Hardware für Microsofts neues Betriebssystem (Teil 2/3):
Eine Welle von Windows-8-Convertibles

Mit Windows 8 möchten die Hardware-Hersteller auf dem Sektor der Tablet-Computer endlich den Anschluss an Apple schaffen. Deswegen gibt es parallel zum Start des neuen Microsoft-Betriebssystems eine regelrechte Tablet-Produktoffensive. Wir werfen hier vor allem einen Blick auf die wandelbaren – die “Convertibles”.

Dell XPS 12 mit Klapp-Touchscreen

Dell XPS 12 mit Klapp-Touchscreen

Nachdem die Windows-Versionen bis 7 bisher meist nur umständlich Tablet-fähig gemacht werden konnten, soll den Windows-8-Geräten diese Bedienung mit in die Wiege gelegt werden. Dafür wird im Betriebssystem bekanntlich das Bedienkonzept umgekrempelt: Statt Desktop und Startknopf gibt es einen zentralen “Kachel”-Bildschirm mit den wichtigsten Elementen.

Und auf der Hardwareseite gibt es jede Menge neuer Geräte mit gestenunterstützter Bedienung. Dafür sind die Computer in der Regel mit Touchscreen ausgestattet – zumindest die tragbaren. Im Gegensatz zum reinen Tablet ist jedoch bei den sogenannten “Convertibles” immer noch irgendwo eine Tastatur zu finden. Die wird geklappt, an- und wieder abgedockt – oder im äußeren Rahmen gewendet wie beim neuesten Dell XPS.

Dell bleibt im Rahmen

Dieser “innovative Klappmechanismus” ist allerdings nicht neu, Dell hatte das bereits früher bei einigen seiner Tablet-PCs. Sie erlaubt einen besonders schnellen Wechsel zwischen klassischem PC- und Tablet-Bedienmodus.

Das XPS 12 wird jedoch im Gegensatz zu den älteren Dell-Tablets von Intel Ivy-Bridge-Prozessoren gefeuert, die das Gerät zudem doppelt so schnell wie die vorherige XPS-Produktgeneration agieren lassen. Mit seinen Eckdaten gilt das XPS damit auch als “Ultrabook”. Das Display bringt als Auflösung 1.080p (Full HD) mit und soll bei 12,5 Zoll Diagonale ein brillantes Bild für Texte, Fotos und Videos liefern. Das Gewicht liegt bei etwas über anderthalb Kilo – schwerer als ein reines Tablet, aber dafür trägt das XPS 12 nicht so dick auf.

Der Einstandspreis für das Dell XPS 12 beträgt 1.199 Euro, dann stecken im Tablet Intel Core i5, 4 GB und 128 GB SSD, wie bei Dell üblich kann man sich auch leistungsfähigere und teurere Maschinen ordern.

Samsung lässt berühren

Samsung Serie 5 Ultratouch: Touchscreen am klassischen NotebookSamsung schickt gleich drei tragbare Computer ins Rennen. Die Tablets bekommen den Namen ATIV – das ist Vita, lateinisch für Leben, rückwärts buchstabiert und kein Scherz. Die RT-Variante ohne eigene Tastatur soll in einem extra Beitrag berücksichtigt werden. Der ATIV Smart PC ist eben auch das, dafür kann der Anwender an den 11,6-Zoll-Bildschirm mit Full-HD-Darstellung die zugehörige Tastatur klemmen. Gegenüber Geräten des Mitbewerbs bieten die ATIVS den “S-Pen”, mit dem man auf dem Display auch schreiben oder zeichnen kann. Alle ATIVs laufen mit “Atomkraft”, namentlich dem speziellen Windows-8-Chip Z2670 von Intel.

Wer ein klassisches Notebook bevorzugt und nur ab und zu zeigen will, der findet bei Samsung die Serie 5 Ultra Touch: ein 1,64 kg schweres Ultrabook mit berührungesempfindlichem Display. Das ist allerdings fest montiert und braucht einen langen Arm, will man Windows mit den Fingern bedienen.

Acer klappt weg und dockt ab

Acer Iconia W510

Acer Iconia W510

Die Notebooks mit Tabletfunktion bei Acer heißen “Iconia”. Die Windows-Varianten der Acer-Tablets tragen hierbei eine Nummer mit dem W davor (damit sie nicht mit Android-Tablets aus gleichem Hause verwechselt werden, deren Modelle fangen alle mit A an). Für Windows 8 sind die Iconia W510 und W700 neu im Angebot. Das W510 hat einen Touchscreen und eine wahrhaft variable Tastatur: sie kann ab- und angesteckt werden sowie bis zu 295 Grad nach hinten weggeklappt, wodurch sie mit nach unten zeigenden Tasten als Standfuß agiert. Das W510 ist mit Intels Atom Z2670 ausgestattet und soll ab 600 Euro kosten (komplett inklusive Tastaturdock). Acer verspricht für das Tastatur/Tablet-Gespann bis zu 18 Stunden Gesamtlaufzeit.

Das W700 ist ein “Slate”-Tablet mit 11,6-Zoll Diagonale und Full-HD-Auflösung, Dockingstation und schnurloser Tastatur. In dem sowohl hochkant als auch quer zu benutzenden Gerät agieren wahlweise Intel iCore i3 oder i5 (Ivy Bridge) für ca. 700 bzw. 900 Euro.

Weiter geht es im dritten Teil unserer kleinen Hardware-Vorschau für Windows 8.

 

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2 Kommentare

  1. Dell XPS sieht ziemlich gut aus. Scheint auch ordentlich Leistung zu haben aber der Slogan “Arbeiten oder Spielen – warum entscheiden?” finde ich etwas unrealistisch. Ich bezweifle das unter der 1080p Auslösung in Kombination mit der CPU Basieren HD 4000 Grafikeinheit (APU) Spiele wirklich zufriedenstellend Spielbar sind. Wenn es noch ein Modell mit extra Grafikkarte geben würde, könnte ich mir einen Kauf durchaus vorstellen.(Und der Slogan wäre wirklich realisierbar)

  2. Ich war ja nie ein Freund von Windows, aber seit Win7 und jetzt mit Win8 scheint da wieder richtig was zu gehen. An die Kacheln gewöhne ich mich auch langsam. Mich stört eigentlich nur die Farbauswahl, das Prinzip der Kacheln ist aber schon toll. Microsoft hat den Druck der Konkurrenz gebraucht, sonst ruhen die sich auf ihrem Monopol aus und verbessern sich nicht.
    Win8RT ist für ARM entwickelt. Schade, den damit hätte man auch ein Netbook schneller laufen lassen können. Vielleicht kommt da noch was.
    Für Apple und Linux wird es dadurch wieder schwerer mit der Verbreitung. Aber Konkurrenz ist ja gut für den Verbraucher, sonst heben die Apple Preise noch mehr ab.

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