Robot Dragonfly:
Mini-Libelle für Hobbyspione

Auf der Plattform Indiegogo wirbt derzeit ein Team um Unterstützer für eine fernsteuerbare Libelle. Man soll das künstliche Tier je nach Modell sogar mit einer Kamera ausrüsten können. Gelenkt wird sie dann per Android-Handy oder iPhone. Aber wie realistisch ist das Projekt überhaupt?

So könnte/sollte die Libelle aussehen. (Foto: techject.com)

So könnte/sollte die Libelle aussehen. (Foto: techject.com)

Winzige Quadrocopter, beeindruckende Drohnen, niedliche Rennwagen – längst können wir mit dem Smartphone oder Tablet solche Vehikel kontrollieren. Eine Libelle, wie sie die Techniker vom Georgia Institute of Technology entwarfen, gibt es bisher noch nicht. Aber das soll sich ändern.

Ursprünglich entstand ein Prototyp mit Unterstützung der US Air Force. Diese investierte eine Million US-Dollar in die Entwicklung der Robot Dragonfly, wie sie von den Verantwortlichen von TechJect genannt wird. Das Unternehmen ist auf ferngesteuerte Flugdrohnen spezialisiert, die für verschiedenste Zwecke geeignet sein sollen. Besagte Dragonfly ist speziell für Hobbypiloten und Freizeitspione, aber auch Spieler gedacht. So heißt es zumindest. Und in der Tat klingt die Theorie schon einmal ziemlich spannend.

Robot Dragonfly
dragonfly_8dragonfly_6dragonfly_4dragonfly_5
dragonfly_3So könnte/sollte die Libelle aussehen. (Foto: techject.com)dragonfly_2

Vier Flügel sollst du haben

Im Gegensatz zu einem Spielzeug-Helikopter oder anderen Flugobjekten verfügt die Robot Dragonfly über vier Flügel, die sich – ähnlich wie das Insekt in der Natur – äußerst schnell bewegen. Dadurch ist das Gerät in der Lage, abzuheben und durch die Lüfte zu flattern. Laut eigenen Aussagen, zum Beispiel auf der offiziellen Webseite, ließ man sich von der lebenden Vorlage inspirieren – so wie schon die Menschen vor Hunderten von Jahren. Der Unterschied ist freilich, dass modernste Mikroelektronik zum Einsatz kommt. Ein Lithium-Polymer-Akku treibt die Motoren für die Flügel an. Ebenfalls stecken in dem Flieger optional eine Kamera für Videoaufnahmen und ein Wi-Fi-Modul für die Kontrolle über einen Computer. Hinzu gesellen sich Sensoren für die optimale Kontrolle.

Das Ziel ist es, dass man die Robot Dragonfly über eine App für Android oder iOS kontrollieren kann. Alternativ überwacht man ihr Flugverhalten am Rechner oder gibt ihr womöglich ein anzufliegendes Ziel vor.

Aber?

Was an sich wirklich aufregend klingen mag, macht dennoch etwas stutzig. Zwar existieren (angeblich?) Prototypen, von denen aber zeigen die Erfinder auf Indiegogo.com kaum etwas. Dabei sammeln sie auf dieser Crowdfunding-Plattform aktuell 100.000 US-Dollar ein, um ihre Idee fertigstellen zu können. Zwar findet man dort allerlei technische Erläuterungen, zum Beispiel über die patentierten Flügel oder die verwendeten Prozessoren – aber echte Bilder? Fehlanzeige. Vielmehr serviert man Neugierigen vorgerenderte Artworks, wie die Libelle schlussendlich aussehen könnte. Gibt es Grund zur Skepsis? Es ist schwierig, dies gegenwärtig einzuschätzen.

Immerhin aber scheinen sich genügend Interessierte gefunden zu haben, die Geld für die Robot Dragonfly vorschießen wollen. Besagte Summe wurde fast erreicht, was auch an den angegebenen Preisen liegt. Ab 99 US-Dollar (rund 80 Euro) gibt es eine Basis-Variante des künstlichen Tieres, interessanter sind die größeren Modelle ab 179 bis 499 Dollar. Diese bieten bessere Prozessoren, Wi-Fi oder eine Kamera. Es sind sogar mehrere Farben geplant.

Sollte sich die Robot Dragonfly wirklich in ein reales Produkt verwandeln, könnte uns hier ein vielversprechendes Spielzeug erwarten. Die Libelle könnte das Haus bewachen, den „Job“ eines Stalkers übernehmen oder die Ehefrau beim Fremdgehen filmen. Vielleicht wäre sie aber einfach nur ein Spaß für die Freizeit, der durch die unkonventionelle Art des Fliegens für Aufsehen sorgt?
Weitere Details und die Möglichkeit, Geld für das Projekt vorzuschießen, gibt’s auf Indiegogo.com.

 

Mehr lesen

Ainol Novo 7 Crystal 2: Android-Tablet mit 7 Zoll für unter 100 Euro

22.5.2013, 2 KommentareAinol Novo 7 Crystal 2:
Android-Tablet mit 7 Zoll für unter 100 Euro

Wer auf der Suche nach einem neuen Tablet ist, möchte wahrscheinlich einen ordentlichen Prozessor, ein gutes Display und einen brauchbaren Akku am liebsten zu einem niedrigen Preis. Wer glaubt, dass so etwas unmöglich ist, wird durch das Ainol Novo 7 Crystal 2 eines Besseren belehrt. Das 7 Zoll große Tablet gibt technisch einen Menge her und wird für unter 100 Euro angeboten.

Earl E-Ink Outdoor Tablet: Das macht was mit

13.5.2013, 3 KommentareEarl E-Ink Outdoor Tablet:
Das macht was mit

Für all die Abenteurer dort draußen will Earl das passende Tablet sein. Es kommt mit rauen Umgebungen zurecht, bei denen andere Tablets längst aus Protest den Dienst einstellen. Und es bietet diverse nützliche Features.

GamePop Android-Spielkonsole: \

11.5.2013, 2 KommentareGamePop Android-Spielkonsole:
"Kostenloser" Ouya-Konkurrent – Wo ist der Haken?

Ouya, GameStick und viele andere Hersteller buhlen um die Gunst der Gelegenheitsspieler. Android-basierte Spielkonsolen zum Niedrigpreis - ist das der Trend der Zukunft? Das Unternehmen BlueStacks ist davon überzeugt und stellte GamePop vor: eine Spielekiste, für die Gamer im besten Fall nicht einmal etwas bezahlen sollen. Wie geht das?

Zipcycle: Futuristisches Liegerad sucht Unterstützer

21.5.2013, 0 KommentareZipcycle:
Futuristisches Liegerad sucht Unterstützer

Der Designer Eric Birkhauser hat eine Vision: Er möchte das Fahrrad der Zukunft bauen, das noch mehr Menschen weg vom Auto und hin zum Zweirad bringt. Sein Entwurf eines Liegerads scheint dabei direkt dem Windkanal entsprungen.

Jamstik: Weck den Jimi Hendrix in dir!

6.5.2013, 2 KommentareJamstik:
Weck den Jimi Hendrix in dir!

Wäre es nicht toll, eine so kompakte E-Gitarre zu haben, dass man sie praktisch immer mitnehmen kann? Und wäre es nicht zugleich großartig, auf lockere Art und Weise das Spielen darauf zu lernen? Genau das will das Indiegogo-Projkt "Jamstik" leisten. Prototypen von Hard- und Software sind bereits fertig.

Instabeat: Fitness-Tracker für Schwimmer mit einem Hauch Google Glass

2.5.2013, 2 KommentareInstabeat:
Fitness-Tracker für Schwimmer mit einem Hauch Google Glass

Das Instabeat Heads-Up-Display hat sich vorgenommen, das Schwimmtraining zu revolutionieren. Es übernimmt die Funktion eines Fitness-Trackers und hat dabei gewisse Ähnlichkeiten mit Google Glass.

Headflat: Seltsame Kopfhalterung verspricht neuartige Smartphone-Kontrolle

1.4.2013, 5 KommentareHeadflat:
Seltsame Kopfhalterung verspricht neuartige Smartphone-Kontrolle

Eine neue Erfahrung könnte Headflap vermutlich wirklich sein. Die Kopfhalterung für aktuelle Smartphones möchte schon in Kürze für verhältnismäßig wenig Geld ein gewisses Google Glass-Gefühl vermitteln. Und die Nutzungsmöglichkeiten von Android- oder iOS- Geräten erweitern.

Breathometer: Betrunken? Mit dem Smartphone auf Nummer sicher!

18.3.2013, 2 KommentareBreathometer:
Betrunken? Mit dem Smartphone auf Nummer sicher!

Ein Bierchen am Abend - warum nicht? Nur was, wenn es ein wenig mehr wird? Schnell kommt so ein Promille zusammen. Dann noch mit dem Auto nach Hause? Ob das eine gute Idee ist, soll bald der Breathometer verraten: ein kleiner Atemtest für Smartphones.

Erste Hands-ons: Firefox OS kopiert viel von Apples iOS – zu viel?

5.2.2013, 8 KommentareErste Hands-ons:
Firefox OS kopiert viel von Apples iOS – zu viel?

Die ersten Tests, Videos und Bilder des neuen mobilen Betriebssystems Firefox OS sind erschienen. Die Nähe zu Apples iOS ist dabei unverkennbar. Die Initiatoren, Mozilla und Telefonica, wollen nach eigenen Angaben Schwellenmärkte damit erreichen. Geht es in Wahrheit darum, Menschen ein iOS light zu geben, die sich kein iPhone leisten können oder wollen?

3 Kommentare

  1. ,,Gibt es Grund zur Skepsis? Es ist schwierig, dies gegenwärtig einzuschätzen.”

    Kritische Stimmen aus den usa ?!?!
    Ganz klar NEIN !

    Ein F-16 Kampfpilot hat das Konzept positiv beurteilt und das MUSS reichen !!!

    Zudem wird es sich bei künftigen Gefechten nur noch um 5 – 10 Minuten – Akte handeln und mit einem leeren Akku enden.

    LG
    Flo

  2. Ich finde es beängstigend wenn solche Artikel als “Spielzeug” angesehen werden. Ich persönlich würde es nicht gutheißen wenn solche Produkte offen für jedermann zugänglich sind. Es gibt sicherlich noch andere Leute, außer mir, die sich bei solchen Produkten in ihrer Privatsphäre bedroht fühlen.

    • Wieso? Findest doch auch die AR.Drone oder andere ferngesteuerte Geräte, die man mit Smartphone und Tablet kontrolliert, bedrohlich? Weshalb denn? Ich denke, solch eine Libelle sollte doch auffällig genug sein und ist vorrangig zum Spielen gedacht…

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder

 
vgwort