Hasselblad Lunar:
Spiegellose Luxuskamera zum Mondpreis

“Ultimativen Luxus” soll die spiegellose Systemkamera Hasselblad Lunar bieten, die das schwedische Traditionsunternehmen in Zusammenarbeit mit Sony herausbringt. Entsprechend hochfliegend ist der Preis.

Die Hasselblad Lunar auf der Photokina (Foto: Gabriele Remmers)

Die Hasselblad Lunar auf der Photokina (Foto: Gabriele Remmers)

Das 1941 gegründete Unternehmen Hasselblad hat sich vor allem einen Namen mit seinen Mittelformatkameras gemacht. Sie haben es immerhin bis auf den Mond geschafft: Die NASA setzte speziell modifizierte Modelle für die Dokumentation dieser und anderer Missionen ein. Insofern ist es wohl kein Zufall, dass die jetzt angekündigte neue Digitalkamera von Hasselblad auf den Namen Lunar hört.

Die Kunden soll dabei neben dem guten Namen vor allem das Gehäuse und dessen Materialien überzeugen. Alles andere kommt schließlich sowieso vom Partner Sony. Da fragt man sich als kritischer Konsument natürlich, ob man hier nicht eine sehr teure Mogelpackung kauft.

Hasselblad Lunar
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Der geschwungene Handgriff soll laut Hasselblad perfekte Ergonomie bieten. Fotograf und Kamera würden sozusagen eins, schwärmt die Firma. Kunden können dabei zwischen Carbon, Holz und Leder als Materialien für die Oberfläche wählen. Das Gehäuse selbst besteht aus Aluminium, einige der Knöpfe aus Titan. Im Innern findet sich ein APS-C-Sensor mit 24,3 Megapixel, wie man ihn auch aus der Sony NEX-7 kennt. Ebenfalls von Sony stammt der “Bionz”-Prozessor, der u.a. 10 Bilder pro Sekunde ermöglicht. Scharfgestellt wird mit einem 25-Punkt-Autofokus. Auf der Rückseite stehen dem Fotografen ein 3-Zoll-Display sowie ein digitaler Sucher (OLED) zur Verfügung.

Standardmäßig kann man alle Objektive mit Sonys E-Bajonett verwenden. Mit einem entsprechenden Adapter für das A-Bajonett lassen sich auch die eigentlich für Sonys Spiegelreflexkameras gedachten Objektive nutzen.

Wer sich für die Hasselblad Lunar begeistern kann, muss allerdings tief in die Tasche greifen: Ab 5.000 Euro soll das gute Stück kosten. Es bleibt noch Zeit zum Ansparen der Summe, denn mit der Markteinführung ist erst 2013 zu rechnen.

Bis dahin hat man dann auch genügend Gelegenheit, über den Sinn einer solchen Anschaffung nachzudenken. Denn nach allem, was man bislang weiß, hat man hier im Wesentlichen eine Sony-Kamera vor sich. Die entsprechende NEX-7 kostet ohne Objektiv rund 1.000 Euro. (Affiliate-Link)

Weitere Informationen hier auf der Produktseite zur Hasselblad Lunar.

Gefunden bei gizmag.

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

2 Kommentare

  1. ulkig… wo bleiben die Beiträge welche, wie sonst bei Prestigeobjekten, Richtung ,,Neid der Besitzlosen” abzielen und in ewig nutzlosen Debatten ausarten ?!

    LG
    Flo

  2. Weil die Dekadenz sie noch nicht besitzt ;)

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