Sitecom PC-on-TV im Test:
Rechner-Bildschirm aufs TV streamen

Es muss nicht immer Apple TV sein. Auch Sitecoms PC-on-TV bringt die Filme von der Festplatte auf das TV-Gerät. Und nicht nur Filme, sondern generell den Bildschirm des Rechners. Wie das in der Praxis funktioniert, haben wir ausprobiert.

Sitecom MD-300 PC-on-TV (Bilder:frm)

Sitecom MD-300 PC-on-TV (Bilder:frm)

PC-on-TV macht genau das, was der etwas sperrige Name verspricht: Die kleine Box mit den zwei Antennen wird über HDMI an den Flatscreen-Fernseher angeschlossen und überträgt den Inhalt des Rechnerbildschirms in HD-Qualität (720 p) auf den großen Bildschirm.

Schließlich ist selbst der größte Rechner-Monitor in der Regel kleiner als der Bildschirm des TV-Geräts im Wohnzimmer. Und erst die wenigsten Fernseher sind vernetzt, so dass man sich YouTube-Videos oder die Filme von der heimischen Festplatte auf dem großen Bildschirm ansehen könnte.

PC-on-TV schafft hier Abhilfe. Das kleine Kästchen von Sitecom wird über ein HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden und streamt die Inhalte des heimischen Rechners auf den TV-Bildschirm. Mit dem heimischen Router verbindet sich PC-on-TV dabei entweder über Ethernet oder WLAN. Ethernet wird empfohlen, aber wer hat schon Ethernetbuchsen in der ganze Wohnung?

Bei uns muss das alles kabellos funktionieren. Ein erster Versuch mit der alten FritzBOX 7170 und ihrem WLAN nach IEEE 802.11 g funktionierte schon ganz gut, obwohl mindestens IEEE 802.11 n von Sitecom empfohlen wird.

Sitecom PC-on-TV im Test
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Leider konnte man sich bei der alten FritzBox nicht darauf verlassen, dass ein YouTube-Video reibungslos durchlief. Klappte es beim ersten und zweiten Mal problemlos, blieb die Übertragung an einem anderen Tag einfach mal hängen.

Also wurde die FritzBox mit einem Sitecom Wireless Router N300 X2 versehen, was zum Glück ruckzuck ging. Der Router kommt bereits mit einem WPA2-Kennwort, die Einrichtung ist eine Sache von wenigen Minuten, und schon ist das WLAN von IEEE 802.11g auf IEEE 802.11n aufgerüstet.

Um allerdings den Rechner mit dem PC-on-TV zu verbinden, muss man zunächst die mitgelieferte Software auf seinen Windows- oder Mac-Rechner aufspielen.

Danach sieht das Ganze dann folgendermaßen aus:

Musik: Juanitos: Hola Hola Bossa Nova

Sowohl Ton als auch Bild werden auf den Fernseher umgeleitet. Mit Filmen funktioniert das im WLAN nach IEEE 802.11n ganz gut. Ob die Übertragungsgeschwindigkeit aber für eingefleischte Gamer ausreicht, kann ich nicht sagen. Vermutlich müsste man das Sitecom-Gerät dann über Ethernet mit Daten versorgen. Aber auch dann ist PC-on-TV für ambitionierte Spieler wohl nur begrenzt geeignet.

Wie man im Video erkennen kann, gibt es eine kleine Verzögerung zwischen der Aktion am Rechner und dem, was man auf dem Bildschirm sieht, wenn sowohl Rechner als auch PC-on-TV ihre Daten aus der Luft empfangen. Für Webvideos, gemeinsames Surfen und das Streamen von Spielfilmen eignet sich Sitecoms PC-on-TV prima. Der Vorteil gegenüber Apple TV ist dabei, dass man nicht auf iTunes angewiesen ist. Was auf dem Rechner-Bildschirm zu sehen und zu hören wäre, ist mit PC-on-TV auf dem Fernseher zu sehen und zu hören. Das Programm ist dabei egal.

Mehr Infos gibt es auf der Produktseite von PC-on-TV. Das Gerät ist für rund 100 Euro im Handel zu haben.

 

Frank Müller

Frank Müller ist Vater von 4 Töchtern (mit 1 Frau) und vielseitig interessierter Mac-Nerd, der auch Linux nicht abgeneigt ist. Er arbeitet hauptberuflich als Creative Director und Werbetexter und bloggt ab und zu.

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10 Kommentare

  1. Zitat:
    “Der Vorteil gegenüber Apple TV ist dabei, dass man nicht auf iTunes angewiesen ist.”

    Mit Mountain Lion kann der ganze Bildschirminhalt mit einem Klick an das AppleTV (Version 2, oder die neue Version 3) gesendet werden (Bild und Ton). Egal was auf dem Rechner am laufen ist (VLC-Player usw.). Und mit dem neusten Apple TV (3) geht sogar 1080p. :-)

    • Ach ja, da war ja noch was – daran hätte ich denken müssen. Aber es kann ja auch nicht jeder auf Mountain Lion aufrüsten, das System ist da ja etwas heikel, was die hardware angeht. Aber du hast natürlich recht.

    • Kein Problem ! :-)

    • Falls du mal die Möglichkeit hast das Ganze mit einem aktuellen Rechner (Mac) zu testen- tu das !
      Die Performance ist echt gewaltig! Bei mir mit ATV 2 und 720p ohne sichtbare Verzögerung und in sich absolut synchron (Bild/Ton am grossen TV).

    • Beim Zusammenspiel zwischen Mac und AppleTV 2 od. 3, ist nicht immer Mountain Lion (MacOS X 10.8.x) Vorraussetzung. Ein kleines Programm, Namen’s “AirParrot” macht dies auch auf einen älteren Mac-System möglich, wie weit die Grenze dabei gesetzt ist, kann ich nicht sagen. Bei den Mac-Systemen, ist sowohl die Hardware als die Software gemeint.
      Hab hier einen iMac 24″ (later 2008) und ein MacBook Pro (Mid. 2009) und natürlich ein AppleTV 3 am Start, beide mit Mountain Lion und offiziell nicht im Support von AirPlay(Video)-Funktionen. Mein Netzwerk liegt im 5Ghz N-Bereich und es läuft ohne Probleme mit AirPlay.

  2. Ich glaube nicht das dich das Gerät für Gamer rentiert aufgrund der wie schon beschriebenen Verzögerung. Zum Streamen von Videos bzw. im Internet Surfen ist es sicher eine gute Sache, zum zocken aber sicher absolut ungeeignet.

    • Ist korrekt – die Verzögerungen sind feststellbar. Es gibt eine Art “Action”-Modus, bei dem ich zumindest Spiele mit DX9 teils gut spielen konnte, teils gab es da aber gravierende Probleme. :( Insgesamt find ich die Idee aus Gamer-Sicht klasse, in der Praxis gibt es zu viele Probleme beim Spielen (siehe dazu auch den oben verlinkten Artikel, der rein zufällig von mir stammt…*hüstel* :) ).

    • Haha, sehe es auch gerade. Bin bei der Internetrecherche darauf gestoßen und habe gar nicht bemerkt, dass der von Dir ist.

  3. Wie ist dies im Vergleich zum Duchtronics: http://is.gd/WgES9G ?

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