RetroBall:
Pong als elektronisches Brettspiel

Als eines der ersten Videospiele überhaupt sorgte Anfang der 1970er Jahre “Pong” für Furore, mittlerweile erlebt man das simple Urgestein im Browser – oder auf einem Wohnzimmertisch. Wenn man möchte und die Erfinder von RetroBall die 30.000 US-Dollar für ihr Kickstarter-Projekt zusammen bekommen.

Durch 1024 LEDs ist RetroBall an sich sehr flexibel. (Foto: Kickstarter)

Durch 1024 LEDs ist RetroBall an sich sehr flexibel. (Foto: Kickstarter)

Bereits seit über einer Woche läuft die Geldsammel-Phase für die Tischvariante von Pong bei dem Crowdfunding-Portal, doch nicht einmal 10 Prozent der anvisierten Summe wurden erreicht. Dabei klingt RetroBall doch nach einem amüsanten Spaß für Hobbybastler und natürlich Spieler. Es handelt sich um ein Brettspiel für bis zu vier Teilnehmer, die gleichzeitig gegeneinander Pong spielen können. Auf dem 40x40cm großen Spielbrett befinden sich insgesamt 1024 LEDs, die maximal fünf Bälle gleichzeitig, die gewonnenen Punkte, das Spielfeld und die bewegbaren Plattformen darstellen. Entsprechende Controller wurden an den Außenseiten des 2,7kg schweren Geräts befestigt.

RetroBall
retroball_4retroball_3retroball_2

Retro-Spaß?

Spaß soll durch mehrere Spielmodi und Schwierigkeitsgrade entstehen. Mindestens zwei Spieler versuchen wie beim originalen Pong durch das Bewegen von Plattformen einen Ball zum Gegner zu schleudern und aus dessen Einflussbereich zu feuern. Durch weitere Spielarten können vier Spieler gleichzeitig loslegen, was in der Theorie nach lustigem Party-Spaß klingt. Interessant ebenfalls: Dank OpenSource-Basis können Programmierer selbst andere Spiele entwerfen und diese mit RetroBall verwenden. Ähnliche und gänzlich neue Konzepte wären somit denkbar.

Abschreckender Preis?

Trotzdem: RetroBall ist recht teuer. Für 109 Dollar, die interessierte Spieler bei Kickstarter vorschießen können, erhält man ein Paket zum selbst zusammen bauen. Das dürfte nicht jedem liegen. Ein fertiges Spielpaket liegt bei 149 Dollar, was doch recht happig klingt für einen potentiell kurzfristigen Spaß mit Freunden.

Zugute halten sollte man den Schöpfern Stacy Dudley und Brad Slattery, dass sie auf ihrer Kickstarter-Seite wirklich alle Einzelheiten erläutern. Welche Komponenten verbauen sie? Wie teuer ist die Fertigung in China? Was kostet der Versand? Welchen Gewinn erzielen sie bei Erfolg ihres Projektes und dem zukünftigen Verkauf ab Dezember 2012? Solche Transparenz findet man bei Kickstarter nicht immer. Und vielleicht klappt es ja doch mit der RetroBall-Erfindung? Wer würde das Brettspiel nicht gerne einmal ausprobieren wollen?

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

Mehr lesen

Whacky Wit: Pac-Man als Brettspiel

20.10.2012, 5 KommentareWhacky Wit:
Pac-Man als Brettspiel

Was geschieht wohl, wenn ein Brettspiel mit einem Arcade-Kult der 1980er Jahre kollidiert? Es kommt Whacky Wit dabei heraus. Die amüsante Erfindung von Norman Sommer benötigt allerdings noch etwas Geld für ihre Realisierung.

Lix 3D Pen: Eleganter 3D-Drucker-Stift zum kleinen Preis

17.4.2014, 0 KommentareLix 3D Pen:
Eleganter 3D-Drucker-Stift zum kleinen Preis

Der Lix 3D Pen ist nicht der erste 3D-Drucker in Stiftform, aber definitiv der bisher kompakteste und eleganteste Vertreter seiner Art. Die Macher wollen die ersten Exemplare demnächst über Kickstarter vertreiben.

Gramofon: Streamingbox für Spotify & Co.

16.4.2014, 3 KommentareGramofon:
Streamingbox für Spotify & Co.

Die Macher des weltweiten „Fon“-Wi-Fi-Netzwerks haben etwas Neues in der Mache: Gramofon ist eine Streamingbox für Musik und zugleich ein WLAN-Router und -Repeater.

Carbon: Solar-Armbanduhr als Ersatzakku fürs Smartphone

15.4.2014, 0 KommentareCarbon:
Solar-Armbanduhr als Ersatzakku fürs Smartphone

Wir können unterwegs nie genug Strom für unsere Gadgets haben und die „Carbon“-Armbanduhr fungiert dabei nicht nur als externer Akku, sondern lädt sich per Solarzelle auch selbst wieder auf.

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

* Pflichtfelder