LG Optimus 4X HD im Test (1):
Vier-Kern-Schnäppchen

Stell Dir vor, es gibt ein Quad-Core-Smartphone zum günstigen Preis und keiner weiß es. Das LG Optimus 4X HD kostet weniger als 400 Euro und ist damit ein echtes Schnäppchen.

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)

Ab und an fragt man sich ja schon, wie viel Geld man für ein Smartphone ausgeben soll. Oft genug sinkt der Preis kurz nach Einführung rapide und nach nicht mal einem halben Jahr schaut man dann einem Preisverfall von 30-60% zu. (Von iPhones einmal abgesehen.) Ähnlich ergeht es auch dem „LG Optimus 4X HD”. Der ursprüngliche Preis von 500 Euro wird mit 370 Euro klar unterboten. Quad-Core-Power für unter 400 Euro? Kann das in Frage kommen? Aber sicher! Der Testbericht hat zwar ein wenig auf sich warten lassen, doch wenn ich das Urteil „absolute Kaufempfehlung” ausspreche, dann muss das Smartphone auf Herz und Nieren geprüft werden.

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)
LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)LG Optimus 4X HD - Quickmemo (Bild: kai zantke)

Design

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)

Das LG Optimus 4X HD kommt etwas altbacken daher, viereckige Form und nur leicht abgerundete Ecken. Ein riesiges 4,7-Zoll IPS-Display mit satten Farben und stabilen Blickwinkeln bedeckt die Front. Dazu noch eine Frontkamera mit 720p-Auflösung und drei Sensortasten. Auf der Rückseite muss sich die 8 Megapixel-Kamera mit einer Blitz-LED begnügen. Der Blick fällt jedoch zuerst auf die interessante Maserung des Akkudeckels, die keine Fingerabdrücke zuläßt und bombenfest sitzt.

Das Gehäuse faßt ein zweireihiger Rahmen in Chrom-Optik ein, der dazwischen eine Reihe von eingelassenen, vierflächigen Pyramiden beherbergt. Man sieht die Liebe zum Detail, die sich auch in der Software wiederspiegelt.

Hardware

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)

LG Optimus 4X HD (Bild: kai zantke)

Bleiben wir jedoch zunächst noch bei den harten Fakten. Der Tegra-3-Chipsatz mit 1,5GHz Quad-Core-CPU gehört zum schnellsten, was man im Moment bekommen kann. Gepaart mit 1 GB RAM und der Option die 12 GB mit einer 64 GB-Speicherkarte zu erweitern, erhält man ein Wunschlos-Glücklich-Paket. Dazu gibt LG noch einen IPS-Bildschirm, der in 720p auflöst (1280 x 720 px), sowie einen HDMI-Anschluss über MHL, der Adapter muss extra gekauft werden. Auch NFC, FM-Radio, Bluetooth, WLAN und sämtlicher Stand der Technik sind verbaut. Alles für einen Schnäppchenpreis von 370 Euro. Klingt nach einem verlockenden Angebot? Schauen wir uns mal den Rest an.

Software

Ein Quad-Core unterscheidet sich im täglichen Gebrauch nur unwesentlich von einem schnellen Dual-Core-Prozessor. Es ist zwar beruhigend, zukünftige Android-Versionen abzudecken, aber nach dem Kauf, sollte man erstmal mit dem zufrieden sein, was man bezahlt hat. Da es unwahrscheinlich viele Android-Geräte hat und das nackte Android eher hoplrig zu bedienen ist, passen die Hersteller die Oberfläche an. Auch LG hat einige Veränderungen und Anpassungen durchgeführt.

LG Optimus 4X HD - Quickmemo (Bild: kai zantke)

LG Optimus 4X HD - Quickmemo (Bild: kai zantke)

Tippt man ein Programm-Symbol länger an, so läßt es sich nicht nur wie gewohnt verschieben, ein kleiner Pinsel markiert auch, dass das Symbol geändert werden kann. Entweder man wählt eines der über 60 Icons aus oder aber man knippst mit der Kamera selbst eines. Neben dieser Spielerei gibt es jedoch auch äußerst nützliche Erweiterungen, wie beispielsweise das „Quickmemo”: egal was gerade angezeigt wird, mit einem Wisch von oben und der Auswahl des Programm-Icons, läßt sich sofort darauf herummalen. So gelingt jede Wegskizze und wenn es nur eine Notiz sein soll, tauscht man den Hintergrund einfach gegen ein farbiges Post-It.

Als Samsung sein S3 vorstellte, weiteten sich die Auge, als es hieß, die Videos würden auch als Minfenster in jeder anderen App abgespielt. LG verzichtet auf dieses, durchaus nützliche, Feature, weiß aber um die Bedeutung des Videoplayers. Deshalb gibt es die Möglichkeit Videos in Zeitlupe oder Zeitraffer abzuspielen. Und da der Tegra-3-Chip so potent ist, kann man auch mal in der Zeitleiste herumstöbern und sich eine Vorschau anzeigen lassen, wer in Minute 60 der Mörder ist, während man gleichzeitig noch den Vorspann erträgt.

Alle nächtlichen Leseratten werden sich über das kleine Symbol in der Schnellzugriffsleiste freuen: „Helligkeit”. Ein Tipp und man wechselt zwischen 0%, 50%, 100% und einer eigenen Einstellung. Und damit das auch Sinn macht, sind 0% so dunkel, dass man bequem im Bett lesen kann, ohne geblendet oder vom Bettnachbar auf die Couch verwiesen zu werden.

Vorläufiges Fazit

Über Geschmack läßt sich streiten, das kantig-eckige Design ist nicht unbedingt futuristisch oder en vogue, aber die harten Fakten sind unübersehbar: Griffig, schnell und hochauflösend ist das LG Optimus 4X HD. Und bei einem Kampfpreis von unter 400 Euro billiger als jede Konkurrenz.

Es gibt noch mehr zu entdecken, doch das lest ihr im zweiten Teil.

 

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3 Kommentare

  1. Stromverbrauch im Betrieb anyone? Wie siehts denn damit aus?

    • Ein Tag bei 15 min E-Mail Abrufintervall und gemäßigtem Surfen. Ist für den Akku (2140mAh) etwas wenig, aber ausreichend.

  2. Bei mir hält es bei normalem Gebrauch mit regelmäßig Whatsapp / Facebook checken auch über 2 Tage durch. ich kann es wirklich empfehlen. Bin jetzt sogar zum Handyzocker geworden…..die 3D Spiele sehen beeindruckend gut aus und machen auf dem großen Bildschirm sogar Spaß.

    Es hat ausserdem wechsebaren Akku und eine normale SimKarte.
    Und die UI ist angenehm dezent gehalten. Nachdem ich mein altes Desire geflasht hatte war ich schon erstaunt was Sense an Akku fraß….das dürfte LG besser gemacht haben. Dafür blitzt und schneit es aber nicht bei entsprechendem Wetter auf dem Screen ;)

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