SmartThings:
Das Internet der Dinge auf Kickstarter

Das Kickstarter-Projekt “SmartThings” soll das eigene Leben smarter machen. Es kombiniert eine mit dem Internet verbundene Basisstation mit ansteuerbaren Sensoren, Schaltern und Geräten sowie einer Smartphone-App. Zugleich ist SmartThings als offene Plattform angelegt, an die andere mit ihren Ideen andocken können.

Der SmartHub vermittelt zwischen Internet, Sensoren, Schaltern und der App.

Der SmartHub vermittelt zwischen Internet, Sensoren, Schaltern und der App.

“Das Internet der Dinge” gehört zu den Themen, die schon so lange im Gespräch sind, dass man kaum glauben mag, dass sie es noch immer nicht in unseren Alltag geschafft haben. Aber die Idee wird immer realistischer, wie das Kickstarter-Projekt “SmartThings” zeigt. Dessen Macher betonen dabei den praktischen Nutzen, den die Verknüpfungen von Gegenständen und Messdaten aus unserer realen Welt mit der digitalen Welt bringen kann.

SmartThings in Aktion
smartthings-23smartthings-22smartthings-21smartthings-20
smartthings-19smartthings-18smartthings-17smartthings-16
smartthings-15smartthings-14smartthings-13smartthings-12
smartthings-11smartthings-10smartthings-09smartthings-08
smartthings-07smartthings-06smartthings-05smartthings-04
smartthings-03smartthings-02smartthings-01

Beispiele dafür: Das Haus könnte sich automatisch abschließen, wenn niemand mehr da ist. Fenster gehen zu, bevor der Regenschauer kommt. Das Licht geht an und Jalousien werden nach oben gefahren, sobald man aufsteht. Eine Warn-SMS weist darauf hin, dass der Hund soeben ausgebüchst ist. Man betritt das Büro und alle notwendigen Geräte werden eingeschaltet – und beim Weggehen wieder ausgeschaltet. Solche und andere Beispiele werden im folgenden Video zum Projekt gezeigt.

SmartThings setzt dabei auf einen sogenannten SmartHub als zentrale Einheit. Er ist per Mobilfunk mit dem Internet verbunden und kann bis zu 100 “Things” ansteuern – Sensoren, Schalter und was sich Entwickler noch alles einfallen lassen mögen. Gesteuert wird das alles über das eigene Smartphone und hier baut man sich seine Anwendungen wie bei der Online-Automatisierungsplattform “If This Then That” zusammen: Wenn dies passiert, tue jenes.

Preise und Verfügbarkeit

Das Kickstarter-Projekt hat bereits mehr als drei Wochen vor Schluss sein Finanzierungsziel von 250.000 US-Dollar erreicht. Entsprechend sind die richtig günstigen Pakete schon weg. Der Einstieg liegt aktuell bei 174 US-Dollar (rund 139 Euro). Dafür bekommt man einen Hub und drei Things. Zudem wird allen Unterstützern des Projekts die monatliche Gebühr erlassen, die künftig zwischen 5 und 10 US-Dollar liegen soll. Für den Start stehen fünf verschiedene Things zur Auswahl:

  • Ein Schalter für die Steckdose, um Dinge ein und auszuschalten.
  • Ein Sensor, der erkennt, ob Schubladen, Türen etc. offen oder geschlossen sind.
  • Ein Bewegungssensor.
  • Ein Anwesenheitssensor, der feststellt, wer kommt und geht.

Die Macher versprechen, dass SmartThings darüber hinaus mit hunderten bereits erhältlichen Sensoren und Geräten für die Heimautomatisierung kompatibel sein soll.

Allerdings ist das Projekt im jetzigen Zustand nur für den US-Markt geeignet. Die Macher versprechen, auch andere Märkte bedienen zu wollen. Dazu gibt es aber nur die vorsichtige Zeitangabe “1. Quartal 2013″ – und auch die nur unter Vorbehalt. Fest steht hingegen, dass es die SmartApp nicht nur wie im Video fürs iPhone, sondern auch für Android geben wird.

Weitere Informationen hier auf der Kickstarter-Projektseite von SmartThings.

Wer sich generell fürs Internet der Dinge und solche Anwendungen interessiert, findet hier zwei weitere interessante Projekte:

 

Jan Tißler

Jan Tißler ist Redakteur bei netzwertig.com. Er ist fasziniert von Technik und ein leidenschaftlicher Internetintensivnutzer.

Mehr lesen

Über ein Dutzend smarte Geräte steuern: IFTTT wird zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge

14.7.2014, 0 KommentareÜber ein Dutzend smarte Geräte steuern:
IFTTT wird zur Schaltzentrale für das Internet der Dinge

2011 ging IFTTT als Dienst an den Start, um verschiedene Online-Apps miteinander interagieren zu lassen. Heute unterstützt der Service eine schnell steigende Zahl an smarten, internetfähigen Geräten. IFTTT wird zur zentralen Plattform für das Internet der Dinge.

La Metric: Der Smart Ticker für Beruf und Freizeit

1.7.2014, 5 KommentareLa Metric:
Der Smart Ticker für Beruf und Freizeit

La Metric ist ein Smart Display, das über eine App konfiguriert werden kann, um alle möglichen Informationen in Form eines Tickers anzuzeigen - von Google Analytics-Daten über Wetter, Termine, Social Network-Nachrichten etc. Auch IFTTT-Rezepte lassen sich einbinden.

Retro-Futurismus: Microsofts 15 Jahre alte Vision vom Smart Home ist überraschend aktuell

10.6.2014, 5 KommentareRetro-Futurismus:
Microsofts 15 Jahre alte Vision vom Smart Home ist überraschend aktuell

Es geht doch nichts über alte Filme, die die Zukunft vorhersagen... In diesem Fall geht es um Microsofts Vision für das Smart Home aus dem Jahr 1999. Während viele Details auf lustige Weise altmodisch wirken, sind die Grundideen noch immer aktuell. Manches davon ist inzwischen Wirklichkeit. Vieles noch immer nicht.

21.12.2014, 0 KommentareZano:
Die intelligente, autonome Kamera-Drohne für Luftbild-Selfies

Zano hat auf Kickstarter schon längst ein Vielfaches der ursprünglich anvisierten Finanzierung erreicht. Die Selfie-Drohne scheint den Nerv vieler Nutzer getroffen zu haben. Kein Wunder, soll sie doch über viele praktische Eigenschaften verfügen, die sie im Gegensatz zu vielen herkömmlichen Drohnen wirklich alltagstauglich macht

Twiink: Der Zauberwürfel kann einpacken! Smartes Puzzlespiel mit LED-Beleuchtung!

16.12.2014, 0 KommentareTwiink:
Der Zauberwürfel kann einpacken! Smartes Puzzlespiel mit LED-Beleuchtung!

Wer sich mit dem guten, alten Zauberwürfel mittlerweile langweilt, könnte mit Twiink eine reizvolle Alternative erhalten. Das Puzzlespiel besitzt dank Smartphone-Anbindung sogar unzählige Spielmodi und weitere Einsatzmöglichkeiten.

Cobi: Smartphone wird Bordcomputer fürs Fahrrad

10.12.2014, 7 KommentareCobi:
Smartphone wird Bordcomputer fürs Fahrrad

Das Frankfurter Startup iCradle präsentiert mit Cobi eine Lösung, mit der das eigene Fahrrad zu einem smarten Begleiter wird. Alarmanlage, Navigationsgerät und ein modernes LED-System sorgen für Sicherheit. Und schon jetzt scheint das Interesse an der Peripherie groß zu sein.

SmartThings, Lockitron und Co: Das Internet der Dinge ist da und wird euch begeistern

7.12.2012, 10 KommentareSmartThings, Lockitron und Co:
Das Internet der Dinge ist da und wird euch begeistern

Das Internet der Dinge kommt in neuen Facetten daher. Mehr Startups denn je präsentieren ihre Ideen für ein cleveres, App-gesteuertes Zuhause und coole neue Gadgets. Einige Projekte lösen sogar das Problem, dass man mit gewöhnlichen Haushaltsgeräten bisher nicht kommunizieren konnte.

2 Pingbacks

  1. [...] versteht sich das Lumawake mit Systemen wie SmartThings und Belkins WeMo, die uns allen das schon so lange vorhergesagte schlaue Haus bringen sollen. [...]

  2. [...] lasse sich über Zwischenstecker an das Heimnetzwerk anschließen. Das Projekt hat sich ebenfalls über Crowdfunding finanziert und etwa 1 Million US-Dollar mehr eingenommen, als die ursprünglich anvisierten [...]

Kommentar schreiben

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen.

* Pflichtfelder