Somikon UK-310 wasserdichte Kamera im Test:
Taucht die was?

Keine 50 Euro kostet die wasserdichte Kamera Somikon UK-310. Was kann man für dieses Geld erwarten?

Unterwasserkamera Somikon UK-310 mit Zubehör (nach Klick) (Bild: W.D.Roth)

Unterwasserkamera Somikon UK-310 mit Zubehör (nach Klick) (Bild: W.D.Roth)

Um mit normalem Fotoequipment auch nur zu schnorcheln, sind zumindest Unterwasser-Schutztaschen wie die von Ewamarine erforderlich, die wie ein superdicker Plastikbeutel mit planer Fläche für das Objektiv funktionieren. Soll es gar in die Tiefe gehen, sind starre Unterwasser-Gehäuse erforderlich, die mehr kosten können als die Kamera und dennoch schwierig zu handhaben sind – die einfachen Beutel würden vom Überdruck dagegen fest an die Kamera gepresst und diese damit unbedienbar.

Für spontane Unterwasser-Fotos am Urlaubsort gab es lange Zeit als Billig-Lösung wasserdichte Einweg-Kameras. Doch wer will sich im Digitalzeitalter noch mit Film herum plagen, der noch dazu nach ein paar Dutzend Aufnahmen voll ist?

Eine Alternative ist z.B. die Somikon UK-310, die kaum mehr kostet als so ein Schnorchel-Plastiksack.

Somikon UK-310
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dscf0005.jpgdscf0004.jpgdscf0003.jpgUK-310

Wesentliche Eckdaten

Sie ist wasserfest und eine eigenständige Digitalkamera. Natürlich bei dem Preis eher mit rauschenden als berauschenden Bildern, denn es sind nur ein nur mäßig lichtstarkes (1:2,8) Fixfokus-Objektiv (1,5 m bis unendlich, in Makro-Einstellung 0,2 bis 0,5 m) ohne Zoomfunktion und ein einfacher Sensor verbaut. Allerdings erspart dies auch Kummer in Sachen Abdichtung: Wo nichts einzustellen ist, kann auch kein Wasser eindringen!

Der Sensor liefert ohne Interpolation maximal 3 Megapixel (2.048 x 1.536 Pixel), was im heutigen Megapixelwahn nach wenig klingt, doch dürfte die einfache Optik und das unter Wasser schnell abnehmende Licht kaum mehr rechtfertigen. Eine Empfindlichkeit (ISO) ist in den technischen Daten nicht angegeben, in den Aufnahmen werden ISO-Werte von 25 (Sonnenschein) bis über 300 (Innenräume) ausgewiesen. Videos können nur mit 640 x 480 oder 320 x 240 Pixeln aufgenommen werden, also nahe Standard-TV, vor einigen Jahren war dies auch noch ein guter Wert.

Bildstabilisierung und Gesichtserkennung sind vorgesehen, die Stromversorgung erfolgt kostengünstig (wobei allerdings nur ganz neue Zellen ausreichend Energie liefern) über zwei Micro-Zellen (AAA), Akku oder Batterie. Gespeichert werden Fotos oder Videos auf einer Micro-SD-Karte. Stürze bis aus 1 m Höhe soll die Kamera aushalten, wasserdicht ist sie bis 3 m, also nur für Schwimmband oder zum Schnorcheln geeignet, nicht zum Tauchen. Erstaunlicherweise ist auch ein Stativmontagegewinde vorgesehen, eine einfache Bidlbearbeitungssoftware wird auf CD mitgeliefert.

Bedienung

Das eingebaute Blitzgerät ergibt unter Wasser wenig Sinn, über Wasser wiederum werden die Aufnahmen leicht Matsch, wenn man vergisst, das Objektiv vorsichtig abzuwischen und zu trocknen. Brauchbare Aufnahmen im strömenden Regen und ohne Regenschirm sind also eher nicht zu erwarten, doch dafür ist die Kamera auch strand-, nachwuchs- und partytauglich – wer schon einmal miterlebt hat, wie sturzbetrunkene Mädels in Ibiza eine Kamera versehentlich auf der Tanzfläche in 1.000 Stücke zerschellen lassen, weiß, was ich meine. Ärgerlich nur, dass die Halteschlaufe, die solch vorzeitigen Kameraverlust verhindern könnte, auch mit viel Geduld kaum montierbar ist.

Lästig im Praxistest war die eigentlich gut gemeinte Energiesparfunktion, die nach spätestens drei Minuten die Kamera abschaltet, wenn der Benutzer das vergisst: Nach dem Abschalten sind Einstellungen wie das Umschalten auf Videoaufnahmen vergessen und man muss dies erst neu im Menü aufrufen, was unter Wasser etwas umständlich ist.

Bildqualität

Die Bildqualität der UK-310 ist eher mit einer einfachen Handykamera vergleichbar, doch ist sie robust genug, um im Urlaub der Familie Dienste zu leisten, ohne dass man um sie fürchten muss, und sie kann ohne Zusatzgehäuse auch mal untertauchen – wenn auch nicht richtig tauchen, denn dazu wäre allein schon die Lichtempfindlichkeit nicht mehr ausreichend. Innenaufnahmen verwackeln deshalb auch schnell. Und das Testmuster zeigte selbst bei geschlossener Blende bei Sonne im Freien an den Rändern Unschärfen und zudem deutliche Farbverschiebungen in Teilen der Aufnahmen.

 

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