Actioncam Somikon DV-82.aqua im Test:
Schwimmt, taucht und fährt Rad
Eine Videokamera ohne Monitor, aber mit Laserpointer? Wozu soll das denn gut sein? Für Rad- und Unterwasseraufnahmen, sagt der Hersteller.
Wie ein Camcorder aussieht, weiß man inzwischen eigentlich – Objektiv, Sucher, abklappbarer Monitor. Die Action-Cam Somikon DV-82.aqua schaut dagegen eher aus wie ein orange gestrichener Nacktmull: Statt eines Objektivs sieht man zwei Augen und einen Mund, dann gibt es noch drei Knöpfe und eine Schraube zum Ölnachfüllen auf der Rückseite. Sucher oder Monitor dagegen fehlen.Das Bedienkonzept der Action-Cam ist eigenwillig – sie geht davon aus, dass man unter Wasser und beim Action-Sport sowieso nicht imstande ist, auf einen Monitor zu sehen und hat diesen deshalb komplett eingespart. Damit ist das schlanke Format möglich. Um bei der Bedienung trotzdem zu wissen, was man gerade eingestellt hat – Foto-, Video- oder Tonaufnahme – werden Leuchtzeichen und Vibrationssignale verwendet. Einstellungen, die doch ein Menü benötigen, sind nur am Fernseher möglich.
Da die Somikon DV-82.aqua ein Fisheye-Weitwinkel-Objektiv mit 120° Aufnahmewinkel hat, ist das genaue Zielen aufs Motiv nicht erforderlich – wenn doch, kann man es mit einem Laserpointer anpeilen, wobei allerdings Vorsicht geboten ist, um niemand zu verletzen. Außerdem sind für Nahaufnahmen zwei weiße LEDs als Beleuchtung vorgesehen.
Im Praxistest zeigte sich eine gute Bildqualität – Full HD ist möglich -, nur die Fisheye-Optik mag nicht jedermanns Geschmack sein. Unter Wasser fällt die von ihr verursachte Verzerrung jedoch weniger auf, und dort zeigt sich ein Vorteil dieser Konstruktion: sie schwimmt. Praktisch im Pool, sollte man wirklich bis auf 20 m tauchen, was die Somikon DV-82.aqua aushalten soll, ist die Kamera gut anzubinden. Hier einige Videobeispiele:
Gartenteich – bitte nicht füttern! :-)
Da ein Akku eingebaut ist, entfällt das Problem des Batteriewechsels – geladen wird über den USB-Anschluss. Auch die Bedienung mit Leucht- und Vibrationssignalen klappt besser als befürchtet. Schade ist es, dass nur eine Lenkerhalterung fürs Fahrrad vorgesehen ist. Dank des starken Weitwinkels geraten jedoch Fahrradfahrten vom Bildeindruck bereits nahe an den Ritt auf einer Rakete, da möchte man vielleicht gar nicht wissen, wie eine Autofahrt aussähe, obwohl es inzwischen auch Motorradfahrten und Gleitschirmflüge gibt.
Erschütterungen können der Somikon DV-82.aqua offensichtlich wenig anhaben, nicht mal auf einem Roller. Nur der Ton ist eher dünn, da das Mikrofon unter der Schutzkappe auf der Kamerarückseite ist – für eine Motorradfahrt oder unter Wasser spielt dies jedoch keine Rolle. Dank des geringen Gewichts könnte die Kamera auch an Flugmodellen befestigt werden. Nur für das gemütliche Weihnachtsvideo samt Gesang unterm Baum dürfte sie nicht das richtige Gerät sein…






























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08. Oktober 2012 um 9:06
Altes Gehäuse mit Laser und FullHD bei 60fps wird den Akku und die Speicherkarte schnell ans Ende bewegen, die Gehäuse-Vorlage war wohl die Rollei ActionCam 100, den Laser könnt man sich sparen, denn gerade der Weitwinkel erlaubt es einem dass man ein Anvisieren auch noch volltrunken ohne Laser hinbekommt…
09. Oktober 2012 um 0:04
hat kein Fischauge, diese Kamera – es ist ein Weitwinkelobjektiv.
Jedes Fischauge ist ein Weitwinkel, aber nur ganz, ganz wenige Weitwinkel sind auch ein Fischauge.
Ein Weitwinkelobjektiv bildet einen sehr großen Winkel ab, ein Fischauge bildet das Bild auf einer Kugel ab. Da der Sensor aber flach ist, und keine Kugel ist, wird das Bild verzerrt dargestellt – und das ist hier nicht der Fall.
Einfach mal mit Euren Kollegen von fokussiert.com unterhalten
09. Oktober 2012 um 5:20
Es ist natürlich nicht jedes Weitwinkel ein Fisheye, dieses ist aber eins. Es hat die typischen Verzerrungen. Es ist mit 120° nur nicht so stark verzerrend wie die üblichen 180°-Fisheyes.
Mit den Kollegen von fokussiert.com über Fisheyes reden? Na ich weiß nicht, diese Selbstgespräche wirken immer etwas dämlich… :o)
http://fokussiert.com/200…-keine-knollennasen/
24. April 2013 um 17:36
vom Bild her eine echt gute Kamera, vor allen Dingen für den Preis. Aber der Ton ist leider verschoben und es gibt keine wirkliche Lösung zum beheben und es gibt kein Zubehör wie zum Beispiel eine Wasserfeste Abdeckung, falls man seine verloren hat. Außerdem sind die Helmhalterungen nicht für Integralhelme geeignet.