
    @Jürgen Vielmeier: Ich hab ja den ganzen Beitrag gelesen, nur war schon nach dem ersten Absatz klar dass das Fazit vernichtend ausfallen wird. Übrigens würde ich gerne ein solches Gerät testen, aber in der Schweiz gibt es das noch nicht zu kaufen.

  11. @Raphael: Das nennst du ernsthaft ein vernichtendes Fazit? Sorry, also da muss ich dir nach wie vor unterstellen, dass du nur das liest, was du lesen willst.

  12. Zum Thema “Probleme mit dem Appwechsel”.

    Sehr wohl kann man zwischen den geöffneten Apps über den linken Bildschirmrand wechseln. Standardmäßig steht die Einstellung auf “zuletzt verwendete App”. Um dies zu ändern, einfach die Charm-Bar öffnen, auf Einstellungen klicken und den unten den Link “PC-Einstellungen ändern” wählen . unter dem Begriff “Allgemein” gibt es im Bereich “App-wechsel” zwie Checkboxen. Die erste muss eingeschaltet sein “Appwechsel zulassen…”, die zweite muss aus sein “… letzte App wechseln …”. Dann kann man von links auf den Bildschirm ziehen und sieht alle geöffneten Apps als Vorschau und kann dann dort eine beliebige wählen.

    Ich persönlich setze W8 auf einem Surface RT, meinem Wohnzimmer-PC und meinem Notebook ein und ich komme meist mit dem Surface aus. Hier gilt wie überall: Für jedes Problem das richtige Werkzeug, wenn ich nur einen Hammer habe, ist alles ein Nagel.

  13. Zum Thema Usibility und Apps.

    Natürlich ist das Surface ein Tablet und sollte an sich wie eines benutzt werden. Die “Aufrüstung” mit Tastatur und Mauspad macht aus dem Teil sicherlich kein Ultrabook. Auch ein Ipad wird mit Tastatur nicht zu einem Mac-book. Hier sollte man nicht nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Wer auf der Couch surfen will und eben mal kurz seine Emails und Neuigkeiten checken will, ist mit dem Surface gut bedient. Wer Excel und Word nutzen will, sollte das unbedingt mit der Tastatur machen, da auch das eingebaute Office das nicht gut löst (ist halt kein Tablet geeignetes Produkt). Aber mit dem Touch Cover geht es und wer mehr Tastatur haben will, schliesst einfach eine an die USB Schnittstelle an und kann damit proffessionell arbeiten. Das gleiche gilt auch für die IE Versionen (Couch Version in RT oder der große IE10 auch mit Tabs). Wer sich unter W8 mal ansehen will, wie das mit den Office Produkten weitergehen kann, sollte sich mal die One-Note App (nicht die vom Desktop) ansehen. Das Bedienrad ist super für die Touchbedienung geeignet.

    Und wenn wirklich eine App drauf laufen soll die nicht RT fähig ist, der Remotedesktop macht auch Remoteapps vom Terminalserver oder Citrix und integriet damit das Tablet optimal in die Geschäftswelt.

    Ja, es ist noch nicht alles Gold was glänzt, einiges hat Kinderkrankheiten und muss noch dringend verbessert werden, jedoch komme ich im normalen Alltag damit super zurecht und die Apps, die es jetzt schon gibt, decken vieles schon ab, das was fehlt, kommt sicherlich in den nächsten Wochen.

  14. Die Gesten funktionieren wunderbar, wenn man sie richtig ausführt. Markieren einer Kachel mir kurzem Wisch nach unten. Zum Umsortieren muss man die Kachel quasi kräftig wegziehen.

    Meine 3jährige Tochter kann den Homescreen umsortieren…

  15. Win RT= ARM Prozessor, Tablet OS, Metro
    Win Pro= Intel i5, Desktop OS, alle Windows Programme, Preis 1000Fr.+
    Das kann doch nicht so schwer sein?!

    Ich freue mich endlich Office auf dem Tablet zu benutzten und andere beschweren sich, es sei nicht wie auf dem PC….

    Ansonsten leider kein Informationsgehalt im Artikel. Wie sieht es z.B mit Sync aus? Remote Desktop?

  16. @Raphael: Das Surface kann problemlos im deutschen Microsoft Store gekauft und in die Schweiz geliefert werden, allerdings mit dem deutschen Tastaturlayout.
    Erste Tests meinerseits verliefen sehr positiv. Im “Tablet-Modus” geschieht die Bedienung intuitiv, das Tablet reagiert zügig. Nach wenigen Tagen vermisse ich auf meinem Android-Tablet schon einige der Gesten, die mir Windows RT bietet.
    Das Touch Cover lässt sich nach kurzer Angewöhnungszeit erstaunlich gut bedienen und ist zum Schreiben mittellanger Texte durchaus geeignet. Dank des USB-Anschlusses kann ich auch eine kleine, herkömmliche Maus anschliessen, da das integrierte Pad leider etwas gar klein geraten ist.
    Fazit: Ein gelungener, erster Entwurf von MS; evtl. werde ich mir sogar die Version mit Windows 8 Pro leisten.

  17. Ich denke der Autor hat den Unterschied zwischen RT und Vollversion nicht verstanden.
    Schande!

  18. Surface ist weder ein Tablet noch ein Notebook, es ist Surface.
    Einziger Nachteil: es gibt keine Anleitung. Gäbe es diese hätte der Autor sich nicht, so wie ich, sich tastend zurechtfinden müssen. Alles auf dem Surface funktioniert wie auf einem Desktopcomputer – oft sogar schneller – wenn man einmal herausgefunden hat wie es geht.
    Hätte vor 15 Jahren jemand behauptet, dass die Zeit kommt wo man sich mit seinem Computer auf die Couch oder ins Bett zurückziehen kann, hätte man ihm keinen Glauben geschenkt. Und jetzt ist es so weit.

  19. Ich besitze selbst seit einigen Wochen ein Surface-Tablet mit Touch- und Type-Cover und bin davon begeistert. Die Bedienung ist eingängig, die Wischgesten hat man schnell intus (die Recent Apps ruft man übrigens genau so auf, wie im Review beschrieben, nix Workaround…), das Tablet ausreichend flott.

    Weshalb man auf dem Surface nicht arbeiten können soll, ist mir übrigens ein Rätsel. Ich nehme an Sitzungen nur noch das Tablet mit dem Type-Cover mit. Protokolle schreiben sich mit dem installierten Word 2013 RT absolut problemlos und ähnlich angenehm, wie auf dem Desktop/Laptop. Auch Excel tut seinen Dienst einwandfrei. Insofern halte ich die Kritik schlicht für verfehlt. Wie ein Vorredner festgehalten hat: Wer damit Probleme hat, kommt auch auf dem Desktop nicht zurecht.

    Dass IE10 Tabbed Browsing nicht im klassischen Sinn anbietet, mag den Begutachter hier stören, ist aber kein Problem von Surface an sich, sondern ein Designentscheid in Win8. Die Kritik ist damit eine an Win8, nicht an Surface. Ich persönlich ziehe eine grössere Bildschirmfläche der permanenten Anzeige von Optionen, die ich 90% der Zeit nicht benötige, jedenfalls vor. Und mit einem Wisch sind die Optionen ja wieder da. Im übrigen kann ich auch auf Surface RT wie bei Win8 in den Desktop-Mode wechseln und dort den “klassischen” IE mit Tabs und dem ganzen Schnickschnack aufrufen. So what???

    Seit ich Surface nutze, liegen mein Android-Tablet und das iPad2 meist nur noch rum bzw. werden von mir ganz selten noch für einzelne Anwendungen (Video-Überwachung, Bundesgerichtsentscheide offline) eingesetzt.

    Der Preis für das Tablet ist im übrigen angemessen, nicht zuletzt auch mit Blick auf die sehr gute Verarbeitung und die eingesetzten Materialien.

  20. Wie könnt ihr euch darüber beschweren, dass es nur ein tablet ist, wenn es die TABLET Version von Windows 8 auf einem TABLET ist?

    Genauso die kritik das man den IE10 nicht zum arbeiten nutzen kann. Nutzt ihr einen Kindle Browser zum Arbeiten oder den Safari?

    Wenn jemand arbeiten will holt er sich ein Laptop und kein Tablet und in der Version mit Windows 8 Pro für Tablets kann man den ganz normalen Desktop Browser nutzen und das normale Office.

5 Pingbacks

  1. [...] sondern eben auch unter die Techblogger unter diesen. So wurde ich per Twitter auf einen Neuerdings.com-Post aufmerksam, wessen Autor sich versuchte kritisch mit dem Gesamtprodukt aus Tablet (?) und Windows [...]

  2. [...] wurde meine Kreditkarte nicht akzeptiert. Ich testete ein softwareseitig noch leicht fehlerhaftes Surface mit RT – ich wundere mich über Entwicklungsstand, Preis- und Informationspolitik. Dabei gäbe es [...]

  3. [...] Smartphones siegt derzeit vor allem die Holzhammer-Methode: Microsoft beispielsweise rüstet das Surface-Tablet auf Wunsch mit einer vollwertigen, physischen Tastatur aus und Geräte wie das Archos 101 XS sind [...]

  4. [...] Ein Lüfter, wie er im Surface Pro verbaut sein wird, ist in keinem Tablet sexy. Der kleine Bruder Surface RT ist ein ordentliches Tablet, solange man die andockbare Tastatur weglässt. Das Surface Pro [...]

  5. [...] einfach ein Tablet und ein Notebook vorgestellt, statt beides irgendwie zusammenzuwurschteln? Das Surface RT ist von Rechenleistung und System ohnehin in der Kategorie Tablet anzusiedeln. Für 1.000 Dollar [...]

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