Kickstarter-Projekt Helios:
Telepräsenz-Roboter für eine Handvoll Euro

Ein Telepräsenz-Roboter für unter 100 Dollar ist das Ziel des Crowdfunding-Projekts “Helios”, das derzeit auf Kickstarter nach Unterstützern sucht.

Helios iPhone Telepresence Robot (Quelle: Kickstarter)

Helios iPhone Telepresence Robot (Quelle: Kickstarter)

Telepräsenz-Roboter gibt es inzwischen einige, aber keines dieser Geräte schaffte es bisher unter die 100-Dollar-Marke. Der erste seiner Art, der dieses Kunststück schaffen soll, sucht nun auf dem Crowdfunding-Portal Kickstarter nach Unterstützern. “Helios” nutzt der Einfachheit halber ein iPhone und realisiert damit einen frei fahrenden Telepräsenz-Roboter der Zwei-Wege-Kommunikation über Bild und Ton ermöglicht.

Smartphone-Kompatibilität

Die Konkurrenz kann teilweise mehr, sieht manches Mal auch besser aus und setzt statt auf ein iPhone auf iPads (wie der Double von Doublerobotics für rund 2.000 US-Dollar) oder auf eigene proprietäre Hardware (wie der QB von anybots für 9.700 US-Dollar). Allen gemein ist jedoch das geschlossene System und der hohe Preis.

Ganz anders der Helios: Er ist deutlich günstiger und alle Pläne und Quellcodes sollen offengelegt werden. Für die Zukunft verspricht die einfache Portierbarkeit des Systems die Unterstützung anderer Betriebssysteme, wie Android oder Windows Phone.

Helios Telepräsenz-Roboter
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Helios iPhone Telepresence Robot (Quelle: Kickstarter)

Offene Hard- und Software

Der Helios basiert auf dem “Arduino Nano”-Board und mit dem geeigneten Software Development Kit können Entwickler nicht nur eigene Apps programmieren, auf Basis des Arduino lassen sich so zukünftig auch komplexere Helios-ähnliche Geräte entwickeln. Vielleicht entstehen auf diese Weise Geräte, die Arme haben oder weitere Sensoren.

Der Helios hat eine Lithium-Ionen-Battery, die per Mini-USB geladen werden kann. Im voll geladenen Zustand sollen damit rund zehn Stunden Telepräsenz möglich sein, was wiederum kein iPhone mitmacht. Aber vielleicht profitiert das iPhone ja von der Akku-Leistung des Helios.

Darüber hinaus ist er zu seiner eigenen Sicherheit mit Distanz-Sensoren an allen vier Ecken ausgestattet. Sie sollen verhindern, dass er sich und sein iPhone in einem unbedachten Augenblick von der nächsten Tischkante aus in den Tod stürzt.

Entwickelt wird der Helios von Tianlong Wang und Xinyi Chen, beides Studenten der Computerwissenschaft an der renommierten Princeton University. Tianlong, der über je einen Master-Abschluss sowohl in Elektrotechnik als auch in Computerwissenschaft verfügt, sagt über die Idee hinter Helios, dass er damit ein erweitertes Kommunikations-Tool bereitstellen möchte, das einen Schritt weiter geht als normaler Video-Chat.

Fazit

Es zeigt sich wieder einmal, dass Smartphones von heute zu mehr taugen als nur zum Telefonieren und Twittern. Zwar relativiert sich der Einstandspreis von unter 100 US-Dollar schnell, sobald man das iPhone in den Anschaffungspreis mit einrechnet, trotzdem ist Helios im Kreise der Telepräsenz-Devices ein Schnäppchen.

Und wer beruflich viel unterwegs ist, wird die Telepräsenz schnell zu schätzen wissen, vor allem wenn es darum geht, den täglichen Kontakt zum daheimgebliebenen Nachwuchs sicherzustellen – das kann ich aus eigener Erfahrung mehr als bestätigen.

Mehr dazu auf der Kickstarter-Projekte des Helios.

 

Frank Busch

Frank Busch ist einer der Autoren von neuerdings.com. Er ist Internetintensivnutzer, technikaffin und arbeitet hauptberuflich für ein amerikanisches Software-Unternehmen.

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Ein Pingback

  1. […] das aber allein schon wegen seines Preises nicht für den privaten Einsatz gedacht ist. Der preisgünstige Helios hat es hingegen nicht über die Kickstarter-Finanzierungshürde geschafft. Twittern […]

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