Oakley Airwave:
Wie Google Glass für Skifahrer und Snowboarder

Selig sind die Skifahrer, denn mit der High-Tech-Brille Oakley Airwave gibt es für sie nun ein Heads-Up-Display, bei dem wichtige Daten ins Blickfeld eingeblendet werden. Zudem kann man mit einer zusätzlichen Kontrolle am Handgelenk sein Smartphone fernsteuern. Der Fortschritt hat allerdings seinen Preis.

Geschwindigkeit, Position und einiges mehr kann die Brille einblenden.

Geschwindigkeit, Position und einiges mehr kann die Brille einblenden.

Die AR-Brille Google Glass soll uns nach dem Willen des Unternehmens ja zukünftig ständig mit Informationen versorgen. Wofür wir bislang unser Smartphone aus der Tasche holen, sehen wir dann einfach in unser Blickfeld eingeblendet. Während es von Google Glass aber noch nicht mehr als Prototypen mit beschränktem Funktionsumfang gibt, ist die Oakley Airwave Skibrille jetzt auf den Markt gekommen. Und sie verspricht, ganz ähnliche Dinge zu leisten.

In die Brille ist dazu ein Display eingelassen, das am rechten unteren Rand des Blickfeldes positioniert ist. Es soll wirken wie ein 14-Zoll-Display in anderthalb Meter Entfernung. Oakley verspricht, dass die Augen dafür nicht erst neu fokussieren müssen. Zugleich hat man eine Steuerkontrolle am Handgelenk, die sich wiederum mit dem eigenen Smartphone verbindet. Im folgenden Video sieht man eine Simulation.

Oakley Airwave
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UPDATE: Wir haben inzwischen einen Überblick zu Augmented-Reality-Brillen für euch zusammengestellt.

Das Smartphone kann also in der Tasche bleiben, denn die Kontrollen hat man am Handgelenk, das Display im Blickfeld. Die Brille arbeitet mit iOS- und Android-Geräten zusammen, so dass man beispielsweise die Musik steuern oder SMS lesen kann. Außerdem kann die Brille die eigene Geschwindigkeit und die Höhenmeter anzeigen – beides sehr wahrscheinlich geschätzt anhand der GPS-Daten. Nutzen die eigenen Freunde auch die Airwave, kann man sich deren Position anzeigen lassen. Für wichtige Skigebiete gibt es darüber hinaus Landkarten.

Zudem soll die Brille mit weiteren Sensoren auch Sprünge analysieren können: Weite, Höhe und Dauer werden gemessen. Wie das genau erfolgt, wird nicht beschrieben. Auch andere Eckdaten vermisst man in der Beschreibung, denn das Display in der Brille braucht beispielsweise einen Akku als Stromquelle, über dessen Laufzeit man nichts erfährt.

Die Oakley Airwave gibt es in einer schwarzen und einer weißen Variante. Die Gläser lassen sich austauschen. Man findet sie in Oakleys Onlinestore und stößt da dann auch auf den größten Nachteil: den Preis. Knapp 600 Euro kostet die High-Tech-Brille. Und dabei kann sie nicht einmal Fotos machen oder Videos aufnehmen, wie es bei Google Glass möglich sein soll. Diese Brille kombiniert mit einer Actioncam wäre wohl tatsächlich das ultimative Schnee-Gadget.

Gefunden bei Technabob.

UPDATE: Wir haben inzwischen einen Überblick zu Augmented-Reality-Brillen für euch zusammengestellt.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Leitender Redakteur von neuerdings.com und Autor auf netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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