Blossom One Limited:
Highend-Espressomaschine für 11.111 US-Dollar

Guter Kaffee ist bekanntlich unbezahlbar. So gesehen ist die Espressomaschine Blossom One Limited für 11.111 US-Dollar quasi ein Schnäppchen.

Die Blossom One Limited ist eine Espressomaschine für ganz feine Zungen. (Bild: Blossom)

Die Blossom One Limited ist eine Espressomaschine für ganz feine Zungen. (Bild: Blossom)

Für so manchen ist ein Leben ohne Kaffee gar nicht denkbar. Er gibt morgens den ersten Kick und sorgt dafür, dass man auch tagsüber jedes Biorhythmus-Tal schnell hinter sich lassen kann. Zugleich aber ist Kaffee zu kochen eine Kunst für sich und über “die beste” oder auch schlichtweg “die richtige” Methode können sich Genießer lange streiten.

Und wo es Genießer gibt, ist Highend nicht weit – jener sagenhafte Bereich unserer Konsumgesellschaft, in dem man für immer kleiner werdende Unterschiede immer größer werdende Summen bezahlt. Aber das darf man einem Genießer natürlich nie sagen. Denn es kommt gar nicht darauf an, ob es den Unterschied wirklich gibt, solange man ihn selbst wahrnimmt. Schnöde Physik kann das eben nicht nachvollziehen. Und deshalb gibt es klangverbessernde Wunderkabel für die Hi-Fi-Anlage, aerodynamische Rahmen für Rennräder – oder eben wie in diesem Fall eine Espressomaschine für 11.111 US-Dollar.

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Wir haben die Blossom One Limited nicht ausprobiert und können daher zunächst nur wiedergeben, was der Hersteller verspricht. Da Blossom aus den USA kommt, scheut die Firma erwartungsgemäß keinen Superlativ. Die One Limited wird demnach “alles verändern”, was man bislang über Kaffee zu wissen glaubte. Profis hätten eine bisher ungeahnte Kontrolle über den gesamten Prozess und Laien könnten endlich Kaffee kochen wie die Profis. Dass sie den Besitzer schön und erfolgreich macht, wird hingegen nicht versprochen. Alle Erwartungen in diese Richtung müssen wir also leider dämpfen.

Hightech und Handbetrieb

Dabei ist die Blossom One Limited eine Mischung aus manueller Bedienung und Hightech. Auf der einen Seite lässt sich beispielsweise per Handhebel der Druck auf den Kaffee selbst bestimmen. Auf der anderen Seite kann man QR-Codes auf Kaffeepackungen einscannen, damit die Maschine ein entsprechend speziell angepasstes Programm abruft, sofern der Kaffeeröster mitspielt. Solche Kaffeekochrezepte lassen sich darüber hinaus selbst anlegen und mit anderen Nutzern teilen. Und wer schon einmal mit einem Kaffee-Experten gesprochen hat, weiß wie kompliziert es ist, die Prozedur perfekt abzustimmen…

Die Maschine selbst verbindet sich per WLAN mit dem Internet. Zudem ist eine 1,3-Megapixel-Kamera eingebaut, damit man als Besitzer vom eigenen Rechner aus nachsehen kann, was der Kaffee denn gerade so macht.

Die Maschine selbst ist modular aufgebaut und soll sich besonders leicht reinigen lassen. Als Materialien kommen unter anderem Glas und Edelstahl zum Einsatz und fürs individuelle Finish kann man sich die Sorte der Holzapplikationen aussuchen: Mahagoni, Walnuss, Sapele, Teak und Zebrano stehen zur Auswahl. Andere Materialwünsche werden auf Anfrage erfüllt.

Sinn und Unsinn

Wie immer bei Highend kann man über den Sinn oder Unsinn eines solchen Geräts nicht wirklich streiten. Wer tatsächliche oder wenigstens gefühlte Perfektion sucht, wird die Blossom One Limited ein verführerisches Angebot finden. Alle anderen werden das nicht die Bohne verstehen.

Wer Interesse hat, kann sich auf der Website jetzt vormerken lassen. Im Frühjahr 2013 soll die Maschine ausgeliefert werden.

Gefunden bei gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

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7 Kommentare

  1. Auch als “nicht Kaffeetrinker” finde ich die Idee schon irgendwie ganz in Ordnung aber Hallo? 11.111 Doller für eine Maschine die nichts wieder macht als Kaffee zu bereiten was man dann über die 1,3 Megapixel Kamera beobachten kann?! Wow.

    • Tja, ist genauso Sinnvoll wie sich ne Uhr für 20k+ € zu kaufen. Die zeigt auch nur die Zeit.

      Wer das Geld und die Leidenschaft hat kann sich hier austoben. Gibt bestimmt einen Markt ;)

  2. Dabei gibt es viel schönere Maschinen für viel weniger Geld …. La Marzocco oder La Pavoni …

  3. Ich mag eher den klassischen Kaffee aus einer 20,- Maschine mit Glaskanne und Filter No. 4. Kaffee aus einer neumodischen Hochdruckmaschine schmeckt mir nicht und ist mir auch zu teuer.

    • Ja, Kaffee entfaltet (ähnlich dem Wein) seinen Geschmack erst nachdem die Bohne gebrochen um im Anschluss etwas atmen durfte.
      Ich verfügte ebenfalls, wie die Meisten, über einen Vollautomaten, Espresso-, Senseo- und der traditionellen Filtermaschiene.

      ABER glücklich wurde ich letzten Endes mit dem Nespresso-Konzept.
      Viel gelobt und oft verschrieen, so ist es dennoch meine Wahl.
      Lassen wir die Kosten (ca. 50€ p.Kg.) mal beiseite so habe ich sämtliche Vorteile
      auf meiner Seite.
      Zum Einen wird die Bohne noch an Ort und Stelle geröstet und gebrochen.
      Sie kann in der Sonne atmen und wird umgehend Vakuum eingeschlossen womit kaum Bitterstoffe entstehen.
      Es ist wirklich immer der Fall, dass wenn ich (nach ca. 8 Jahren Nespresso) bei meinen Großeltern Kaffee trinke Magenschmerzen bekomme.
      Auch Senseo vertrage ich nicht mehr.
      Einzig der Kaffee aus den Vollautomaten scheint mir noch bekömmlich, allerdings bin ich Nach wie Vor der Meinung das dieser etwas metallisch schmeckt. Man merkt dass -> 5 Sekunden nachdem die Bohne gemahlen wurde, diese gleich mit Wasser übergossen wurde.
      Es hat immer diesen leichten Beigeschmack von ,,Mahlwerk” auch wenn mir bewusst ist, dass diese aus Keramik sind. ;-)

      Was die Kosten der Nespresso Kaffes angeht, bin ich mir nicht sicher ob dies etwas falsch berechnet wird :-)

      Ein Vollautomat von Jura, WMF, DeLonghi liegt bei ca.1800€-2200€ und besitzt unglaublich viele Verschleißteile.

      Der Vollautomat von Nespresso (DeLonghi, Siemens) bei ca. 350€ – 450€ und besitzt lediglich einen Durchlauferhitzer und eine separate Heizkammer (Latte Macchiato, Cappu, heisse Milch)

      Guter Kaffee (I-O Kaffee TRADIZIONE) liegt bei einem Vollautomat auch bei €25.-p.Kg.

      Beide Systeme (Nespresso / Bspw. Jura) nutzen 19 Bar Druck, womit die Crema ebenfalls identisch ist.

      Rechne ich nun zusammen ist der Kaffee von Nespresso zwar doppelt so teuer allerdings kosten die entsprechen hochwertigen Maschinen das 5 Fache.
      Sicherlich amortisiert sich das ganze wenn mehrere Familienmitglieder Kaffee trinken sehr schnell, aber als ,,Solitärtrinker” rechnet sich tatsächlich die Nespressomaschiene.
      Zudem sind die Teile praktisch, sauber und klein.
      Wir haben so`n Teil sogar im Bad.
      P.S.: jeder hat seinen eigenen Geschmack welcher per Nespresso bedient wird.
      Zumal die WMF auch nur 3 Jahre Garantie besitzt und dann wird`s schnell sehr, sehr teuer mit neuen Mahlwerken, Brüheinheit, etc.

      Ich weiss, off topic, aber irgendwie passt`s doch :-)

    • @Florian
      Geht mir ganz genauso. Habe auch eine Nespresso-Maschine und möchte keine andere mehr.
      Kann dir hier nur in allen Punkten zustimmen.

      Was mich persönlich jedoch sehr an Nespresso stört sind die Unmengen an Müll die da so entstehen.
      Klar ist nur Weißblech (Recyclebar) und Kaffeesatz aber der Energieaufwand ist dennoch Unverhältnismäßig.

      Da kriege ich irgendwie immer ein schlechtes gewissen ;)

  4. Ja, dass ist wohl war !

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