Bero:
Programmierbares Android-Maskottchen für alle

Wer bei seinem Smartphone oder Tablet auf Googles Betriebssystem Android setzt, kennt sicherlich Andy: Das knuffige Androiden-Maskottchen ziert seit jeher das OS, ebenfalls ist es längst als Spielzeug in vielen Variationen erhältlich. Und wenn alles klappt, dann wird er bald zum Leben erweckt – mit Bero.

Die leider sehr teure "Silver Edition" des Bero.

Die leider sehr teure "Silver Edition" des Bero.

Bero ist wieder einmal ein Kickstarter-Projekt, dieses Mal sammelt das New Yorker Unternehmen Reality Robotics Limited von technikaffinen Fans mindestens 38.900 Dollar ein, um die Erfindung des Startups fertigstellen zu können. Herauskommen soll ein etwas über 10 cm großer Mini-Roboter, der mit Technik vollgestopft wurde. Zum Einsatz kommt eine eigene Open-Source-Plattform, die Arduino ähnelt bzw. eine Schnittstelle zu dieser bietet.
Bero
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bero_2Mehrere BEROs in Aktion. (Foto: Kickstarter)

Fast alles ist möglich

In dem kleinen Gehäuse stecken bis zu sechs Motoren, LEDs, eine Bluetooth-Anbindung zu mobilen Endgeräten, ein microSD-Kartenslot, ein Lautsprecher, Positionssensoren und Speicher sowie ein Prozessor. Das alles in Kombination soll Bero zu einem interaktiven Erlebnis machen. Mittels einer entsprechenden App, die vorerst für Android geplant ist (später auch iOS), spricht man die einzelnen Komponenten an und kann somit allerlei Spaß anstellen. Arme bewegen, mittels des Kettenantriebes durch die Gegend fahren, Musik von einer microSD-Karte abspielen, Lämpchen leuchten lassen – alles ist möglich. Bero wird somit zum interaktiven Spielzeug, das sicherlich nicht zufällig an Andy erinnert.

Doch die Schöpfer von Bero wollen mehr: Dank der offenen Software- bzw. Hardware-Basis sind Hobbyentwickler aufgerufen, selbst aktiv zu werden. Die Firmware des Roboters lässt sich aktualisieren, ebenfalls kann man die Standard-Verhaltensmuster umprogrammieren.

Light-Varianten für relativ wenig Geld

Technische Einzelheiten finden Neugierige auf der Kickstarter-Webseite. Dort kann nach wie vor Geld vorgeschossen werden, wobei es auch so ganz gut für Bero aussieht. Es fehlen rund 10.000 Dollar, obwohl die Finanzierungsphase noch über drei Wochen läuft. Dennoch ist das Angebot nicht völlig zufriedenstellend, denn Reality Robotics Limited möchte mehrere Modelle anbieten. Für 35 Dollar (inklusive weltweiten Versand) gibt es einen Bero ohne Technik, sozusagen als Zierde für die Wohnung. Ab 79 Dollar erhält man den Bero Basic mit zwei Motoren, integriertem Akku (hält bis zu zwei Stunden im aktiven Betrieb) und zwei LEDs. Aber möchte man wirklich ein solch abgespecktes Modell, wenn man sich den Bero Bling Silver Edition anschaut? Der verfügt über sechs Motoren, vier LEDs und ein optisches System zur eigenen Orientierung im Raum. Der kostet allerdings 189 Dollar. Sparsame Bero-Käufer erhalten also nur abgespeckte Light-Versionen, die nur ein Teil der Möglichkeiten bieten. Ein Nachrüsten ist wohl nicht möglich.

Mehr dazu in diesem Video:

Wenn alles klappt, wird Bero im Dezember 2012 veröffentlicht. Dann soll man ihn auch auf der Hersteller-Webseite erwerben können.

 

Sven Wernicke

Sven Wernicke hat eine Vorliebe für verspielte Gadgets, kunterbunte LEDs und Technik, die unterhalten möchte.  Wenn ihm als Freiberufler noch etwas Freizeit bleibt, bastelt er an seinen eigenen Projekten wie zum Beispiel Polygamia.de.

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4 Kommentare

  1. Bitte genauer recherchieren und nicht einfach die Kickstarter Seite auf ein paar Buzz-Words durchforsten und daraus einen Artikel bauen. Auf der Kickstarter Seite ist zu lesen:

    “We thought about using an Atmel IC for this in the beginning to run Arduino, but this IC had a lot more bang for the buck and does what the Arduino can’t handle.”

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